Herbst-Bucket-List – Was mach‘ ich mit Kindern den lieben langen Tag?

Vor uns liegt ein laaanges Wochenende. Am Dienstag und Mittwoch ist in Baden-Württemberg Feiertag und am Montag hat die Kita Brückentag. Wir haben jetzt also 5 Tage Familienzeit. Das ist wirklich ganz super. Und es macht mir ein kleines bisschen Angst. Denn es ist November und die Wetteraussichten sind eher so mittel. Als der Junge noch nicht auf der Welt war, hat man ein langes Wochenende mit schlechtem Wetter ja auch gerne mal mit Netflix auf der Couch verbracht (eins mit schönem Wetter übrigens auch, aber verratet es keinem *hüstel). Aber den ganzen Tag fernsehen ist jetzt natürlich raus.

„Mit Kindern muss man auch bei schlechtem Wetter vor die Tür“, höre ich die anderen Mamis schon vorwurfsvoll sagen und ja, das stimmt ja auch. Aber bei Regen sind unsere Ausflüge nach draußen doch eher kürzer angesetzt. Grund genug also, dass ich jetzt (= Samstag Morgen, 6.48 Uhr, Mann und Sohn schlafen noch) kurz ein Brainstorming mache, was dieses Wochenende so anstehen könnte (und am besten gleich eine Liste mit Ideen für weitere verregnete Herbstwochenende anlege).

Meine Ideen für dieses Wochenende: wir backen zusammen Kekse, gehen ins Hallenbad oder ins Naturkundemuseum und in den Zoo. Für Zuhause haben wir außerdem ein neues Memory, Büchernachschub aus der Bücherei und Stempelstifte. Und Knete ist bei uns gerade ganz hoch im Kurs. Das klingt doch schon echt vielversprechend. Und ich bin auch ganz klar gegen zu viel Programm, weil ein Wochenende auch nicht in Stress ausarten soll und Zeit für Freispiel ist ja sowieso immer 😉

Dann liegt hier auch noch eine Freikarte für den Zirkus. Ich muss aber sagen: Ich.hasse.Zirkus. Ganz in echt. Die schreckliche Tierhaltung, die peinlichen Clowns, Kinder, die statt in die Schule zu gehen, als Artisten übers Land ziehen… Belehrt mich gern eines besseren, aber ich habe schon lange eine Abneigung gegen dieses Konzept. Der Junge würde Zirkus aber bestimmt ganz klasse finden. Seit unserem letzten Urlaub, in dem zwei Clowns die Kinderanimation gemacht haben, ist er – sehr zu unserem Leid – furchtbar fasziniert von diesen mir unheimlichen Geschöpfen.  Der Zirkusbesuch steht hier also mit Fragezeichen. Aber ich mach‘ ja manchmal gern auch Sachen, die ich blöd finde, um mich entweder eines Besseren belehren zu lassen oder um nachher sicher zu sein, dass ich es wirklich kacke finde.

Zumindest haben wir für ein langes Regenwochenende einiges auf der Liste. Schnell aufschreiben und für die kommenden Wochenenden merken.

 

Was macht ihr so im Herbst?

 

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Kindergeburtstagsdeko: Waldtiere {Mach’s dir leicht}

Versteht mich nicht falsch: wenn ihr Freude daran habt, in liebevoller Handarbeit eine Zirkusmanege aus Fondant zu kneten und die thematisch passenden Einladungen für den Kindergeburtstag von Hand zu bemalen, finde ich das prima. Nur ich bin da leider raus. Ich habe zwei linke Hände, wenn es um filigrane Bastelarbeiten geht und außerdem habe ich auf sowas schlicht und ergreifend keine Lust.

Trotzdem finde ich ein Party- und Tischdeko-Motto für einen Kindergeburtstag ganz super. Gern auch schon für Babys. Natürlich haben die ganz Kleinen noch nix vom Motto, aber bei uns gibt es jedes Jahr ein Foto vom Geburtstagstisch und so kann sich der Junge auch noch drüber freuen, wenn er größer ist.

Zum 1. Geburtstag hatten wir ein Motto mit Meerestieren, in diesem Jahr gab es einen Waldgeburtstag, Ehrengast war der Igel. Der Junge ist in der Kita nämlich der Igel (für die, die das noch kennen: jedes Kind ist in der Kita einem Tier zugeordnet, die Tiere hängen dann an der Garderobe, an den Trinkbechern usw.) Und da der Junge genau weiß, dass er der Igel ist, kann er mit diesem Motto schon ganz gut was anfangen und hat sich sehr darüber gefreut.

