One Pot Pasta mit Kürbis und Kokosmilch {Mach’s dir leicht}

One Pot Pasta ist für mich die beste Erfindung seit dem Taschenregenschirm. Ganz ehrlich. Diese Art von Zubereitung hat meine Küche in den letzten Monaten quasi revolutioniert.

Der Hype um dieses Gericht, in dem die Nudeln zusammen mit allen anderen Zutaten in EINEM TOPF gekocht werden, ist ja eigentlich längst vorbei. Ich habe den Trend vor ein paar Jahren belächelt und war mir sicher, dass man so auf keinen Fall eine feine Mahlzeit kochen kann, denn ein „richtiges Pastagericht“ muss schließlich mit Zeit und Liebe und so zubereitet werden.

Jetzt habe ich ein Kind. Und manchmal muss ich mein verwöhntes, ahnungsloses Ich von damals belächeln. Natürlich kann man stundenlang und mit viel Liebe in Risottos rühren, sämige Sößchen einkochen und die Pasta am besten noch selbst machen. Man kann aber auch direkt von der Arbeit ein hungriges Kind aus der Kita abholen und sich sehr darüber freuen, wenn nach 15 Minuten ein warmes (und leckeres!) Essen auf dem Tisch steht und man danach nur ganz wenig abspülen muss.

Habe ich außerdem schon erwähnt, dass wir in unserer Kita selbst kochen und ich ca. 1x pro Monat ein wohlschmeckendes Gericht für 30 Kinder auf den Tisch bringen muss? Da klingt Kochen mit einem Topf plötzlich ebenfalls seeeehr verlockend.

Und genau deshalb wurde One Pot Pasta erfunden. Seit ich den Dreh mit dem Grundrezept raus habe (250 g Nudeln plus 500 ml Flüssigkeit) mache ich quasi alles in einem Topf: Nudeln mit mediterranem Gemüse, Lachs und Spinat, Sahne und Weißwein, Kokosmilch, Bolognese, Speck, Hähnchen, Shrimps, Curry,… alles ist möglich! Und einmal im Topf dauern die Gerichte i.d.R. 11 Minuten, bis sie fertig sind. Ist das nicht der Knaller?

Das Grundrezept und die vielen Variationen habe ich aus diesem kleinen, aber fantastischen Buch, den zweiten Teil habe ich umgehend nachgekauft:

One Pot Pasta … basta!: 30 Nudelgerichte aus einem Topf (Creatissimo)

Ihr entschuldigt also, wenn ich in nächster Zeit öfter mal was aus einem Topf zaubere. Denn glaubt es oder nicht: trotz easypeasy Zubereitung schmeckt das Ganze superlecker!

Heute habe ich den Herbst im Gepäck und sage Hallo zum Kürbis mit One Pot Pasta mit Kürbis und Kokosmilch

 

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Kindergeburtstagsdeko: Waldtiere {Mach’s dir leicht}

Versteht mich nicht falsch: wenn ihr Freude daran habt, in liebevoller Handarbeit eine Zirkusmanege aus Fondant zu kneten und die thematisch passenden Einladungen für den Kindergeburtstag von Hand zu bemalen, finde ich das prima. Nur ich bin da leider raus. Ich habe zwei linke Hände, wenn es um filigrane Bastelarbeiten geht und außerdem habe ich auf sowas schlicht und ergreifend keine Lust.

Trotzdem finde ich ein Party- und Tischdeko-Motto für einen Kindergeburtstag ganz super. Gern auch schon für Babys. Natürlich haben die ganz Kleinen noch nix vom Motto, aber bei uns gibt es jedes Jahr ein Foto vom Geburtstagstisch und so kann sich der Junge auch noch drüber freuen, wenn er größer ist.

Zum 1. Geburtstag hatten wir ein Motto mit Meerestieren, in diesem Jahr gab es einen Waldgeburtstag, Ehrengast war der Igel. Der Junge ist in der Kita nämlich der Igel (für die, die das noch kennen: jedes Kind ist in der Kita einem Tier zugeordnet, die Tiere hängen dann an der Garderobe, an den Trinkbechern usw.) Und da der Junge genau weiß, dass er der Igel ist, kann er mit diesem Motto schon ganz gut was anfangen und hat sich sehr darüber gefreut.

