Say Cheese Teil 5: Maronen-Cheesecake auf Brownie-Boden

Okay, ich muss zugeben, ihr habt euch bisher wirklich tapfer durch diese hochkalorische New York Cheesecake-Themenwoche gekämpft!

Himbeerpüree und Saure Sahne am Montag, Brownies am Dienstag, Schoko-Espresso am Mittwoch und gestern dieser unglaubliche Chocolate-Caramel-Oreo-Cheesecake

Ihr denkt, ihr habt schon vom Anschauen zugenommen? Wir haben alle Kuchen für euch getestet! Und für dieses Opfer erwarten wir nun noch etwas Durchhaltevermögen von euch. Aber keine Sorge:

Das Beste kommt zum Schluss.

Warum? Erstens gibt’s am Wochenende noch was zu gewinnen (schaut am Samstag mal vorbei…). Und zweitens habe ich nach den gefühlten 100 Cheesecakes, die während der Vorbereitung auf dieses Event gezaubert wurden, meinen persönlichen Favoriten bis zum Schluss aufgehoben.

Ich präsentiere voller Stolz Cynthia Barcomi’s Maronen-New York Cheesecake auf Brownie-Boden.

Diese unglaubliche Kombination hat alles, was man sich wünscht! Schokolade, Nüsse, Cream cheese und einen Hauch Extravaganz. Ich bin verliebt.

Zutaten (für 23 cm Durchmesser):

Boden:
200 g Zartbitter Schokolade
150 g Zucker
75 g Butter
2 Eier, leicht verschlagen
105 g Mehl
¼ TL Salz
¼ TL Natron

Füllung:
3 Eier
150 g Zucker
eine Prise Salz
525 g Frischkäse

Masse 1:
 150 g Edelbitter Schokolade, geschmolzen

Masse 2:
200 g Esskastanien, gekocht & mit 35 g Zucker fein gemahlen (in der Küchenmaschine zerkleinert)

Zubereitung:

Ofen auf 170°C vorheizen und Springform leicht fetten. Die zerbröckelte Schokolade mit der Butter und dem Zucker im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Nach dem Erkalten (!) die Eier hinzufügen (nicht vorher, sonst werden die Brownies hart!)

Mehl, Salz und Natron mischen und zu der abgekühlten Schokoladen-Mischung geben und leicht verrühren. Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und gleichmäßig verteilen. 18 Minuten backen und in der Form (!) auf einem Gitter abkühlen lassen. Anschließend für das Wasserbad abdichten indem man zwei Bahnen Alufolie kreuzweise von außen um die Form wickelt.

Für die Füllung Edelbitter-Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die gekochten Esskastanien mit dem Zucker fein mahlen und zur Seite stellen.

Mit einem Handmixer Eier und Zucker aufschlagen. Eine Prise Salz dazugeben und gut verrühren. Den Frischkäse zugeben und etwa weitere 2 Minuten schlagen bis alles gut vermischt ist. Die Hälfte des Masse in eine große Schüssel umfüllen und mit einem Gummispachtel die geschmolzene Edelbitter Schokolade unterrühren. In der anderen Schüssel die fein gemahlenen Esskastanien unterheben.

Die Schokoladen-Füllung gleichmäßig über den vorbereiteten Brownie-Boden verteilen, gefolgt von der Esskastanien Masse. Die Tortenform auf ein Backblech stellen und mit etwa 1cm heißem Wasser aufhießen. In den vorgeheizten Backofen schieben und insgesamt 45 Minuten stocken lassen. Während dieser Zeit eventuell etwas Wasser nachgießen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen. Dann mit einem dünnen Messer am Rand entlang fahren, um ein Aufreißen des Kuchens zu verhindern.

Den Kuchen mehrere Stunden abkühlen lassen, bis er Zummertemperatur erreicht hat. Dann erst für mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank stellen. Stellen Sie den Kuchen keinesfalls sofort nach dem Backen in den Kühlschrank, andernfalls weicht der Boden durch.

Das Rezept von Cynthia Barcomi wurde bei Zalando veröffentlicht.

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Say Cheese Teil 3: Chocolate Espresso Cheesecake

Und, könnt ihr noch? Nachdem Rebecca gestern fabelhafte Cheesecake-Brownies präsentiert hat, wird es am 3. Tag der New York Cheesecake-Woche noch mal besonders fies. Ich präsentiere euch einen New York Cheesecake für Schokoholics und Kaffeeliebhaber, der euch garantiert alle Sorgen vergessen lässt. Mein Tipp: Gummizughose an und losschlemmen.

