Mexiko, die Zweite und das beste Schokoladen-Soufflé der Welt

Zum neuen Jahr wird es hier richtig sonnig und warm. Warum? Weil wir noch ein kleines bisschen Sonne im Gepäck haben.

Wir waren Wiederholungstäter. Normalerweise wählen wir nicht zweimal das gleiche Reiseziel, schließlich gibt es auf der Welt noch viel zu viel zu entdecken. Aber Ende 2014 haben wir es getan: wir sind wieder nach Yucatán geflogen. Vor 3 Jahren haben wir uns schon in Yucatán verliebt, weil es die perfekte Kombination aus Strandurlaub (absurd türkisfarbenes Wasser und weißer Sand), Sehenswürdigkeiten (Chichén Itzá!), unheimlich nette Menschen und verboten gutes Essen bietet.

So haben wir uns kurz vor Weihnachten ein zweites Mal nach Yucatán aufgemacht, um Strand, Land, Leute und Essen zu genießen. Wir haben übrigens nicht die komplette Halbinsel bereist, statt alles zu sehen und jeden Tag ein neues Lager aufzuschlagen, haben wir uns in diesem Urlaub dafür entschieden, zu bummeln, zu entspannen und Land und Leute auf uns wirken zu lassen.

Wohnen

Unsere Station haben wir in einem sagenhaften Hotel (ich habe unglücklicherweise eine Schwäche für sagenhafte Hotels) in Playa del Carmen eingerichtet. Playa del Carmen ist nicht die hübscheste Stadt in Yucatán, aber sie hat ein paar sehr nette, kleine Cafés und so lässt es sich durchaus aushalten.

Mexiko, Yucatan

Entdecken

Von dort aus konnten wir ganz bequem die Must-Sees in Yucatan ansteuern wie Chichén Itzá, Tulum und Coba.

Yucatan, Sehenswürdigkeiten, Maya

Der Touren-Veranstalter Alltournative ist spezialisiert auf authentische und abenteuerliche Exkursionen, allerdings bin ich weniger fürs Klippen erklimmen und Abseilen zu haben. Wenn es aber um authentisches Essen geht, bin ich ganz vorne dabei.

Deshalb haben wir einen Ausflug in eine Maya-Siedlung gemacht, uns die Häuser angesehen und dabei ganz frische, warme Maistortillas gegessen. Am Ende gab es ein großes Buffet mit Hähnchen, Mole, Tacos, Tamales, Bohnen, Reis und unheimlich scharfer Sauce. Es war der Hit!

Street food, mexican, mexikanisch, Maya

Street Food, mexican, mexikanisch, Maya

Essen

Übrigens funktioniert die auf den ersten Blick deftige mexikanische Küche auch gehoben wunderbar: im preisgekrönten mexikanischen Restaurant “Mole” wurde uns ein Menü vorgesetzt, von dem ich jetzt manchmal noch träume. Mein Mann bestellte ein Steak und sagte beim Probieren, es sei so gut, dass alle Tiere, die er bis dahin gegessen habe, umsonst gestorben seien. Und Apropos gestorben: im gleichen Lokal hatte ich ein Soufflé aus mexikanischer Schokolade mit Hibiskusschaum, das in die Geschichte eingeht, als das beste Dessert, das ich jemals kosten durfte. Das ganze Menü war atemberaubend und hier gibt es ein paar Eindrücke.

Mexican Food, Mole, Haute Cuisinie, Sterneküche

Verschiedene Vorspeisen wie Hackfleisch im Teigbällchen, Salat mit Ziegenkäse und Mandarinensorbet, Octopus mit marinierter Ananas und das besagte unglaubliche Steak
Mexikan Food, Mole, Haute Cuisinie, Sterneküche

Das erwähnte göttliche Schokoladensoufflé mit Hibiskusschaum, eine extravagante Dessertpräsentation und dreierlei Zitronenbaiser

Ja, Essen hatte im Urlaub wie immer ganz hohe Priorität, Kombiniert mit faul am Strand herumliegen und Mojitos schlürfen habe ich schon vor Weihnachten den Grundstein für einen neuen Hüftgold-Rekord gelegt. Ergänzt durch Weihnachtsessen, Silvestercocktails und jeder Menge Gepäck starte ich etwas aus der Form geraten ins neue Jahr. Aber: macht nichts! Der Urlaub war jeden fantastischen Bissen wert. In Zukunft wird einfach wieder weniger gebacken. Und häufiger Sport gemacht. Versprochen.

P.S. Die Worte “weniger” und “häufiger” sind bestimmt die meistgesagten am Neujahrstag. In diesem Sinne: auf ein Neues! Auf Glück und Gesundheit im neuen Jahr, auf seltener Kuchen, den wir dann einfach doppelt so sehr genießen!

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Heiraten in New York – ein Blick hinter die Kulissen

Nach 10 Minuten verheiratet – und dann?

Irre, wie die Zeit verfliegt! Heute ist es zwei Jahre her, dass ich die beste Entscheidung meines Lebens getroffen habe. Auf einem Steg unterhalb der Brooklyn Bridge habe ich Ja gesagt zum besten Ehemann der Welt. Die Stadt New York hat uns dann den allerschönsten Tag beschert. Und auch nach zwei Jahren bin ich immernoch überglücklich, wenn ich daran denke. Da darf man auch mal kurz sentimental werden.