Jetzt gibt es ja auf Pinterest unzählige superschöne Kindergeburtstagsideen. Tolle Motivtorten und hübsche Basteleien. Leider bin ich Experte auf dem Gebiet „Pinterest Fail“: ein (vermeintlich) einfaches Rezept – und das Ergebnis hat dann so rein gar nix mit dem hübschen Pinterest-Bild gemeinsam. Deshalb mache ich es mir leicht, lasse aufwändig verzierte Kuchenträume links liegen und setze lieber auf Schummel-Werkzeug wie gekaufte Backformen. Aber auch das kann ganz schön in die Hose gehen…

Wie man es sich unnötig schwer macht:

Für den Igel-Kuchen hatte ich extra eine Form gekauft. Easy, dachte ich, machste bisschen Teig rein und raus kommt ein Igel. Pustekuchen. Die Igel-Form aus Metall war so störrisch wie befürchtet. Insgesamt 4 Anläufe habe ich gebraucht, um den Igel wenigstens an einem Stück aus der Form zu bekommen (ja, Trennspray habe ich natürlich verwendet, ja, ich habe sogar verschiedene Kuchenrezepte ausprobiert – die Form war trotzdem Mist).

Egal, nach 4 Runden hatte ich einen Igel, der nur ein bisschen zerbrochen war und mit einer halben Packung Kakao drüber ist das fast nicht mehr aufgefallen. Schnell noch ein paar Augen (gekauft!) und Mikadostäbchen drauf und fertig war das Igel-Tier.

Die Igel-Backform ist nach der Feier direkt in den Müll gewandert. Notiz an mich selbst: für Tiere oder andere Kuchen, die eine bestimmte Form haben sollen, in Zukunft nur noch auf Silikon-Backformen zurück greifen.

Mach’s dir leicht:

Abgesehen vom Tier-Kuchen ist für euren Motto-Geburtstag alles erlaubt, was nicht zu viel Arbeit macht. Kauft hübsche Servietten, Motto-Teller und -Becher und thematisch passendes Futter. Wir hatten zum Beispiel Gummibärchen in Fuchs- und Froschform. Und von Leibnitz gibt es tatsächlich die Butterkeks-Waldtier-Edition mit Eulen, Schnecken, Füchsen und natürlich Igel. Weitere Deko findet ihr vielleicht sogar im Kinderzimmer: passende Lego-Tiere oder ein Lego-Bagger, der einen Schokoladen-Hügel bearbeitet (der Schokoladen-Hügel war ursprünglich ein missratener Igel).

Dazu gab es ein paar Fliegenpilzmuffins (die auf Pinterest übrigens deutlich besser ausgesehen haben, aber wenigstens sind die Kinder auf die Mini-Marshmallows abgefahren) und noch ein paar Tiere (diesmal aus einer Silikonbackform).

Ihr seht: man muss weder ein Backvirtuose noch ein geschickter Bastler sein, um ein nettes Kindergeburtstagsmotto auf den Tisch zu packen.

Wie macht ihr das am Geburtstag so?

 

 

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Bitte lest dieses Buch: Keine Kinder sind auch keine Lösung

Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, bei dessen Lektüre ich morgens um 6 Uhr in der Bahn auf dem Weg zu Arbeit aufspringen und mit der Faust in der Luft rufen wollte “Jawoll, genau so ist es! Endlich sagt es mal jemand!”

Nina Katrin Straßner alias Juramama hat mit „Keine Kinder sind auch keine Lösung“ ein Buch geschrieben, bei dem genau das passiert. Und zwar gerade jeden Morgen.

Hatte ich mir zunächst etwas nette Unterhaltung und ein vielleicht ein paar mehr oder weniger hilfreiche Tipps erhofft (die immer gleichen „Diese Fristen müssen Sie einhalten, wenn Sie Elternzeit anmelden“ usw.), halte ich nun das Buch in den Händen, das die Probleme einer ganzen Generation zusammenfasst: klug, kritisch und in keiner Sekunde langweilig befasst sich Nina mit eigentlich spröden Themen wie Vereinbarkeit, Rente und Gleichberechtigung und deckt dabei die Missstände in unserem System gnadenlos auf. 

Wer jetzt aber fürchtet, sich durch langatmige Gesetzestexte, feministische Parolen oder die altbekannten „Wir müssen mehr für unsere Familien-tun“-Rufe lesen zu müssen, der lasse sich eines besseren belehren: dieses Buch ist nicht nur scharfsinnig und emotional geschrieben, es ist gleichzeitig so schreiend komisch, dass ich – ebenfalls gerne morgens in der Bahn – des öfteren laut lachend auf dem Boden liege.

Endlich ist klar, warum die Diskussion „Regretting Motherhood“ in die falsche Richtung geht und warum es höchste Zeit ist, dass die Männer endlich auch ihre Fatherhood regretten.

Die Autorin schafft es nicht nur,  die Probleme, die in unserer Gesellschaft so diffus vor sich hindümplen, in treffende Worte zu fassen, sie liefert auch oft schon die Lösungen dazu.