Das Original-Rezept gibt es auch hier:
Cynthia Barcomi’s Backbuch

Zutaten (für eine 26cm-Springform)*: 




Boden:
90 g Zwieback, fein gemahlen
75 g Mandeln, geröstet und fein gemahlen
60 g flüssige Butter
2 TL Kakao
75 g Zartbitterschokolade

Füllung**:
200 ml Sahne
3 EL fein gemahlener Espresso
3 EL Kakao
eine Prise Salz
470 g Zartbitterschokolade, in Stücke gebrochen
165 ml Sahne (ja, richtig gelesen, zweimal Sahne)
80 ml Amaretto
870 g Doppelrahmfrischkäse
200 g Zucker
4 Eier
Schwarzes Johannisbeergelee

* nicht wundern, der Kuchen auf dem Bild hat nur 18 cm Durchmesser –  man kann das Rezept nach Belieben umrechnen. Bitte beachtet hierbei aber den zweiten Hinweis.

**auch bei diesem Kuchen gilt: wenn ich mich an die Mengenangaben von Cynthia Barcomi halte, habe ich einen ordentlichen Teil der Füllung übrig. Je nachdem wie “mächtig” ihr den Kuchen haben wollt, reichen meiner Meinung auch zwei Drittel der Füllung. Ich gebe euch die Mengenangaben trotzdem im Original an – und ihr entscheidet am besten selbst.

Zubereitung:

Boden:
Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Springform leicht fetten. Alle Zutaten außer der Schokolade vermischen und auf dem Boden der Springform andrücken. 9 Minuten backen und abkühlen lassen. Währenddessen die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Sobald der Boden abgekühlt ist, die geschmolzene Schokolade darauf verteilen. Die Schokolade verhindert, dass der Boden später durchweicht.

Wieder abkühlen lassen und die Springform kreuzweise mit Alufolie umwicklen, damit sie gut abgedichtet ist.

Füllung:

Ofen auf 180°C vorheizen.

In einem großen Topf 200 ml Sahne, Espresso, Kakao und Salz zum Kochen bringen. Die zerbrochene Schokolade nacheinander einrühren, bis sie schmilzt – aufpassen: das brennt sehr leicht an! Etwas abkühlen lassen und anschließend die restliche Sahne und den Amaretto unterrühren.

Frischkäse und Zucker glattrühren. Dann die Eier nacheinander unterrühren. Langsam in kleinen Portionen das Schokoladengemisch dazugeben und sehr gut verrühren.

Die Masse auf den Boden geben und die abgedichtete Springform in ein tiefes Backblech stellen und dieses 2-3 cm mit heißem Wasser füllen. Den Kuchen etwa 60 Minuten backen, anschließend etwas abkühlen lassen.

Wenn der Kuchen Zimmertemperatur erreicht hat, muss er mindestens für 4 Stunden (am besten aber über Nacht!) in den Kühlschrank.

Vor dem Servieren mit schwarzem Johanisbeergelee bepinseln.

Nach einem Rezept aus Cynthia Barcomi’s Backbuch, Mosaik Verlag München, 2007.

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Say Cheese Teil 1: New York Cheesecake mit Himbeerpüree und saurer Sahne

Herzlich willkommen zu unserer New York Cheesecake-Themenwoche! Rebecca von Baby Rock My Day und ich präsentieren euch ab heute abwechselnd jeden Tag eine andere wunderbare Variante des besten Kuchens der Welt – und am Ende der Woche gibt’s feine Sachen zu gewinnen. Wenn ihr euch jetzt fragt, was das Ganze eigentlich soll, könnt ihr das hier noch mal nachlesen.

Da mein Blog heute seinen ersten Geburtstag feiert (ich kann’s immernoch nicht ganz glauben…), habe ich die Ehre, diese Themenwoche zu eröffnen und präsentiere euch ohne Umschweife das erste fabelhafte Rezept: ein New York Cheesecake mit Himbeerpüree und saurer Sahne.