Hochzeitstag, New York, NYC, Wedding, Brooklyn Bridge
Und weil ich euch bisher in meinem “Heiraten in New York”-Beiträgen nur die Profifotos gezeigt habe, gibt es heute einen kleinen Blick hinter die Kulissen.
Die Trauung selbst war nämlich nach 10 Minuten vorbei, anschließend sind wir mit unserer wunderbaren Fotografin noch zwei Stunden durch die Stadt gefahren und haben diese fabelhaften Fotos gemacht, die ihr schon kennt: Heiraten in New York Part 3: Bilder und Fakten

Was wir sonst so den ganzen Tag getrieben haben, seht ihr hier:

Am 1. Juli 2012 hatte es über 30 Grad in New York, deshalb war unsere Trauung auf 9 Uhr morgens angesetzt. Und aus diesem Grund musste auch die Stylistin schon um 6.30 Uhr anrücken. Es war übrigens ein Sonntag, was sie ihrer Laune nach zu urteilen total prima fand. Zwei große Becher Kaffee später war sie dann auf der Höhe und ich noch nervöser und dann hat die Dame mit den vielen Tatoos ganz wunderbare Arbeit geleistet.
Sie hat mir dann auch noch fix beim Anziehen geholfen (ein Kleid mit Reißverschluss ist eben doch ganz praktisch). Die erste Begegnung in unserem Hochzeitsdress hatten mein Mann und ich dann ganz romantisch in unserem Hotelzimmer 🙂
New York, NYC, Wedding, Hochzeit
Unser Hochzeitsplaner hat uns in Soho abgeholt und wir sind mit dem Taxi nach Brooklyn gefahren. In aller Frühe hatten wir nur wenig Zuschauer (wir selbst haben ja gar keine mitgebracht) und so haben wir im kleinen, feinen Kreis mit einem Friedensrichter, einem Hochzeitsplaner und einer Fotografin Ja gesagt. Extra für uns hatte der Friedensrichter die kurze Traurede gewählt und so waren wir nach etwa 10 Minuten verheiratet.
New York, NYC, Brooklyn Bridge, Wedding, Hochzeit
Anschließend sind wir mit unserer Fotografin und unserem Hochzeitsplaner zwei Stunden durch New York gedüst und haben Fotos in der Grand Central Station, am Flatiron Building, auf dem Times Square und bei Gray’s Papaya gemacht. Die Bilder könnt ihr hier bewundern: Heiraten in New York Part 3: Bilder und Fakten
Damit war der offizielle Teil vorbei und der Tag war trotzdem noch jung. Was also machen? Erstmal ein bisschen U-Bahn fahren, einen Kaffee bei Starbucks trinken und dann ein leichtes Mittagessen im Chelsea-Market zu sich nehmen. Bei über 30 Grad haben wir den langen Rock (mein Kleid war ein Zweiteiler) und die lange Hose gegen was Luftiges getauscht. Statt High Heels waren Ballerinas angesagt, aber der Rest des Outfits durfte schick bleiben – schließlich hatten wir gerade geheiratet.
New York, NYC, Wedding
Gegen später waren wir ganz entspannt in der Bar, die angeblich Pate für das Set von “How I met your mother” war. Bei ein paar Heineken und eine Portion Chili-Pommes konnten wir der spanischen Nationalmannschaft beim Europameister werden zuschauen. Nach dem Spiel waren innerhalb weniger Minuten unzählige Spanier auf den Straßen und haben den Titel gefeiert. Und da wir auch was zu Feiern hatten, haben wir uns der spontanen Party im Brunnen des Washington Square Park einfach angeschlossen.
Letztendlich hatten wir dann noch ein spätes Dinner bei einem schönen Italiener. Nix aufgeregtes, nur lecker. Es war der entspanneste Hochzeitstag aller Zeiten.
New York, NYC, Wedding, Hochzeit
Ihr wollt mehr über unsere Hochzeit in New York wissen? Schaut mal hier:

Heiraten in New York Part 3: Bilder und Fakten
Heiraten in New York – Aftershow-Party: Was kann bei einer Hochzeit eigentlich alles schief gehen?
Heiraten in New York – Aftershowparty: “Schatz, ich hab’ meinen Ehering verloren” und andere zentrale Sätze in der Vorhochzeitswoche
Heiraten in New York: Die Aftershowparty
Heiraten in New York – Aftershowparty: Ja, ich will… Kuchen! Meine selbstgemachte Hochzeitstorte

Foto: FOTOVOLIDA Wedding Photography

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Hallo Hamburg, du bist super!

Und danke für den besten Burger der Welt.

Schande über mich, aber ich kannte Hamburg bis vor einer Woche nur von Messen, Kongressen und Geschäftsreisen und es war allerhöchste Zeit, dass ich mich dort endlich einmal ganz in Ruhe, privat, ausgiebig und mit Ehemann umgeschaut habe.

Ich hatte so viele tolle Tipps von euch im Gepäck, wo ich am leckersten essen, am meisten sehen und am schönsten entspannen kann, dass ich gar nicht alles geschafft habe. Muss ich euch Hamburgern und Hamburg-Fans aber auch gar nicht erzählen, ihr kennt ja eure wunderschöne Stadt.

Nur eins will ich sagen: Hamburg hat mich SOFORT gewonnen! Es ist genau die Art von Stadt, in die ich mich gleich verliebe und ich habe mich vom ersten Moment an wohl gefühlt. Im Vergleich dazu fremdeln Berlin und ich immernoch ziemlich – tut mir leid, Berlin. Vielleicht versuchen wir es ja irgendwann noch einmal miteinander.