Darum meine Bitte: lest dieses Buch. Vor allem, wenn ihr Eltern seid. Oder es gerne werden wollt. Oder wenn ihr es nicht werden wollt. Wenn ihr Arbeitnehmer seid. Oder Arbeitgeber. Oder Politiker. Vor allem, wenn ihr Politiker seid. Danke.

Ihr wollt das Buch gleich einsacken? Dann bitte hier entlang (Affiliate): Keine Kinder sind auch keine Lösung: Schützenhilfe von der Juramama

 

 

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Picknick für Stadtkinder: warum ich picknicken eher so mittel finde

Picknicken ist nicht so mein Ding. Versteht mich nicht falsch, bei schönem Wetter esse ich gerne im Freien – solange ich dabei auf einem Stuhl oder einer Bank sitzen kann. Ich bin nun mal ein Stadtkind. Das heißt, ich gehe im Sommer gerne in Biergärten, Kneipen und Restaurants, die draußen Sitzgelegenheiten und drinnen Toiletten haben. Eine Decke auf einer ungemähten Wiese auszubreiten finde ich dagegen eher so mittel. Auf dem Boden sitzen ist unbequem und mit der falschen Hose manchmal gar nicht so einfach. Außerdem habe ich im hohen Gras ständig das Gefühl, dass es überall kriecht und krabbelt und Ameisen, Zecken und andere Insekten verderben mir ruckzuck den Appetit. Ich sage es doch: ich bin ein echtes Stadtkind.

Kurzer Rückblick: Vor zwei Jahren saß ich bei Rekordhitze mit dickem Schwangerschaftsbauch auf meinem gefliesten Balkon, die Füße in einem Planschbecken und habe Unmengen Eis und Wassermelone gegessen. Ich konnte mir das Essen einfach aus der Küche holen (oder von meinem Mann bringen lassen), die Toilette war immer in Reichweite (hochschwanger sehr wichtig!) und ich lag gemütlich auf einem Liegestuhl (vom Boden wäre ich wahrscheinlich gar nicht mehr hochgekommen). Es gab also keine Notwendigkeit für ein Picknick in der freien Natur.

Jetzt ist der Sommer plötzlich anders: wir sind zu dritt und der Junge will bespaßt werden. Und er ist inzwischen groß genug, um Spielplätze und Freibäder unsicher zu machen. Das heißt für uns: wir müssen picknicken. Also habe ich mir eine Picknickdecke gekauft, mit beschichteter Unterseite und in fragwürdiger Farbe. Und Hosen, die bis zum Bauchnabel gehen (die braucht man als Neu-Mama übrigens ohnehin dringend, da man vor allem mit Baby die meiste Zeit des Tages auf dem Boden herumkrabbelt). Außerdem habe ich jetzt jede Menge Lunchboxen, die ich mit Broten, Keksen, Obst und allerlei Fingerfood füllen kann. Natürlich würde ich euch jetzt gerne erzählen, dass ich vor unserem Picknick immer lange in der Küche stehe und aufwändig kleine Leckereien zaubere, aber das wäre gelogen. Ehrlich gesagt bin ich froh, wenn ich die Picknicktasche gepackt habe, bevor der Junge komplett die Wohnung auseinander genommen hat oder sich in einem Trotzanfall auf dem Boden wälzt. Also sind wir im Moment mit Stullen, Keksen und Obstschnitzen sehr zufrieden.

Stullentechnisch kann ich aber auch ganz schön auffahren: ich liebe Sandwiches und wenn ich Zeit habe, mache ich gerne ausgefallene Varianten wie das vietnamesische Bánh mì, gedämpftes Gua Bao oder ein Laugenbrötchen mit Pulled Salmon. Auf meinem Blog gibt es eine ganze Menge Super-Stullen in der Reihe „World of Sandwiches“, im richtigen Leben gibt es zur Zeit aber meist Apfelschnitze und Dinkelsticks.

Jetzt bin ich also der Picknicker. Mit einer hässlichen Decke und Hosen, die bis zum Bauchnabel reichen. Mit Lunchboxen und Feuchttüchern für saubere Finger. Wir gehen auf Spielplätze und ins Freibad oder einfach so ins Grüne. Wir legen uns aufs Gras (vorher habe ich unauffällig Insektenschutz verteilt) und wir essen und trinken dort. Dem Jungen ist es herzlich egal, ob Dreck liegt oder Tiere herumkrabbeln und ich gewöhne mich an manches. Und Kinder machen einen ja auch irgendwie entspannter. Außerdem: wenn ich ehrlich bin, sind die Wiesen bei uns in Stadtnähe sowieso meistens gemäht und Toiletten gibt es auch immer irgendwo. Also alles halb so wild. Tief im Herzen bleibe ich aber wohl immer ein Stadtkind. Oder jetzt eben eine Stadtmama.