Falls ihr in letzter Zeit auch immer häufiger denkt “So, Frühling, ich wär dann jetzt bereit für dich”, ist dieser Kuchen genau der richtige für euch. Der schmeckt so fantastisch leicht, frisch und beerig, das man glauben könnte, der Winter wäre schon vorbei, wenn man nur ganz fest die Augen zu macht.

Übrigens bin ich seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Hochzeitstortenrezept für eine Feier im Frühling: diese Variation gehört inzwischen ganz klar zu den Favoriten.

Das Original-Rezept gibt es auch hier:
Cynthia Barcomi’s Backbuch

American Cheesecake, Himbeeren

Zutaten (für eine 26cm-Springform)*: 




Boden:
90 g Zwieback, fein gemahlen
75 g Mandeln, geröstet und fein gemahlen
60 g flüssige Butter
75 g Zartbitterschokolade

Füllung**:
450 g Doppelrahmfrischkäse
200 g Zucker
1 EL Stärke
3 Eier, leicht verschlagen
eine Prise Salz
725 g Saure Sahne
140 ml Himbeerpüree (entspricht etwa 340 Himbeeren – frisch oder TK – und 60 g Zucker)

*nicht wundern: der Kuchen auf dem Bild hat nur 18 cm Durchmesser – man kann das Rezept nach Gusto umrechnen.

**eine Anmerkung zur Füllung: wenn ich mich an die Mengenangaben von Cynthia Barcomi halte, habe ich einen Teil übrig. Je nachdem wie “mächtig” ihr den Kuchen haben wollt, reichen meiner Meinung auch zwei Drittel der Füllung. Ich gebe euch die Mengenangaben trotzdem im Original an – und ihr entscheidet am besten selbst.

Zubereitung:

Boden:
Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Springform leicht fetten. Alle Zutaten außer der Schokolade vermischen und auf dem Boden der Springform andrücken. 9 Minuten backen und abkühlen lassen. Währenddessen die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Sobald der Boden abgekühlt ist, die geschmolzene Schokolade darauf verteilen. Die Schokolade verhindert, dass der Boden später durchweicht (aufmerksame Beobachter sehen auf dem Foto, dass ich auf die Schokoschicht verzichtet habe – das war ein Fehler. Der Boden war am Ende tatsächlich etwas matschig…).

Wieder abkühlen lassen und die Springform kreuzweise mit Alufolie umwicklen, damit sie gut abgedichtet ist.

Füllung:
Für das Himbeerpüree die Himbeeren mit dem Zucker aufkochen und dann durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen.

Ofen auf 180°C vorheizen.

Frischkäse und Zucker glatt rühren, dann Stärke, Eier, Salz und saure Sahne nacheinander dazugeben. Ein Drittel der Masse auf den Boden geben und die Hälfte des Himbeerpürees darauf verteilen. Dann wieder Frischkäsemasse, wieder Himbeerpüree und zum Schluss eine letzte Schicht Frischkäsemasse.

Die abgedichtete Springform in ein tiefes Backblech stellen und dieses 2-3 cm mit heißem Wasser füllen. Den Kuchen 45 Minuten backen, anschließend etwas abkühlen lassen.

Wenn der Kuchen Zimmertemperatur erreicht hat, muss er mindestens für 4 Stunden (am besten aber über Nacht!) in den Kühlschrank.

Nach einem Rezept aus Cynthia Barcomi’s Backbuch, Mosaik Verlag München, 2007.

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Ratz-Fatz-Apfel-Karamell-Tarte und ein viel zu kurzes Wochenende

Das Wochenende ist zu kurz. Ernsthaft. Keine Ahnung, wie ich alles, was ich unter Woche so vor mir her schiebe, an drei zwei Tagen schaffen soll! Und neben den ganzen fiesen Sachen wie Wäsche waschen, einkaufen und Bad putzen soll ich auch noch ausschlafen, Sport machen, Feiern gehen und entspannen. Wann denn bitte schön?

Und an unglaublich kurzen Wochenenden bleibt auch keine Zeit fürs Backen. Außer ich finde zufällig ein Turbo-Rezept. Dann klappt’s auch mit dem sonntäglichen Kaffeeklatsch. So viel Zeit muss sein!

Ich hoffe, eurer Wochenende war nicht zu kurz. Falls doch – eine gute Nachricht: das nächste Wochenende kommt!