Hamburg, St. Pauli, Fischmarkt, Hafencity

Gewohnt haben wir im inzwischen wohl bekannten 25hours Hotel Hafencity, das mich auf ganzer Linie überzeugt hat! Das Hotel ist modern und komfortabel, trotzdem extrem entspannt (Angestellte in Chucks, man ist hier per Du). Jedes Zimmer enthält liebevolle maritime Details und das Frühstücksbuffet aus der Region war eine Wucht!

Umgehauen hat mich auch der Burger, der im hoteleigenen Restaurant Heimat serviert wurde: ein fantastisches Stück Fleisch aus der Deutschen Färse, Käse aus der Region, perfekte Pommes und alles toll angerichtet. Ich muss neidlos zugeben, dass das wahrscheinlich der beste Burger war, den ich jemals gegessen habe. Dazu ein Astra und der Abend war perfekt.

Hamburg, 25hours Hotel, Heimat, Burger

Aber auch Kuchen- und Gebäck-technisch hatte Hamburg so einiges zu bieten (die Diätpause war obligatorisch): im Mamalicious im Schanzenviertel haben wir uns einen fabelhaften New York Cheesecake gegönnt. Ein Laden, in dem “Brinner” (Breakfast for Dinner) serviert wird, ist mir außerdem ohnehin sofort sympathisch.

Hamburg, New York Cheesecake, Mamalicious

Aber auch sonst hat Hamburg mich voll und ganz überzeugt. Ja, Hamburg, du warst richtig toll! Ich komme bald wieder. Und wenn ich eines Tages meine Heimat verlassen muss, dann Hamburg, hoffe ich, dass du mein neues Zuhause wirst.

Und ihr? Habt ihr Hamburg genau so gern?

Hamburg
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Food Love in Südafrika und warum mich das in Weihnachtsstimmung versetzt

Heute ist der vierte Advent und ich sollte wirklich ein bisschen in Weihnachtsstimmung sein. Ich gebe mein bestes und starte den Tag mit einer Tasse Punsch und einem Teller Plätzchen. Allerdings schwelge ich noch ein bisschen in 30 Grad warmen Erinnerungen, die nach Sommer und Meer riechen. Schuld ist Südafrika. Aber das ist ok. Ich bin Südafrika nicht böse.

Südafrika

Wir sind seit zwei Wochen wieder zuhause und ich bin immernoch total verzaubert von dem Reiseziel mit dem Slogan “Die Welt in einem Land” (das sagt zumindest mein Reiseführer DuMont Reise-Handbuch). Als würde man Urlaub in Frankreich, den Niederlanden, Spanien und den USA gleichzeitig machen. Obendrauf gibt es wilde Tiere und – natürlich – ganz fantastisches Essen!

Tiere und Natur

Aber bevor ich mich voll und ganz dem Thema “Essen” widme, nehme ich euch doch kurz mit auf unsere Safari: ich war nämlich völlig begeistert davon, dass wir den Addo Elephant Park ganz einfach und bequem mit dem eigenen Auto erkunden konnten. Natürlich kann man sich auch einer Tour anschließen oder sogar einen privaten Guide buchen, aber wir haben uns wunderbar alleine in Nationalpark zurechtgefunden und unzählige Tiere aus nächster Nähe beobachtet.

Südafrika

Auch außerhalb des Nationalparks konnte man jeder Menge Strauße, Paviane und Pinguine in freier Wildbahn beobachten – das alles eingebettet in wunderschöne Naturkulissen und – schwupps – hat man sich gefühlt wie auf einer kitschigen Postkarte.

Südafrika

Jetzt aber: Food & Love

 

Südafrika

 

Jetzt aber zum Essen: Die südafrikanische Küche ist genauso bunt durchmischt wie das Land selbst: von typisch afrikanisch bis kapmalaiisch mit europäischen Einflüssen und jeder Menge Seafood. Am allerliebsten mag ich aber – das wisst ihr ja inzwischen – Essen auf die Hand! Und diesbezüglich habe ich vorallem in Kapstadt mein Herz verloren. So viele entzückende Cafés und kleine Foodshops, die Kuchen, Sandwiches, aber auch Homemade Cookies und Marmelade und solche Sachen verkaufen. Für Läden in dieser Art ist meine komplette Reisekasse draufgegangen – und zwei ganz besonders feine Shops möchte ich euch gerne vorstellen:

Vovo Telo

 

Südafrika

 

In der neusten Ausgabe der deli berichtet Anja Hanke von dem zauberhaften Café Vovo Telo direkt an der Kapstädter Waterfront. Sie schwärmt vom Pain au chocolat, ich habe mich in Pasteis de Coco verliebt. Und in den Karottenkuchen. Jeden Morgen haben wir uns ein anderes Stück Kuchen auf die Hand und einen Coffee to go gegönnt. Auch das selbstgebackene Brot  hat keine Wünsche offen gelassen. Besonders toll fand ich das Café-Bistro-Bar-Konzept, das es zumindest bei uns in Stuttgart kaum gibt: morgens Frühstück, mittags leichte Küche (Salate, Pasta), nachmittags himmlische Kuchen und abends wieder leichte Küche und eine feine Weinkarte. Hach, man könnte den ganzen Tag dort verbringen.

Melissa’s The Food Shop

 

Südafrika

 

Anders, aber genau so fantastisch ist Melissa’s The Food Shop. In diesem kleinen und immer übervollen Laden in der Waterfront Mall gibt es auch den ganzen Tag hausgemachte Leckereien, die man im Café genießen kann. Außerdem werden lokale Produkte wie Olivenöl, Chutney, Rusks, Honig und vieles mehr verkauft. Das ist mal ein Souvenirshop nach meinem Geschmack!