P.S. Dieser Text ist so ähnlich auch schon im „KochMAGchen“-Magazin der wunderbaren Kochmädchen erschienen, schaut mal rein.

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Naked Cake: Zitronenkuchen mit Himbeeren {Hochzeitstorte in the making}

Nächstes Wochenende darf ich die Hochzeitstorte für meine Schwägerin backen. Gewünscht ist ein Naked Cake ohne Nüsse, da der Bräutigam allergisch ist und ich habe mich für dieses feine Teil entschieden: ein saftiger Zitronenkuchen mit Frischkäsecreme und Himbeeren. Am Samstag wird das Ganze natürlich noch pompöser, größer, mehrstöckiger, mit schicker Kuchendeko. Und ich überlege, ob ich die Creme nicht noch ein bisschen aufmotzen soll. Heute gibt es für euch aber erst einmal das Rezept für die Mini-Version, die ihr auch sonntags schnell auf den Tisch stellen könnt. Das Rezept für den Zitronenkuchen stammt übringens von der wunderbaren Cynthia Barcomi – ihre Rezepte haben eine Gelinggarantie 🙂

 

Zutaten für einen Kuchen mit 18 cm Durchmesser:

Für den Kuchen:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Stärke
  • 300 g Zucker
  • 1,5 TL Backpulver
  • eine Prise Salz
  • 2 EL Zitronenabrieb von einer Bio-Zitrone
  • 300 g weiche Butter
  • 90 ml Milch
  • 6 Eier, leicht verschlagen
  • 3 TL Vanilleextrakt

Nach dem Backen:

  • 65 ml Zitronensaft + 75 g Zucker für den Sirup

Für die Creme:

  • 400 g Doppelrahmfrischkäse
  • 80 g Puderzucker
  • 250 ml Schlagsahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • Mark einer Vanilleschote
  • 2 TL Zitronensaft
  • eine Schale Himbeeren

 

Zubereitung:

  1. Ofen auf 190°C vorheizen und die Backform mit Backpapier auskleiden oder einfetten.
  2. Für den Teig Milch, Eier und Vanilleextrakt verrühren.
  3. Mehl, Stärke, Zucker, Salz, Backpulver und Zitronenabrieb vermischen.
  4. Die weiche Butter in kleine Stücke schneiden und zur Mehlmischung geben.
  5. Dann mit dem Rührgerät die Hälfte der Eiermischung für eine Minute unterrühren. Den Rest der Eiermischung in 2 Portionen dazugeben und jeweils 15 Sekunden rühren.
  6. Teig in die Backform füllen.
  7. Etwa 50 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).
  8. Währenddessen Zucker und Zitronensaft auf dem Herd erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nach dem Auskühlen wird der Kuchen mit einem Zahnstocher durchlöchert und mit dem Sirup bepinselt.
  9. Für die Creme Vanillemark, Frischkäse, Zitronensaft und Puderzucker mit dem Rührgerät auf kleiner Stufe ca. 2 Minuten aufschlagen. Sahne mit Sahnesteif steifschlagen und unter die Creme heben.
  10. Den ausgekühlten Kuchenboden mit einem Messer durchschneiden und einen Teil der Creme zwischen den Böden verteilen.
  11. Die Böden aufeinander setzen und den Kuchen mit der restlichen Creme bestreichen.
  12. Mit den Himbeeren garnieren.

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Sommerferien-Bucket-List

21 Ideen für diesen Sommer

Habt ihr noch Sommerferien? Ich bin mit diesem Post ein bisschen spät dran, aber das ist ok – bei uns in Baden-Württemberg dauern die Sommerferien schließlich bis Mitte September.

Wir verreisen erst im Herbst wieder und damit Zuhause keine Langeweile aufkommt, haben wir uns einiges vorgenommen. Meine 21 To-dos für diesen Sommer findet ihr hier:

P.S: Das könnt ihr übrigens auch noch machen, wenn die Sommerferien schon rum sind 😉

 

 

Was habt ihr diesen Sommer gemacht?