Zutaten (für 6 kleine Tartes oder eine große):

ein Päckchen Strudel- oder Filo-Teig
eine Dose (400 ml) gesüßte Kondensmilch (für die Mini-Tartes habe ich nur etwa 3/4 davon gebraucht)
2 Äpfel, in feine Scheiben geschnitten
ein paar Mandelblättchen
etwa 50 g Butter, geschmolzen
brauner Zucker zum Bestreuen

Passt supergut dazu: Schlagsahne mit Zimt

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Dann den Strudelteig in Stücke zerteilen (je nach Größe der Tarteform) und mit geschmolzener Butter einpinseln. Teigstücke in die Tarteform schichten. Ich habe pro Mini-Tarteform drei Lagen Strudelteig verwendet. Die Teigstücke dürfen ruhig etwas über den Rand hängen. Zwei großzügige EL Kondensmilch auf den Teig geben und mit Apfelscheiben belegen. Etwas braunen Zucker und ein paar Mandelblättchen darüber streuen –  das war’s schon. Ich habe den Teig dann etwas in die Form geklappt und die Tartes etwa 20 Minuten gebacken, in dieser Zeit karamellisiert die Kondensmilch.

Nach dem Backen noch 10 Minuten in der Form auskühlen lassen. Wer mag, schlägt dazu etwas Sahne mit einer Prise Zucker und Zimt auf.

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Zurück zur Natur: Zweimal gebackener Schokokuchen mit Karamell-Walnüssen und Zimtsahne

Heute bin ich mal gegen Cupcakes. Und gegen Motivtorten. Wegen meiner neuen Backphilosophie. Ähm… Darf man überhaupt von einer “Philosophie” sprechen, wenn man erst seit einem Jahr mit dem Rührgerät umgehen kann? Ja. Man darf.

Als ich vor einem Jahr beschlossen habe, mir selbst das Backen beizubringen, war ich verliebt in diese wunderhübschen Cupcakes und Cake Pops. Und die Motivtorten… hach! Die schienen mir wie die Krönung der Backkunst, wie die letzte Aufnahmeprüfung für meine Eintrittskarte in den Backolymp.

Und ich war ehrgeizig. Bin also losgezogen und habe ein halbes Monatsgehalt ausgegeben für Bücher, Förmchen, Spritztüllen, noch mehr Spritztüllen, Fondant, Fondantglätter, Farben, Glitter und jede Menge Sachen, die ich niemals in einer Küche vermutet hätte.

Meine ersten Versuche sahen bescheiden aus, aber es ist alles eine Frage der Übung – das Aussehen war also nicht das Problem. Sondern – ich sag es jetzt einfach gerade raus – der klebrige, zuckrige Geschmack, der einfach alles andere getötet hat. Die feine Schokolade, frische Früchte und geröstete Nüsse – alles war verschwunden unter Cupcake-Frosting mit Kiloweise Zucker und Butter. Sehr schnell habe ich in jeden Rezept die Zuckermenge halbiert und statt Butter Frischkäse oder ähnliches verwendet – schon besser. Aber Fondant… Mal ehrlich – es sieht wunderschön aus, aber ich habe den Gedanken nicht ertragen, wunderbar lockerleichte Himbeer-Zitronen-Kuchen unter einer Schicht Zucker zu begraben, die jeder Gast verstohlen vom Kuchen gekratzt und unter die Serviette geschoben hat.

Deshalb zelebriere ich jetzt eine neue Backphilosophie: echte, ehrliche Zutaten ohne Lebensmittelfarben oder sonstiges Pipapo, schnörkellos und trotzdem fantastisch.

So. Und diesen Monolog unterstreiche ich mit einem Rezept, das wirklich eine Offenbarung ist!

Der Schokoladenkuchen wird in zwei Schichten gebacken, so dass eine Schicht etwas weicher bleibt – wie die beste Mousse au chocolat der Welt. Dazu mit Karamell überzogene Walnüsse und Zimtsahne und meine Verzückung kennt keine Grenzen. Dieses Rezept wird es mit Sicherheit auf meinen diesjährigen Weihnachtstisch schaffen.

Und nicht nur das: dieser Kuchen ist so unverschämt gut, dass er beim großem Blogevent von Zorra mitmachen darf: 1 x umrühren bitte aka kochtopf wird unglaubliche 8 Jahre alt! Zum Thema “Walnüsse knacken und backen” darf gezaubert werden. Und glaubt es oder nicht: zu gewinnen gibt es tatsächlich eine rote KitchenAid. Ich krieg schon Schnappatmung wenn ich nur daran denke.