Put the love in the food

 

Südafrika

 

Grundsätzlich wird gerade in Kapstadt sehr viel wert auf hochwertiges, ökologisches, lokales und modern interpretiertes Essen gelegt. Es gibt verschiedene Märkte und Food Lounges und es spricht für sich, dass sich Michelle Obama bei einem Besuch in Kapstadt kein Gourmetrestaurant zum Lunch ausgesucht, sondern stattdessen das inzwischen berühmte The Kitchen besucht hat, ein kitschiges, aber liebenswertes Bistro, das bekannt ist für seine “Love Sandwiches”.

Liebe scheint eine weit verbreitete Zutat in der Küche Kapstadts sein. Kein Wunder, dass das Essen dort so phänomenal schmeckt.

Und jetzt, während ich das schreibe, habe ich plötzlich doch meine Weihnachtsstimmung gefunden. Schließlich plane ich ein großes Weihnachtsessen. Und ich denke ans Kochen. Mit ganz viel Liebe.

Na, wenn das nicht ein Weihnachtsthema ist…

Kapstadt Südafrika

Ich wünsche euch an dieser Stelle wunderschöne und erholsame Feiertage mit so viel Love Food, wie ihr nur essen könnt!

Alles Liebe!

P.S. Habt ihr noch Platz unterm Weihnachtsbaum? Ich konnte Südafrika natürlich nicht verlassen, ohne mein Kochbuchregal zu erweitern und ich habe wirklich zwei Schätzchen gefunden: Another Week in the Kitchen (ja, der Laden hat ein eigenes Kochbuch!) und The French Affair: Tables of Love. 

Falls ihr also noch Bedarf an Kochbüchern habt…

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Heiraten in New York – Unser erster Hochzeitstag

Huch! Gerade erst eine gigantische Aftershow-Party gefeiert, schon schreiben wir unseren 1. Hochzeitstag. Ein Jahr nach “How to get married in NYC” feiern wir ohne viele Worte aber mit fantastischem Essen im Madagascar in Stuttgart (und stimmen uns damit klammheimlich auf unser diesjähriges Urlaubsziel ein…)

Bis wir die große Reise antreten, freuen wir uns über ein Jahr Mr und Mrs und über den kleinen, feinen Schnappschuss, der das belegt.

Bleibt mir nur noch, unsere Einladungskarte zu zitieren:

In diesem Sinne: eat, drink, be married!

 

Ihr wollt mehr über unsere Hochzeit in New York wissen? Schaut mal hier:

Heiraten in New York Part 3: Alle Bilder, alle Fakten
Heiraten in New York – Aftershow-Party: Was kann bei einer Hochzeit eigentlich alles schief gehen?
Heiraten in New York – Aftershowparty: “Schatz, ich hab’ meinen Ehering verloren” und andere zentrale Sätze in der Vorhochzeitswoche
Heiraten in New York: Die Aftershowparty
Heiraten in New York – Aftershowparty: Ja, ich will… Kuchen! Meine selbstgemachte Hochzeitstorte

Foto: FOTOVOLIDA Wedding Photography

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Heiraten in New York – Aftershowparty

“Ich wünschte, ihr würdet öfter heiraten”

Heiraten ist einfach ganz großes Kino. Wirklich. Klar steckt man jede Menge Planung und Arbeit und Schweiß und Geld in diesen einen Tag, aber wenn es dann soweit ist, weiß man eines ganz genau: das war es wert!

Und weil ihr mich in der Vorbereitungsphase alle so wunderbar unterstützt habt, gibt es jetzt die versprochene Zusammenfassung meines/unseres ganz großen Tages.

Das Motto

Das Motto? Ratet mal.

Klaro, unsere Feier stand natürlich unter dem Motto “How to get married in New York City“. (Du weißt nicht warum? Schau mal hier: Heiraten in New York). Und versteckt haben wir unser New York-Thema in den Hochzeitsfarben (schwarz-weiß-rot wie der I ♥ NY-Button), der Tischdeko (I ♥ NY-Button, Big Apple, Fotos von New York-Stadtteilen) dem Tischplan (siehe unten), auf den Toiletten (Unnützes Wissen über New York an den Wänden) und der Musik (dazu später mehr)…

Die Brooklyn Bridge

Aber nicht nur wir haben das Thema “New York” überall reingequetscht, wo es reingepasst hat, auch unsere Gäste haben sich wohl gedacht “New York? Da können wir was draus machen.” Und so haben unsere Freunde (die allerbesten der Welt übrigens) in einer dreieinhalb Monate (!) dauernden Aktion den Ort, an dem wir Ja gesagt haben, für uns nachgebaut. Mit original Blaupausen aus dem Internet sind sie losgezogen, haben eingekauft, gerechnet, geschnitzt, gefeilt und gespüht und haben uns eine maßstabsgetreure Brooklyn Bridge aus Holz nachgebaut. Mir fehlen immer noch die Worte (und jetzt weiß ich endlich auch, warum unsere Freunde in den letzten Monaten Freitags nie Zeit für uns hatten!)