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Fliegen mit Baby oder Kleinkind: 7 Tipps für das Handgepäck

Als ich zum ersten Mal mit dem Jungen in den Urlaub geflogen bin, war er 8 Monate alt. Ganz ehrlich: ich wäre wirklich gerne eine von diesen lässigen Müttern, die mit einem Säugling gut gelaunt und hübsch frisiert in den Flieger steigen und dann tiefenentspannt im Urlaub ankommen. Leider bin ich schon von Natur aus eher unentspannt und so war ich bei unserem ersten Flug schon beim Einsteigen nassgeschwitzt vor Aufregung. Man bedenke: Der Mann und ich sind Flugprofis, auch bei Langstreckenflügen. Unglaublich, wie einen so ein Flug nach Mallorca plötzlich nervös machen kann, weil man ein Baby auf dem Schoss hat.

Inzwischen sind wir mit dem Jungen schon öfter geflogen und jetzt auch deutlich gelassener an Bord. Übung macht den Meister. Und: eine gute Vorbereitung entspannt deutlich! Deshalb stelle ich euch heute meine Topptipps für einen entspannten Flug mit Baby und Kleinkind vor.

1) Nur EINE Tasche für alles, was ihr an Bord braucht

Wenn zwei Elternteile mit Baby fliegen, dürft ihr drei Handgepäckstücke mit ins Flugzeug nehmen (1x Mama, 1x Papa, 1x Kind) – bitte kommt nicht auf die Idee, für jeden eine eigene Tasche zu packen. Dann müsst ihr drei Taschen organisieren und jeder muss sein Zeug aus seiner eigenen Tasche rausfummeln. Besser: Packt nur eine Tasche mit allem, was ihr an Bord braucht (Snacks, Spielsachen, Schnuller, Trinkflasche, etc). Die anderen beiden Handgepäckstücke befüllt ihr mit Sachen, die erst vor Ort benötigt und verstaut sie im Gepäckfach.

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Willkommen in meinem neuen Heim

Ihr Lieben, kommt rein, setzt euch, nehmt euch ’nen Keks. Herzlich willkommen in meinem neuen Zuhause: Reihe 11 – Food, Family & Friends.

Huch, was ist denn aus „Like a piece of New York Cheesecake geworden“? Hier sieht ja alles ganz anders aus!

Ja, und das ist auch so gewollt. 5 Jahre habe ich auf www.newyorkcheesecake.de hauptsächlich Rezepte verbloggt, aber irgendwann war ich am Ende der Fahnenstange. Ich hatte wirklich, wirklich genug von Kuchen. Dafür aber einen ganzen Sack voll neuer Ideen. Es stellte sich also die Frage: wo soll es hingehen? Soll ich mein Blog-Konzept ändern? Aber wie passen Nicht-Kuchen-Themen zu einem Cheesecake-Blog? Machen wir uns nix vor: es passt gar nicht.

Warum hat sich überhaupt so viel verändert?

Vor zwei Jahren kam mein Sohn auf die Welt und obwohl ich es vorher nicht so recht wahrhaben wollte, hat sich dadurch doch verdammt viel verändert. Oder wie John C. Parkin sagt: “Kinder zu haben ist eine unglaubliche Perspektivenmaschine. Die Dinge, die Ihnen zuvor wichtig waren, werden demütig auf die Knie fallen und um Verzeihung bittend zur Tür hinausschlurfen, wenn Sie die überwältigende Bedeutung dieser Neuankömmlinge erkennen”.

Soll das hier jetzt also ein Mama-Blog werden?

Ich beschäftige mich heute immer noch gerne und viel mit dem Thema Essen, aber statt aufwändige Kuchen, raffinierte Snacks und ausgefallene Gerichte zu zaubern, geht es mir heute mehr um Rezepte, die Kinder glücklich machen (und Erwachsenen trotzdem schmecken). Es geht um Kindergeburtstagstorten für Muttis, die keine Lust haben, vier Stunden Zirkustiere aus Fondant zu kneten. Es geht um Kuchen für den Kita-Basar, bei dem man schummeln kann und der was hermacht, obwohl man ihn auf den allerletzten Drücker gebacken hat.

Aber Essen ist nicht alles. Und Kinder auch nicht. Es geht hier auch um Rabenmütter wie mich, die keine Lust haben, den ganzen Tag in der Bastelecke zu sitzen, sondern gerne arbeiten gehen. Es geht um Dinge, die man ohne Kind gerne tut, wie abends mit Freunden ein Bier trinken, auf ein Barcamp fahren oder mit dem Mann übers Wochenende nach Paris abhauen. Es geht auch um Notfallpläne und Vereinbarung von Job, Kita, Verwandtschaft, Freunden und den ständigen Spagat, weil man nicht alles gleichzeitig schafft und sich Vorwürfe macht – bis man dann abends in einen Berg schmutziger Wäsche sitzt und trotzdem überglücklich ist, weil sich das Kind glucksend vor Lachen darunter versteckt hat.