Deshalb hier mein Lieblingsrezept: die beste Schokokuchen-Nuss-Sahne-Kombination der Welt!

Zutaten:


240 g Butter, Zimmertemperatur
200 g Schokolade mit 52 % Kakaoanteil, gehackt
150 g Schokolade mit 70 % Kakaoanteil, gehackt
250 g heller Muscovado-Zucker
5 Eier, Größe L, getrennt
eine Prise Salz
100 g ganze Walnüsse
1 EL Zucker
200 g Sahne
1 EL Zucker
1 TL Zimt (oder mehr, je nach Geschmack)

Zubereitung:

Eine Springform mit 26 cm Durchmesser fetten und den Backofen auf 170°C vorheizen. Die Butter würfeln und zusammen mit der Schokolade in einen Topf geben. Den Zucker zusammen mit 4 EL Wasser in einem Topf erhitzen und aufkochen. So lange kochen, bis ein richtiger Sirup entstanden ist. Den kochenden Sirup über die Schokoladen-Butter-Mischung geben und so lange rühren, bis alles geschmolzen ist. Die Eigelbe nacheinander einrühren.

Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Es soll fest, aber nicht trocken werden. Mit einem Teigschaber unter die Schokoladenmischung heben und vorsichtig verrühren. Etwa zwei Drittel der Masse in die Springform füllen und 40 Minuten backen. Den Kuchen aus dem Backofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Dann die restliche Schokomasse darauf geben und nochmals 20-25 Minuten backen (bei der Stäbchenprobe sollte die obere Schicht noch feucht sein).

Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Dann 1 EL Zucker dazugeben und rühren, bis alle Nüsse mit Karamell überzogen sind.

Sahne mit einem EL Zucker und Zimt nach Geschmack steifschlagen.

Alles zusammen servieren und seufzen. Der Kuchen hält sich mehrere Tage und schmeckt dann immernoch fantastisch.

Nach einem Rezept aus “Das Kochbuch” von Yotam Ottolenghi, Dorling Kindersley Verlag GmbH. München, 2012

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Brombeer-Ricotta-Tarte

Wie genial ist eigentlich Ricotta? Ein herrlich weicher, leicht süßlicher Frischkäse, der sich mit Tomaten oder mit Kürbis genauso gut versteht wie mit Himbeeren oder Mangos. Er schmeckt hervorragend mit Puderzucker und Nüssen, aber auch als Pesto oder in herzhaften Pfannkuchen.

Warm, kalt, gebacken oder gratiniert… Ricotta geht immer. Zur Not wandert auch einfach mal ein Löffelchen pur aus der Packung in den Mund.

Und pssst… ganz unter uns: 13 g Fett auf 100 g Ricotta sind gar nicht soooo schlimm. Also her mit dem leckeren Ricotta-Nachtisch…

Zutaten für eine Tarteform (28 cm Durchmesser):

Für den Mürbeteig:

175 g Mehl
eine Prise Salz
115 g kalte (!) Butter
1 Eigelb
etwas Wasser
wer mag: etwas Zitronenschale
Ich mache meinen Mürbteig auch für Süßspeisen gern ohne Zucker. Wer mag, kann den Teig natürlich noch süßen. Dafür einfach etwa 2 EL Zucker einplanen.

Für die Füllung:

250 g Ricotta
50 g Zucker
2 Eier
Saft und Schale einer Bio-Zitrone
eine Schale Brombeeren
Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Für den Teig das Mehl mit Salz und Butter rasch zu einem krümeligen Teig kneten. Dann das Eigelb dazu geben. Wie fühlt sich der Teig an? Zu trocken? Etwas Wasser hinzugeben (wer es gehaltvoll mag: Olivenöl geht auch!). Zu fettig? Noch etwas Mehl dazugeben.

Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank packen.

Währenddessen die Zutaten für die Füllung (außer die Beeren!) schaumig aufschlagen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine Tarteform einfetten. Den Mürbteig ausrollen (klappt nicht? Vielleicht ist der Teig noch zu warm…) und die Form auslegen. Ricottacreme einfüllen und etwa 25 Minuten backen. Die Füllung sollte etwas Farbe annehmen, aber noch etwas weich sein. Etwas abkühlen lassen, dann Brombeeren drauf packen. Puderzucker drüber. Fertig. Yummi!