Das Essen

Ja, wir hatten den tollsten Caterer überhaupt. Punkt. Anders kann ich es nicht sagen. Unser Grillbüffet mit American Beef Rinderhals, asiatisch mariniertem Spanferkelrücken, Wels im Bananenblatt, Hähnchen- und Gemüsespießen wurde begleitet von Gado-Gado, Tabouleh, Frittata und vielen anderen Leckereien und es war einfach nur perfekt. Sagen wir. Und sagen auch unsere Gäste (oder sie lügen uns an).

Ihr wollt euch auch mal vom besten Caterer der Welt verwöhnen lassen? Kein Problem, schaut mal hier: blanc & noir

 

Das Dessert

Es hat nur schlappe 4 Tage gedauert, das Dessertbüffet für die Gäste in meiner kleinen Küche selbst herzustellen. Ha. War ein Klacks! Die Hochzeitstorte hab’ ich euch ja schon gezeigt, dazu gab es Brownies mit Himbeeren, Schoko-Karamell-Würfel mit Fleur de Sel, Kekse und – natürlich – den New York Cheesecake! Den hab’ ich in ganz vielen klitzekleinen Gläsern gebacken und die waren so ratzfatz weg, dass es nicht einmal ein Foto gibt.

Die Pannen

Trotz perfekter Planung (ja, die Planung war perfekt!), kommt dann immer irgendwas anders. Aber wisst ihr was? Genau das macht den großen Tag dann absolut besonders!

Und hier das “Best of” der Hochzeitspannen:

Wir wollen mit unserem Hochzeitstanz loslegen, da sagt der DJ: “Sorry Leute, ich kann euer Lied nicht abspielen.” Ach.

Zur Info: geplant war eigentlich Empire State of Mind von Alicia Keys – die Solo- und Klavierversion natürlich. Ging aber nicht. Der DJ sagt irgendwas mit Konvertierung oder so. Was sagt die entspannte Braut in so einer Situation? Egal! Spiel was anderes. Gesagt, getan.

Und als wir auf der Tanzfläche stehen, ertönt die groovige HipHop-Version mit JAY-Z unseres Liedes. Tja, was willste machen? Ein Walzer war das sicher nicht, aber wir haben uns souverän durchgeschunkelt – und hauptsache, wir sind unserem Motto treu geblieben.

Übrigens

Ja, das ist ein kurzer Petticoat, den ich da trage. Zum Tanzen nämlich viel toller als dieser olle lange Rock mit der Schleppe.

Kurz bevor der Nachtisch serviert wurde, kam die Cateringchefin und sagte: “öömmm, Frau T., tut mir leid, aber Ihre Schoko-Karamell-Würfel sind quasi mit der Backform verwachsen, die gehen da nie im Leben raus!” (nicht in dem Wortlaut, bestimmt hat sie sich diplomatischer ausgedrückt!)

Was sagt die entspannte Braut? Egal! Stellen wir es halt einfach so auf den Tisch. (Die Cateringchefin hat das klebrige Zeug am Ende doch herausgekriegt – wahrscheinlich mit purer Gewalt – und hat mir dann als kleines Hochzeitsgeschenk eine Dose Sprühtrennmittel geschenkt).

Ansonsten wurden die Cake Pops, die eigentlich für den Nachtisch gedacht waren, versehentlich zum Sektempfang serviert und der Hugo wurde durch ein kleines Missverständnis etwa eine Stunde trotz großer Nachfrage nicht serviert, weil der Service dachte, Hugo gäbe es nur für die Braut und das den Gästen auch so gesagt hat (wie geil ist das eigentlich?)

Und trotzdem (oder gerade deshalb): alles perfekt!

Für den Heimweg: die Gastgeschenke

Weil wir nicht nur die besten Freunde der Welt, sondern eigentlich so insgesamt die tollsten Gäste überhaupt hatten, wollten wir ihnen gerne was mit auf den Heimweg geben. Und deshalb haben wir in wochenlanger Kleinstarbeit (die ich von Herzen gerne gemacht habe!) kleine Take-Away-Boxen gebaut, die ein “Survival-Kit” für den nächsten morgen enthielten: ein Muffin, ein Tütchen Espresso-Pulver und eine Aspirin. Und für die Kids gab es einen Gute-Nacht-Keks oder einen Komm-gut-heim-Keks.

Die Photobooth

Last but not least präsentiere ich voller Stolz und ohne viele Worte die bereits erwähnten tollsten Freunde und Gäste der Welt:

Danke an unsere tolle Fotografin Kitty, den wunderbaren Caterer und vorallem an alle unsere Gäste inklusive den weltbesten Freunden, die uns zu Brückenbesitzern gemacht haben. Und danke an Richi für das netteste Kompliment von allen: “Ich wünschte, ihr würdet öfter heiraten”.

Immernoch auf Wolke 7!

Ihr wollt mehr über unsere Hochzeit in New York erfahren? Schaut mal hier:

Heiraten in New York Part 1: Wir haben es getan!
Heiraten in New York Part 2: Das erste Foto 
Heiraten in New York Part 3: Alle Bilder, alle Fakten
Heiraten in New York – Aftershow-Party: Was kann bei einer Hochzeit eigentlich alles schief gehen?
Heiraten in New York – Aftershowparty: “Schatz, ich hab’ meinen Ehering verloren” und andere zentrale Sätze in der Vorhochzeitswoche
Heiraten in New York – Aftershowparty: Ja, ich will… Kuchen! Meine selbstgemachte Hochzeitstorte
Heiraten in New York: Hochzeitstag

Alle Bilder: Kitty von Hochzeitsfotograf Stuttgart

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Kulinarische Reise nach Wien Teil 3: Buchvorstellung Wiener Küche meets New York {Werbung }

Mit etwas Verzögerung gibt es heute endlich den dritten und letzten Teil meines kulinarischen Wien-Berichts. Zum Abschluss präsentiere ich euch ein wunderbares Buch, das mir in die Hände gefallen ist und das die Wiener Küche modern und elegant präsentiert wie kein anderes. Der Clou: es gibt sogar eine Verbindung nach New York ♥ Der Autor und österreichische Sternekoch Kurt Gutenbrunner betreibt nämlich aktuell fünf Restaurants in New York und serviert dort traditionell österreichische Küche, gemischt mit neuen, modernen Kreationen.