Nachdem ich vor gut 6 Monaten meinen letzten Post “Warum mich das Bloggen gerade tierisch nervt” verfasst habe, hat mich mein Blog trotzdem nicht los gelassen. Ich will weiter bloggen. Ich brauchte nur eine neue Richtung.

Und jetzt habe ich sie gefunden. Ich präsentiere euch mein neues virtuelles Zuhause: Reihe 11 – Food, Family & Friends. Die 11 ist eine wichtige Zahl bei uns daheim und die Reihe 11 ist mein bequemer Platz in der Mitte, mit etwas Abstand zu den Spektakeln auf der Bühne, aber mit einen guten Blick nach vorn.

Was findet ihr hier in Zukunft? Meine Herzensthemen Food, Family & Friends, aber wahrscheinlich gibt es hier in Zukunft weniger Hochglanzrezepte und dafür mehr Geschichten aus dem Leben.

Das ist der Plan:

  • Geschichten über Familie, über Vereinbarkeit und über die Frage, warum es wichtig ist, dass man zusammen Dinge macht die allen Spaß machen und nicht nur den Kindern
  • Rabenmutter-Geschichten über Dinge, die ich auch ohne Kind toll finde
  • Berichte und Tipps zum Thema Ausflüge und Reisen mit Kind
  • Mach’s dir leicht: Listen mit Tipps und Tricks für Rabenmütter und die, die es sich gerne leicht machen
  • Familienrezepte, die Kinder glücklich machen und Erwachsenen trotzdem schmecken
  • Angeber-Rezept für vielbeschäftige Muttis: gehen supereinfach und schnell und macht trotzdem mordsmäßig was her
  • Kita-Kochbuch: Wie kriege ich gleich eine ganze Meute Kinder gleichzeitig satt und zufrieden?

Das ist im Moment der Plan. Ob es klappt? Ich habe keine Ahnung. Kommt ihr trotzdem mit? Ich würde mich freuen!

Dann setzt euch dazu, nehmt euch noch einen Keks und lasst uns einfach mal gemütlich quatschen. Ich bin selbst gespannt, wo die Reise hin geht.

Alles Liebe, Carina

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Warum mich das Bloggen gerade tierisch nervt

Freunde, jetzt ist es raus: das Bloggen geht mir gerade ziemlich auf den Senkel. Seit fast 5 Jahren wächst dieses Blog-Baby. Und jetzt ist irgendwie die Luft raus.

Warum nervt mich das Bloggen?

1. Klar: Aufwand, Platz, Kosten
Für alle, die nicht selbst einen Blog haben, kann ich nochmal kurz anreisen, warum ein Foodblog mehr Arbeit macht, als in der Küche zu stehen und zu kochen.
Voraussetzung für die Blogposts sind natürlich Spaß am Kochen und Backen und am Rezepte testen und kreieren. Aber ein Foodblog lebt natürlich auch von schicken Fotos. Meine ersten Foodfotos waren wirklich gruselig. Glaubt ihr nicht? Schaut mal hier.
In den letzten Jahren habe ich viel gelernt, Workshops besucht, mir einen tolle Kamera (meine Nikon ist mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen) zugelegt und vor allem mein Objektiv mit Festbrennweite macht mir Freude (Kosten!* siehe auch unten). 
Aber eine gute Kamera macht eben noch kein gutes Foto und für einen ordentlichen Foodblog-Post muss das Essen natürlich schick angerichtet werden. So. Habt ihr eine Ahnung, wie viele „Foodprobs“ ich habe? Neben den vielen Küchengeräten und zig Backformen habe ich unzählige Schüsselchen, kleine Teller, Schälchen und Kännchen, besondere Brettchen, Körbchen und Platten aller Art. Auf einem Foodfotografie-Workshop wurde mir geraten, auf Flohmärkten nach alten Türen (!) zu suchen und die zu zersägen, damit ich ganz besondere Holzuntergründe schaffen kann (ihr glaubt nicht, wie der Mann mich angeschaut hat, als ich ihm das vorgeschlagen habe…). Dazu kommen Tageslichtlampen, Reflektoren und Kamerastative (ich bin bisher ohne letzten drei Dinge ausgekommen und erwähne das nur der Vollständigkeit halber, denn ein Foodblogger, der was auf sich hält, muss ja ausrüstungstechnisch up to date sein).
Ich wohne übrigens in einer 3-Zimmer-Wohnung mit meinem Mann und dem Mini-Cheesecake und – nennen wir das Kind doch einfach mal beim Namen – die Schränke voller Geschirr kotzen mich inzwischen echt an (Platz!).