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New York Cheesecake mit Ricotta und Pinienkernen

Pssst…. Guten Morgen. Es ist Sonntag und ich bin schon eine ganze Weile wach. Ich steh gerne früh auf, wenn alle anderen noch schlafen. Deshalb bin ich die, die jeden Morgen im Büro das Licht anmacht. Und am Wochendene schonmal leise Frühstück zaubert. Ich bin halt eine Lerche.

Wenn die Lerche allerdings am Samstag lange aus war, muss das Sonntagsfrühstück auch mal warten… Verständlich, oder?

Heute präsentiere ich eine neue Variate des New York Cheesecake: Ricotta, geröstete Pinienkerne und Bittermandel – eine höchst spannende Kombination. Ich habe mich an einem Rezept aus Noch ein Stück von Leila Lindholm orientiert.

Bevor ihr den Teigschaber schwingt und den Backofen vorheizt, ein Wort der Warnung: Leila verwendet Bittermandel – ich finde das Zeug genial, aber es schmeckt nicht jedem. Bittermandel hat einen sehr intensiven Geschmack und sollte nur sparsam verwendet werden. Außerdem erinnert es stark an Marzipan. Solltet ihr Marzipan also nicht mögen, würde ich auf die Bittermandel wohl eher verzichten.

Zubereitung:

Wie immer die Kekse von Hand oder in der Küchenmaschine zerbröslen. Butter schmelzen und mit den Keksbröseln vermischen. Wer mag, gibt eine Prise Meersalz in die Masse. Eine Sprinform mit 26 cm-Durchmesser einfetten und die Keksmasse auf dem Boden verteilen und andrücken. Die Form wandert nun für 30 Minuten in den Kühlschrank.
Backofen auf 150 °C vorheizen. Ricotta mit Zucker, Zitronenschale (es reichen auch 2 Zitronen – je nach Größe und nach Gusto) und optional Bittermandel verrühren. Creme fraîche dazu. Zum Schluss die Eier nur kurz unterrühren. Die Masse auf den Keksboden geben. Die Pinienkerne darüber streuen. Wer mag, bewahrt ein paar Pinienkerne auf und gibt die geröstet auf den fertigen Kuchen.
Die Backform entweder im Wasserbad oder einfach so in den Ofen schieben und etwa eine Stunde backen.
Auch wenn er noch so gut aussieht: NY Cheesecake gehört unbedingt über Nacht in den  Kühlschrank – dann schmeckt er noch besser!

Mehr New York Cheesecake-Rezepte? Schaut mal hier:

 

New York Cheesecake – Das perfekte Grundrezept
Tipps und Tricks für den perfekten New York Cheesecake
New York Cheesecake 2: Double Toffee
New York Cheesecake 3: Oreos
New York Cheesecake 4: Schokolade und Kahlúa
New York Cheesecake 5: Ricotta und Pinienkerne
New York Cheesecake 6: Chai und weiße Schokolade 
New York Cheesecake 7: Himbeerpüree und saure Sahne
New York Cheesecake 8: Chocolate-Espresso
New York Cheesecake 9: Marone auf Brownie-Boden
New York Cheesecake 10: Zitrone-Brombeere im Miniformat
New York Cheesecake 11: Kürbis
New York Cheesecake 12: Mandarine mit Spekulatiusboden
New York Cheesecake 13: Erdnussbutter
New York Cheesecake 14: Kokos trifft Kirsch

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Himbeer-Ricotta-Törtchen oder: Kaum zu glauben, dass mein Hochzeitskleid trotzdem passt

Ich werde heiraten. Und zwar schon diesen Sonntag. Oh Mann.

Die letzten Monate als angehende Braut waren wirklich aufregend! Zusammen mit meinem Zukünftigen habe ich jede Menge Ausflüge unternommen: Locations besichtigt, Fotografen kennen gelernt, Probe gegessen. Vorallem aber habe in dieser Zeit mehrere Brautklischees durchlaufen. Eines ganz besonders: Ich habe den Satz gesagt “Was soll’s, man heiratet schließlich nur einmal”- und Geld zum Fenster rausgeworfen. Steffi hat das Phänomen unter anderem so beschrieben: “300 Euro werden sich anfühlen wie 30 Euro” (Danke für deine grandiose Hochzeitskolumne!).