Jetzt gibt es ja auf Pinterest unzählige superschöne Kindergeburtstagsideen. Tolle Motivtorten und hübsche Basteleien. Leider bin ich Experte auf dem Gebiet „Pinterest Fail“: ein (vermeintlich) einfaches Rezept – und das Ergebnis hat dann so rein gar nix mit dem hübschen Pinterest-Bild gemeinsam. Deshalb mache ich es mir leicht, lasse aufwändig verzierte Kuchenträume links liegen und setze lieber auf Schummel-Werkzeug wie gekaufte Backformen. Aber auch das kann ganz schön in die Hose gehen…

Wie man es sich unnötig schwer macht:

Für den Igel-Kuchen hatte ich extra eine Form gekauft. Easy, dachte ich, machste bisschen Teig rein und raus kommt ein Igel. Pustekuchen. Die Igel-Form aus Metall war so störrisch wie befürchtet. Insgesamt 4 Anläufe habe ich gebraucht, um den Igel wenigstens an einem Stück aus der Form zu bekommen (ja, Trennspray habe ich natürlich verwendet, ja, ich habe sogar verschiedene Kuchenrezepte ausprobiert – die Form war trotzdem Mist).

Egal, nach 4 Runden hatte ich einen Igel, der nur ein bisschen zerbrochen war und mit einer halben Packung Kakao drüber ist das fast nicht mehr aufgefallen. Schnell noch ein paar Augen (gekauft!) und Mikadostäbchen drauf und fertig war das Igel-Tier.

Die Igel-Backform ist nach der Feier direkt in den Müll gewandert. Notiz an mich selbst: für Tiere oder andere Kuchen, die eine bestimmte Form haben sollen, in Zukunft nur noch auf Silikon-Backformen zurück greifen.

Mach’s dir leicht:

Abgesehen vom Tier-Kuchen ist für euren Motto-Geburtstag alles erlaubt, was nicht zu viel Arbeit macht. Kauft hübsche Servietten, Motto-Teller und -Becher und thematisch passendes Futter. Wir hatten zum Beispiel Gummibärchen in Fuchs- und Froschform. Und von Leibnitz gibt es tatsächlich die Butterkeks-Waldtier-Edition mit Eulen, Schnecken, Füchsen und natürlich Igel. Weitere Deko findet ihr vielleicht sogar im Kinderzimmer: passende Lego-Tiere oder ein Lego-Bagger, der einen Schokoladen-Hügel bearbeitet (der Schokoladen-Hügel war ursprünglich ein missratener Igel).

Dazu gab es ein paar Fliegenpilzmuffins (die auf Pinterest übrigens deutlich besser ausgesehen haben, aber wenigstens sind die Kinder auf die Mini-Marshmallows abgefahren) und noch ein paar Tiere (diesmal aus einer Silikonbackform).

Ihr seht: man muss weder ein Backvirtuose noch ein geschickter Bastler sein, um ein nettes Kindergeburtstagsmotto auf den Tisch zu packen.

Wie macht ihr das am Geburtstag so?

 

 

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Bitte lest dieses Buch: Keine Kinder sind auch keine Lösung

Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, bei dessen Lektüre ich morgens um 6 Uhr in der Bahn auf dem Weg zu Arbeit aufspringen und mit der Faust in der Luft rufen wollte “Jawoll, genau so ist es! Endlich sagt es mal jemand!”

Nina Katrin Straßner alias Juramama hat mit „Keine Kinder sind auch keine Lösung“ ein Buch geschrieben, bei dem genau das passiert. Und zwar gerade jeden Morgen.

Hatte ich mir zunächst etwas nette Unterhaltung und ein vielleicht ein paar mehr oder weniger hilfreiche Tipps erhofft (die immer gleichen „Diese Fristen müssen Sie einhalten, wenn Sie Elternzeit anmelden“ usw.), halte ich nun das Buch in den Händen, das die Probleme einer ganzen Generation zusammenfasst: klug, kritisch und in keiner Sekunde langweilig befasst sich Nina mit eigentlich spröden Themen wie Vereinbarkeit, Rente und Gleichberechtigung und deckt dabei die Missstände in unserem System gnadenlos auf. 

Wer jetzt aber fürchtet, sich durch langatmige Gesetzestexte, feministische Parolen oder die altbekannten „Wir müssen mehr für unsere Familien-tun“-Rufe lesen zu müssen, der lasse sich eines besseren belehren: dieses Buch ist nicht nur scharfsinnig und emotional geschrieben, es ist gleichzeitig so schreiend komisch, dass ich – ebenfalls gerne morgens in der Bahn – des öfteren laut lachend auf dem Boden liege.

Endlich ist klar, warum die Diskussion „Regretting Motherhood“ in die falsche Richtung geht und warum es höchste Zeit ist, dass die Männer endlich auch ihre Fatherhood regretten.

Die Autorin schafft es nicht nur,  die Probleme, die in unserer Gesellschaft so diffus vor sich hindümplen, in treffende Worte zu fassen, sie liefert auch oft schon die Lösungen dazu.

Darum meine Bitte: lest dieses Buch. Vor allem, wenn ihr Eltern seid. Oder es gerne werden wollt. Oder wenn ihr es nicht werden wollt. Wenn ihr Arbeitnehmer seid. Oder Arbeitgeber. Oder Politiker. Vor allem, wenn ihr Politiker seid. Danke.

Ihr wollt das Buch gleich einsacken? Dann bitte hier entlang (Affiliate): Keine Kinder sind auch keine Lösung: Schützenhilfe von der Juramama

 

 

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