Nachdem ich nun das „Foto-Set“ (Tellerchen, Schälchen, besonderer Hintergrund etc.) aufgebaut und wirklich jede Menge Fotos gemacht habe, werden die Bilder gesichtet und aussortiert und anschließend nochmals überarbeitet. Photoshop oder ähnliche Profiprogramme sind mir echt zu aufwendig für den Blog, da muss es ein kostenloses Programm wie Picasa auch tun. Trotzdem: auch Bildbearbeitung kostet Zeit. Schnell noch Texten und ein Foto einstellen und dann ist der Blogpost fertig, oder?

Nein, denn dazu kommt dann noch die Pflege der Social-Media Kanäle, aktuell Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest – Asche auf mein Haupt, ich habe es noch nicht geschafft, mich bei Snapchat anzumelden. Trotz der vielen coolen Geschichten, die man davon hört, bricht mir der Schweiß aus bei der Vorstellung, mich um einen weiteren Kanal kümmern zu müssen.
Auch der Blog muss ordentlich gepflegt werden, Kommentare moderiert, E-Mails beantwortet… Oh, es gibt schon wieder eine neue rechtliche Verordnung über das korrekte Impressum? Und ein Leser meldet, dass mein Blog-Titel bei Google vor dem Blog-Post erscheint – ich habe wohl meine SEO-Hausaufgaben nicht gemacht.
Dazu kommen noch die Kooperationsanfragen und Verhandlungen mit Unternehmen (mehr dazu gleich unter Punkt 2).
Kein Wunder, dass ich neben meinem Vollzeitjob früher oft das ganze Wochenende mit dem Blog beschäftigt war (Aufwand!)
Jetzt bin ich Mama. Und wenn ich ganz ehrlich bin, gibt es in meinem Leben gerade einfach Wichtigeres als Käsekuchen.
* Wie viel Arbeitszeit wirklich in einen Blog steckt und was das eigentlich zu kostet, könnt ihr in diesem Artikel von gourmetguerilla nachlesen.
2. Die gezwungene Professionalisierung 
Bloggen hat als harmloses Hobby angefangen und wurde irgendwann zu einem Geschäft. Bei Bloggertreffen war ich schnell verunsichert, weil doch alle schon so super-professionell waren. Wie, du hast kein Media-Kit? Aber auf welcher Grundlage verhandelst du dann dein Preis?
Versteht mich nicht falsch, ich finde es gut, dass auch jungen Bloggern bewusst gemacht wird, wie wertvoll ihre Arbeit für Unternehmen ist und sie sich deshalb nicht unter Wert verkaufen sollen (bitte nochmal daran denken, wie viel Arbeitszeit und Fixkosten in einem Blog stecken)! Und für viele Freiberufler ist der Blog selbstverständlich eine wichtige Einnahmequelle.
Aber für mich persönlich ist das eher anstrengend. Eben war es noch ein Hobby, hatte ich plötzlich Deadlines und einen Steuerberater. Ich habe ziemlich schnell für mich entschieden, Kooperationen fast grundsätzlich abzulehnen. Mir ist der Aufwand, mit meinem Blog Geld zu verdienen, einfach zu groß. Wenn ich für etwas Geld verlange, habe ich einen großen Anspruch an mich selbst, auch ein perfektes Ergebnis abzuliefern. Und ich wollte doch eigentlich nur hin und wieder ein hübsches Rezept posten.
3. Die Hochglanz-Accounts, die uns unter Druck setzen
Schlimmer als diese Professionalisierung (gegen die ich mich bewusst entschieden habe), sind die vielen Hochglanz-Accounts z.B. auf Instagram, die uns gewaltig unter Druck setzen wollen. Hier geht es nicht mehr nur darum, ob ich diese Woche schon ein Rezept verbloggt habe. Nein, es wird schlimmer. Seit der Mini-Cheesecake auf der Welt ist, folge ich unter anderem auch vielen Mama-Accounts. #instamamagangs (oder wie sie immer heißen) zeigen Fotos aus ihrem Leben mit Kindern, die jedem Hochglanzmagazin Konkurrenz machen könnten. Da stehen frische Blumen auf einem Vintagetisch (den sie vermutlich selbst lackiert haben – DIY, ihr wisst Bescheid), das dampfende Latte Macchiato-Glas daneben (oder vielleicht ein selbstgemischter Kräutertee?) und alles ist blitzeblank. Die Mamis im Sportdress oder in hübschen Klamotten, die Strähnchen sind frisch gefärbt, die Haare locker und trotzdem stylisch zusammengebunden, die Babys im schicken Tragetuch.