Ein Klischee ist allerdings an mir vorübergeganen: “Vor der Hochzeit nimmst du ja automatisch ab!”

Bitte? Automatisch abnehmen? Das halte ich für einen urbanen Mythos. Irgendwie hat das bei mir nicht funktionert. Macht aber nix. Wer nicht automatisch abnimmt, muss eben unter Anstrengung abnehmen. Gut. Gesagt, getan. Und dann eben doch nicht getan. Schließlich wollte ich im letzten halben Jahr ja lernen, wie man Kuchen backt (nochmal zur Erinnerung: vor einem Jahr konnte ich nur einen einzigen Kuchen backen!). Also habe ich gebacken. So ziemlich jeden Sonntag (ihr habt es verfolgt). Und habe jeden Sonntag ein Stück probiert. Oder zwei. Es grenzt daher fast an ein Wunder, dass ich überhaupt noch in mein Hochzeitskleid passe.

Meiner Schneiderin habe ich meine kleinen Sünden gebeichtet und sie war überraschend beigeistert, von meiner “gesunden Einstellung”. Endlich mal eine Braut, die nicht nur Reiscracker und Gurkenscheiben vor der Hochzeit isst!

Lange Rede, kurzer Sinn: am Freitag bei der letzten Anprobe hat das Kleid gepasst (sogar im Sitzen!). Jetzt steht dem großen Tag also nichts mehr im Wege (abgesehen davon, dass ich das Kleid nun heil um die halbe Welt transportieren muss…)

An dieser Stelle möchte ich übrigens meine liebe Freundin Alicia grüßen, die (nach eigenen Angaben) regelmäßig mein Blog liest, sich aber etwas mehr Text wünscht. Liebe Alicia, diesen Wunsch nehme ich gerne zum Anlass, hier hin und wieder doch etwas mehr preiszugeben als nur Rezepte. Ich hoffe, es gefällt dir 🙂

Mit einem letzten süßen Rezept verabschiede ich mich, um kurz zu heiraten. Aus Frau S. wird Frau T. Bis bald!

Zutaten für 12 Stück:

Für den Mürbeteig:

300 g Mehl
80 g Zucker
1 Ei
150 g weiche Butter
2 EL Olivenöl
Schale von einer Bio-Zitrone

Für die Füllung:

250 g Ricotta
50 g Zucker
2 Eier
Saft und etwas Schale einer Bio-Zitrone
ca. 300 g firsche Himbeeren
Puderzucker

Zubereitung (mit Wartezeit etwa eine Stunde):

Für den Mürbeteig Mehl in einen Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. In diese Mulde Zucker, Ei, weiche Butter. Öl und Zitronenschale füllen. Mit einer Gabel werden erst die feuchten Zutaten verrührt, dann nach und nach auch das Mehl dazunehmen. Den Teig anschließend gut durchkneten. Wie fühlt er sich an? Zu fettig? Dann noch etwas Mehl dazugeben. Zu trocken? Ein paar Tropfen Olivenöl helfen. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank packen.

Währenddessen den Ricotta mit Zucker, Eiern, Zitronensaft und -schale schaumig aufschlagen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen und ein Muffinblech einfetten. Den Mürbeteig in die Muffinmulden packen und bis kurz unter den Rand mit Ricottacreme füllen. Nach 20 Minuten backen sollte die Creme noch weich sein, aber schon leicht Farbe angenommen haben.

Vor dem Servieren die gewaschenen Himbeeren auf den Törtchen platzieren und mit Puderzucker bestäuben.

Nach einem Rezept aus “Lecker Trattoria”, Ausgabe 2, 2012

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Moccatorte mit gerösteten Walnüssen

Dieses Wochenende stand eine Geburtstagstorte für meine Mama auf meiner Backliste. Und da meine Mama besonders auf auf die Geschmacksrichtungen “Kaffee” und “Nuss” steht, habe ich dieses Rezept gewäht, das ich so ähnlich im Buch “Party Törtchen” von Mitch Turner gesehen habe.

Das Ergebnis war ein echter Schokoladentraum, üppig, aber wahnsinnig lecker!