Ein Besuch in einem seiner Restaurants kommt auf jeden Fall auf meine New-York-To-do-Liste 🙂


Das Konzept
Wiener Tradition trifft New Yorker Schick. Heraus kommt eine rundum gelungene Rezeptesammlung aus feinen traditionellen Süßspeisen und den typischen Wiener (Fleisch-)gerichten, die weder angestaubt noch altbacken wirkt, sondern modern und frisch. Dazu gibt’s Kunstwerke auf den Fotos – da hat der Kunstinteressierte unter den Köchen sogar noch was für’s Auge.

Funktioniert’s?
Aber hallo! Wenn ich ganz ehrlich bin, gehört die österreichische Küche nicht gerade zu meinen Leib- und Magenküchen. Zu viel Fleisch, zu üppig, zu mächtig… Kurt Gutenbrunner aber präsentiert Klassiker wie Apfelstrudel und Mohnguglhupf im feinen Gewand, ohne dass es plump wirkt. Auch Gulasch und Schnitzel sehen hier irgendwie nach Sterneküche aus und leichte Kreationen wie Spargel mit Räucherlachs, kalte Flusskrebssuppe oder Topfenravioli mit Nussbutter runden die Rezeptauswahl ab.


Was ist anders?
Wien trifft New York. Das ist anders.

Besonders toll
Kapitel wie “Strudelgeheimnisse” oder “Schnitzelgeheimnisse”. Darin erklärt Kurt Gutenbrunner, wie man den perfekten Strudel bzw. das perfekte Schnitzel kreiert.

Schon probiert
Der Apfelstrudel – ein Traum! Schoko-Mandeln. Hhhmmmm… Als nächstes wage ich mich an den Tafelspitz. Oder an das Rehgulasch. Oder oder oder…

Wermutstropfen
Ich hab’ einen gesucht. Ehrlich. Hab’ keinen gefunden.

Fazit
Das Buch ist zwar nicht ganz günstig, aber für Liebhaber der österreischen und auch für Fans der gehobenen Küche jeden Cent wert!

Hier geht’s zum Buch: Die neue Cuisine. Die elegante Küche Wiens  

Vielen Dank an den Verlag Collection Rolf Heyne, der mir das Buch freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Für alle Bilder gilt: Copyrigt “Neue Cuisine / Collection Rolf Heyne” 


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Kulinarische Reise nach Wien Teil 1: Von Kaffeehäusern und Beisln

Frühling in Wien. Das war der Plan. Hach, wär das schön gewesen.

Aber mal ehrlich: wer im Januar ins Reisebüro stapft und einen Städtetrip für Ende März bucht, rechnet auch nicht wirklich mit Eisregen und Schneesturm. War dann aber so. Yay.

Und was tut man in so einer Situation? Natürlich das Beste daraus machen und den ganzen Tag in Kaffeehäusern sitzen. Um dann am frühen Abend weiterzuziehen und in einer Beisl einzukehren. Schnitzel essen. Bierchen trinken. Es ließ sich also – trotz Januar-Feeling im März – durchaus aushalten im hübschen Wien :).

Außerdem übertreibe ich auch ein bisschen: nach zwei Tagen Eisregen wurden wir nämlich mit dem ersten Frühlingstag belohnt: 14 Grad, Sonne! – da ist uns vor Freude glatt der Glühwein aus der Hand gefallen…

Alles in allen war es also doch ein wunderbarer Ausflug in die österreichische Hauptstadt mit den vielen bekannten imposanten Bauwerken (selbst ein schnöder H&M steckt in einem zauberhaften verschnörkelten Haus mit knarrenden Treppen und Stuck an der Decke).

Besonders toll an Wien: die Gastronomieszene bleibt sich treu, was irgendwie ehrlich wirkt. Man setzt auf ausgedehnte Kaffeehaus-Aufenthalte, in denen es neben der obligatorischen Sachertorte auch herzhafte Gerichte wie Gulasch gibt und außerdem auch Wein, Bier und sogar Cocktails. Abends kehrt man irgendwo ein, um Forelle, Wiener Schnitzel und Kürbisravioli mit Steirischem Kernöl zu essen. Mehr braucht es auch nicht zum Glücklichsein.

Für euch gibt es jetzt die leckersten Adressen, Rezepte und Mitbringsel aus der österreichischen Hauptstadt – vielleicht habt ihr ja auch Lust auf einen kleinen Ausflug…

Das Kaffeehaus
Wiener Kaffeehäuser sind einfach legendär. Man sitzt auf roten Polstern und bestellt eine Melange/einen Mokka/einen Verlängerten oder eine der zig anderen Kaffeevarianten, von denen wir zuhause noch nie gehört haben. Oder man genehmigt sich am Mittag ein Gläschen Wein. Man liest Zeitung. Schaut dem Treiben zu. Stundenlang. Nie wird man zu einem zweiten Kaffee gedrängt oder schräg vom Kellner angeschaut. Außer man stürzt sein Getränk und verlangt nach 20 Minuten die Rechnung. Das machen nur die Touristen – (also wir, wir haben’s ja eilig :). In Wien hat man halt die Ruhe weg.