Reden wir doch mal Klartext: für DIY hatte ich schon immer eher zwei linke Hände und meine IKEA-Möbel sind nicht selbst lackiert. Seit der Mini-Cheesecake auf der Welt ist, sind die fehlenden frischen Blumen das kleinste Problem in meiner Wohnung. Zwischen Spielzeug, Plastikgeschirr und Wäschebergen versuche ich irgendwie, einigermaßen Ordnung zu halten und bitte Besuch trotzdem, sich mindestens 1 Stunde (besser: 1-2 Tage vorher anzukündigen), damit die Bude wenigstens halbwegs vorzeigbar ist. Es gibt Kaffee und Fertigkuchen. Und was glaubt ihr, wann ich das letzte Mal das gute Geschirr ausgepackt habe? Da schließt sich der Kreis mit dem Geschirrschrank voller unnützer Schälchen, Tellerchen, Kännchen usw.

Instagram hat also irgendwie seinen Reiz verloren (an Twitter kann ich mich dafür gerade sehr erfreuen).
4. Und die wirklich wunderbaren Blogs, mit denen ich nicht mithalten kann (und auch nicht muss)
Ihr Lieben, ich sage das ganz neidlos: es gibt viele, viele wunderbare Blogs, denen ich niemals das Wasser reichen kann. Zum Beispiel die liebe Natalie mit ihrem Blog Holunderweg 18 oder Rebecca von Baby Rock my Day, die selbst zwei Kinder hat und nebenbei diesen schönen Blog betreibt. Oder Julia von Kochliebe, die wie es mir scheint, noch mehr bloggt, seit ihr Zwerg auf der Welt ist und so ganz lässig beweist, dass Baby und Bloggen sich nicht ausschließen. Ihr macht das alle ganz wunderbar und ich muss endlich damit aufhören, euch nacheifern zu wollen.

Ich lese immer mehr Blogs (ja, jetzt auch sehr viele Eltern-Blogs) mit lustigen, lehrreichen, bedeutungsvollen Geschichten. Und plötzlich kommt mir mein Käsekuchen wieder so unwichtig vor.

5. Das Kochen und Backen an sich
Ich stehe immer noch gerne in der Küche. Aber jetzt ist es anders. Ich stöbere nicht stundenlang in Kochbüchern und überlege, was ich am Wochenende Schönes ausprobieren kann. Der Mini-Cheesecake möchte essen – nur eben nichts Verrücktes. Da gibt es Nudeln, Pfannkuchen, etwas Gemüse, wenn man es geschickt verpackt, Spätzle, Schnupfnudeln oder Waffeln. Kein Banh mi oder Gua bao (ich vermisse es!), nichts wird getrüffelt oder filetiert. Kein raffiniertes Gewürz.

Und was ist mit Kuchen? Sagen wir es doch ehrlich: gebacken wird nur noch an Feiertagen. Aber inzwischen kenne ich jede Menge Tricks, wie man ein einfaches Rezept mit wenig Aufwand ordentlich aufmotzen kann. So wird aus einem normalen New York Cheesecake schnell das Strand-und-Meer-und-Fische?-Modell und alle finden es ganz klasse. Angeber-Rezepte für vielbeschäftigte Muttis nenne ich sowas.

Meine kulinarischen Highlights sind Sushi to go, Pizza im Bett, Brunch wenn der Mini-Cheesecake bei den Großeltern ist oder wenn wir Essen beim Lieblingsvietnamesen holen und es auf dem Balkon essen, wenn der Mini-Cheesecake schläft.

Wie geht es nun weiter?

Ich habe nicht gesagt, dass ich mit dem Bloggen aufhöre. Ich habe nur gesagt, dass es mich gerade ziemlich nervt. Vielleicht brauche ich eine neue Richtung. Vielleicht packt es mich aber auch in Kürze wieder, der Mini-Cheesecake will plötzlich jeden Tag Gua bao und jeden Sonntag probiere ich ein neues Kuchenrezept, dass ich verbloggen kann. Vielleicht bleibe ich aber auch dabei, hier einfach alle Jubeljahre ein „Angeber-Rezept für vielbeschäftige Muttis“ zu posten (geht supereinfach und schnell und macht trotzdem mordsmäßig was her). Vielleicht wäre das ja auch ein passender neuer Blogname? Als Untertitel „Wie ich 30 Kita-Kinder mit unterschiedlichen Vorlieben ohne viel Aufwand satt und zufrieden kriege“.

Wir werden sehen.
Bis dahin verbringe ich meine freie Zeit mit dem Mini-Cheesecake. Denn das ist mir gerade viel wichtiger als Käsekuchen.

Wir bleiben in Kontakt.

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