Da ich eine 20cm-Springform verwendet habe, sah die Torte unglaublich süß aus: klein, aber hoch. Die Kuchenstücke waren entsprechend mächtig, aber am Geburtstag ist das ja erlaubt…

Zutaten (20cm-Springform):

150 g Zartbitterschokolade
4 EL Espresso
175 g weiche Butter
175 g brauner Roh-Rohrzucker
5 Eier, leicht verquirlt
100 g fein gehackte Walnüsse
100 g Mehl
2 TL Backpulver

Für die Creme:

100 g Zartbitterschokolade
50 g Butter
3 TL Espresso
4 EL Crème fraîche
50 g Puderzucker
50 g Walnüsse, gehackt und geröstet

Zubereitung:

Zuerst den Backofen auf 180°C vorheizen und eine 20cm-Springform einfetten. Dann die Schokolade grob hacken und zusammen mit dem Espresso im Wasserbad schmelzen. Butter und Zucker schaumig rühren. Die Eier verquirlen und nach und nach dazugeben. Schokolade zusammen mit den gehackten Walnüssen unterrühren.

Mehl und Backpulver sieben, vermengen und unter den Teig heben. In die Form füllen und etwa 55 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). Den fertigen Kuchen 10 Minuten in der Springform abkühlen lassen, damit er seine Form behält. Dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Für die Creme Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis die Nüsse Farbe angenommen haben. Schokolade, Espresso, Butter und Crème fraîche im Wasserbad schmelzen. Alles gut verrühren und den Puderzucker dazugeben. Die Creme sollte 1-2 Stunden im Kühlschrank stehen, damit sie streichfest wird.

Den Kuchen mit einem großen Messer quer zerteilen. Creme am besten mit einer Palette auf der unteren Hälfte verstreichen und die Walnüsse darüber streuen. Die Kuchenhälften aufeinander setzen und die restliche Creme auf dem Kuchen verstreichen. Mit den gerösteten Walnüssen bestreuen.

Nach einem Rezept aus “Party Törtchen” von Mich Turner, Christian Verlag, 2007.

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Geburtstag, die zweite: Die Kuchentafel

Ich habe ja schon des öfteren erwähnt, dass ich bis vor einem Jahr abgesehen von Backmischungen nur einen einzigen Kuchen backen konnte. Und diese mangelnde Fähigkeit ist meistens an meinem Geburtstag aufgeflogen. Da gab es nämlich nur diesen einen Kuchen. Und zwar mehrere Jahre hintereinander. Letztes Jahr im Herbst hat mich der Back-Ehrgeiz gepackt und nun bin ich süchtig nach Teig kneten, Schokolade hacken, Zitronenschalen abreiben, Eier trennen…

Und an meinem diesjährigen Geburtstag wollte ich dann zeigen, was ich in den letzten Monaten gelernt habe. Das Ergebnis gibt’s hier zu sehen:

Cake Pops

Alle sind verrückt nach diesen kleinen Kuchen am Stiel und vorallem Kindern machen große Augen 🙂 Auch wenn die Herstellung manchmal etwas nervig ist, lohnt sich die Mühe! Und mit etwas Übung kann man für den nächsten Kindergeburtstag zaubern was das Kinderherz begehrt: von Hello Kitty bis Winnie Puh ist alles möglich. Bis dahin muss ich aber noch etwas üben…
Das Rezept findet ihr hier.

Apfel-Mandel-Cupcakes mit Holunderblütenfrosting

Diese Cupcakes gehören zu meinen absoluten Favoriten, weil sie ein bisschen nach Marzipan schmecken, obwohl kein Marzipan drin ist. Zum Rezept geht es hier.
Für das Frosting habe ich dieses Mal statt Lavendelsahne Frischkäse mit Holunderblütensirup vermischt. Die kleinen Schmetterlinge habe ich aus Fondant ausgestochen.

Kaffee-Schokoladen-Cupcakes
Laut Nina die besten Cupcakes in ihrem Sortiment und wenn sie das sagt, muss ja was dran sein 🙂 Rezept folgt in Kürze.
Der perfekte New York Cheesecake…
…aus dem Wasserbad! Genial! Hier geht’s zum Rezept.

Zitrone-Mohn-Cupcakes

Ein ganz feines Rezept, dass ich mir von Fräulein Cupcake abgeschaut habe. Das Rezept gibt es hier.

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