Ich habe mich fleißig durch die Speisekarte probiert und habe Folgendes gelernt: Sacher-Torte ist nicht meins. In Rum getränkter Biskuit mit Marmelade und Kuvertüre. Nicht besonders spannend. Ich hatte mir wirklich mehr erhofft. Mehr schokoladig. Mehr fluffig. Mehr was auch immer.

Aber: der Apfelstrudel war traumhaft! Den besten Apfelstrudel gab es im Café Drechsler direkt am Naschmarkt. Warm, saftig, knusprig, mit einem Hauch Orient (Rosenwasser?). Apfelstrudel (oder Mohnstrudel oder Kirschstrudel oder Milchrahmstrudel) muss dringend so schnell wie möglich auch in der heimischen Küche gezaubert werden.

Beisl
Beisln sind kleine Kneipen oder Restaurants, die ursprüngliche Gerichte servieren oder diese neu interpretieren (“Neo-Beisl”). Der Schwerpunkt liegt dabei häufig auf regionalen und/oder Bioprodukten – und das ist genau mein Ding! Support your local Dealer! Da bin ich dabei! Im Cuadro, das berühmt ist für seine Bioburger, haben wir Wildburger mit geröstetem Kürbis gegessen und dazu feines Bier (Hausmarke!) getrunken.

Im Silberwirt gab es dann wie oben schon erwähnten Kürbisravioli mit Kernöl und Erdäpfelchips und Saftgulasch – etwas teuer als die Burger, aber unglaublich gut!

Der Naschmarkt
Natürlich haben wir auch den kulinarischen Wiener Touristenmagnet besucht: den Naschmarkt. Klaro, es war schön, an den vielen feinen Essensauslagen vorbeizuspazieren und – logisch – ein paar Souvenirs habe ich dort auch gekauft. Aber ganz ehrlich: die Restaurants haben uns an jede x-beliebige Urlaubsstrandpromenade erinnert: ein Restaurant am anderen, draußen Speisekarten mit fotografiertem Essen (!) und die aus dem Urlaub bekannten hochmotivierten “Gästebeschaffungsangestellten”, die jedem Vorbeiziehenden das Tagesgericht wie geschnitten Brot anpreisen und mit der Foto-beladenen Speisekarte wedeln. Nee, danke.

Macht aber gar nichts. In Wien gibt es unzählige gute Restaurants, Beisln, Heurige, Kneipen, Kaffeehäuser und auch kleine Snack-Shops mit Bagels und vielen anderen Leckereien (z.B. das Snackberry). Oder das Babette’s: ein Buchladen nur mit Kochbüchern (es war das Paradies!), der neben Kochkursen auch einen kleinen, aber feinen Mittagstisch anbietet.

Ihr seht also: in Wien muss niemand verhungern.

Apropos verhungern: ich geh’ jetzt mal in die Küche. Apfelstrudel machen. Und berichte euch davon.

Bis dahin ein wunderschönes Osterwochenende – ich drück ganz doll die Daumen für Frühling!

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Zurück aus den Flitterwochen

Aruba, Jamaica, ohh, I wanna take ya to Bermuda, Bahama, come on pretty mama… Die Beach Boys wussten schon 1988, dass ein Trip in die Karibik eigentlich immer eine gute Idee ist. Dachten wir uns auch. Und sind deshalb einmal um die halbe Welt geflogen, um auf Jamaika ein wenig zu flittern. Während hier also der Winter Einzug erhalten hat, habe ich die letzten Wochen am Strand von Montego Bay gelegen, Cocktails gesüffelt und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Hach, ich sag euch, daran könnte ich mich gewöhnen…

Absurd kristallklares, türkisblaues Wasser mit karibisch-bunter Unterwasserwelt und feinster weißer Sand sind ebenso typisch für Jamaika wie immergrüner Regenwald und rauschende Wasserfälle.

Natürlich habe ich auch die Landesküche ausgiebig getestet und euch ein paar Eindrücke mitgebracht. Eine echte jamaikanische Spezialität ist das sogenannte Jerk Food. Zubereitet wird die Leckerei in ausgedienten Ölfässern, die man überall in Jamaikas Straßen findet und die den ganzen Tag rauchen und dampfen. Darin befindet sich das scharf marinierte Schweine- oder Hähnchenfleisch, gewürzt mit Pfeffer, Zimt, Muskat und “Jamaika-Pfeffer” (wir kennen es als Piment). Zusammen mit verschiedenen Kräutern brutzelt, gart und räuchert das Fleisch über Süßholz und bekommt so seinen unverwechselbaren Geschmack.

Überhaupt ist die jamaikanische Küche recht fleischhaltig. Als Spezialitäten gelten auch Ziege oder Ochsenschwanz. Es ist durchaus üblich, quasi “das halbe Tier” in den Topf zu werfen. Das hat nichts mit der Fleischqualität zu tun, sondern entspricht eben der jamaikanischen Zubereitungsart. Die etwas Pingeligen unter uns müssten sich gegebenenfalls duch ein paar Haut- und Knochenschichten kämpfen, um an das feine Fleisch zu kommen. Die Mühe lohnt sich aber…

Auch wenn ich sehr experimentierfreudig bin, fand ich das typische jamaikanische Frühstück eher gewöhnungsbedürftig. Die Jamaikaner beginnen ihren Tag gerne mit einer Portion “ackee and saltfish” – eine Art Eintopf aus gekochten Ackeefrüchten und sehr salzigem Stockfisch.

Ich habe mich dann doch lieber an die süßen kleinen Kuchen gehalten und aus Recherche-Zwecken alle Sorten probiert. Zwar muss ich mir jetzt wohl neue Hosen kaufen (eine Nummer größer!), aber ich habe gute Anregungen mit nach Hause genommen. Die beliebteste Süßspeise auf Jamaika ist – wie könnte es auch anders sein – der Rumkuchen, den ich übrigens noch nie so lecker gegessen habe. Aber auch der Schokoladenkuchen mit Tequila hat mich durchaus überzeugt.

Da wir schon von Kuchen sprechen, nehmen wir gleich den Kaffee dazu: der jamaikanische Blue Mountain Kaffee gilt als der teuerste Kaffee der Welt. Wer ein Pfund nach Deutschland bestellt, muss an die 50 Euro berappen. Ich habe mir ein Päckchen mitgenommen – bin gespannt, ob er hält, was er verspricht…

Wer nicht den ganzen Tag exklusiven Kaffee oder jamaikanischen Rum genießen möchte, gönnt sich einfach eine leckere Kokosnuss oder das hiesige Bier Red Stripe, das von einem deutschen Bierbrauer nach Jamaika gebracht wurde und ausgesprochen lecker schmeckt.

Zum Abschluss meines kleinen Flitterwochenberichts kann ich euch ein paar schrecklich kitschige Sonnenuntergangsfotos natürlich nicht ersparen…

Ich werde jetzt versuchen, den Temperaturschock zu überwindern und vielleicht etwas Weihnachtliches backen, um wieder anzukommen 🙂

Danke euch für die vielen lieben Kommentare während meiner Abwesenheit!

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Heiraten in New York

Heiraten in New York ist ein Kinderspiel. Ehrlich. Vielleicht sogar noch leichter als hier in Deutschland (ich habe seltsame Geschichten von Eheseminaren gehört, die vor einer kirchlichen Trauung besucht werden müssen – ist das wahr??) Nein, in New York muss man einfach 24 Stunden vor der Trauung aufs Standesamt marschieren, seinen Pass zücken und ein Formular ausfüllen. Schneller geht es, wenn man einen Hochzeitsplaner hat, der das Ausfüllen für einen erledigt – man muss dann nur noch kurz unterschreiben. Und wenn der wunderbare Hochzeitsplaner (Danke Erol von Echt New York!) auf dem Standesamt auch noch mit High Five begrüßt wird, macht dieser Amtsgang sogar richtig Spaß!

Aber wie kamen wir eigentlich auf die Idee, in New York zu heiraten?

Mein Mann (damals noch Freund) und ich waren 2011 zum ersten Mal in New York und haben uns in die Stadt verliebt. Noch im Flugzeug auf dem Heimflug habe ich zu ihm gesagt: “wenn wir eines Tages ganz viel Geld haben, kommen wir zurück und heiraten hier!” Das mit dem Geld hat leider nicht geklappt, aber die Idee hat mich nicht losgelassen und ich habe mich ein bisschen erkundigt. Und dabei bin ich auf den besagten Hochzeitsplaner gestoßen, der Preise für Formalitäten, Friedensrichter, Fotografen, Blumen, Stylisten, Torte, Musiker, Limousine  – wirklich alles, was das Herz begehrt – im Gepäck hatte und siehe da: es war gar nicht so teuer. Also haben wir beschlossen: das ziehen wir durch!

Und schon die Planung war aufregend

Man muss in New York nicht zwingend auf dem Standesamt heiraten, sondern kann auch eine der spektakulären Locations wählen, die New York zu bieten hat. Beliebte Hochzeitslocations in New York sind der Central Park, die Brooklyn Bridge oder auch Top of the Rocks… Um sich außerhalb des Standesamtes trauen zu lassen, braucht man allerdings einen Friedensrichter – nur der darf das. Alles kein Problem für unseren Hochzeitsplaner – Friedensrichter war bestellt. Und für uns war schnell klar: ein Steg unterhalb der Brooklyn Bridge mit Blick auf Manhattan – da wollen wir JA sagen.

Unser Glück war perfekt mit unserer Fotografin von FOTOVOLIDA Wedding Photography. Sie und die Stadt New York haben uns Hochzeitsfotos beschert, auf denen das Brautpaar nur die zweite Geige spielt – und gerade deshalb sind sie so wunderbar!

Die wunderschönen Fotos habe ich auch der Stylistin Jessica zu verdanken, die natürlich auch unser Hochzeitsplaner organisiert hat. Da es in New York in der Woche, in der wir geheiratet haben, weit über 30 Grad hatte, hatten wir unsere Trauung für 9 Uhr morgens ansetzt, deshalb musste die arme Jessica schon um halb sieben (an einem Sonntag!) bei uns im Hotel erscheinen, um mich für unseren großen Tag rauszuputzen.

Und sie hat ganze Arbeit geleistet

New York, Heiraten

  Die Location

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Dann wird es ernst…

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Verheiratet

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Es war perfekt ♥

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Mehr über unsere New York-Hochzeit? Schaut mal hier:

Der zweite Hochzeitstag und ein Blick hinter die Kulissen

Übrigens haben wir auch zuhause nochmals ausgiebig gefeiert. Mehr dazu:

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