Ein Food-Blog mit Baby – geht das? 4 Fragen dazu, wie es nach der Babypause weitergeht

Im August ist der Mini-Cheesecake ist bei uns eingezogen und hat unser Leben wie erwartet ganz schön auf den Kopf gestellt. Deshalb habe ich mir und meinem Blog eine Babypause gegönnt, um den kleinen Menschen richtig kennenzulernen. Nach gut 2 Monaten habe ich jetzt langsam wieder Lust zu bloggen, frage mich aber, ob mein Blog nach der Babypause noch der Food-Blog ist, der er einmal war.

Ein Food-Blog mit Baby – geht das?

Schon das ganze Jahr war es gar nicht so einfach, Rezepte und andere Food-Themen für den Blog zu finden. Anfang des Jahres, also zu Beginn meiner Schwangerschaft, hatte ich sowas von keine Lust zu kochen oder zu backen, weil mir allein vom Geruch mancher Lebensmittel einfach schlecht geworden ist. Im zweiten Drittel hatte ich dann meine alte Form zurück und habe auch fleißig auf Vorrat gearbeitet (deshalb habe ich immer noch ein paar Rezepte in der Hinterhand, die ich noch posten kann), aber am Ende der Schwangerschaft war langes in der Küche stehen auf Dauer einfach zu anstrengend. Ich habe mich lieber ausgeruht, “vorgeschlafen” (jetzt weiß ich: man kann nicht vorschlafen, glaubt mir!) und mich auf mein großes Projekt “Baby” vorbereitet – und bei der Rekordhitze im Juli blieb die Küche dann sowieso kalt.
Jetzt habe ich wieder richtig Lust zu kochen und zu backen, aber – seien wir mal ehrlich – der Mini-Cheesecake braucht verdammt viel Aufmerksamkeit und ich bin froh, wenn ich es schaffe, ausgewogen und abwechslungsreich Mittag zu essen. Ausgefallene Kreationen und spannende Blogrezepte stehen im Moment daher nicht auf meinem Speiseplan.
Trotzdem würde ich gerne weiter übers Essen schreiben und Rezepte bloggen. Aber die Prioritäten haben sich verschoben. Nicht nur stundenlanges in der Küche stehen, auch das aufwendige Aufbauen von Fotosets und das langwierige Bearbeiten von Bildern, kann ich mir im Moment nicht so recht vorstellen.
Und das ist nicht alles: bloggen bedeutet viel Arbeit am Rechner, Daten auswerten, Mails beantworten, mit Kooperationspartnern kommunizieren, Events besuchen, Netzwerken, usw. Ich habe das immer mit viel Leidenschaft gemacht, aber die zunehmende Professionalisierung der Blogs schreckt mich ein bisschen ab. Ich hatte nie den Ehrgeiz, professionell zu bloggen und wünsche mir manchmal die Zeit zurück, in der ich einfach über ein Kochbuch schreiben konnte, ohne mir Gedanken zu machen, ob der Post deutlich genug als “Werbung” gekennzeichnet ist und ob ich mit meinem Kooperationspartner auch richtig verhandelt habe.
Anna von Anna im Backwahn ist selbst erst vor Kurzem Mama geworden und schreibt in ihrem Beitrag “Mein Baby wird 5 Jahre alt” darüber, wie sie bloggen und Mama sein miteinander vereinbart und ist dabei ganz entspannt. Ich sehe es wie sie: hier gibt es in nächster Zukunft wahrscheinlich keine auf Hochglanz polierten Fotos, sondern einfach ehrliche Rezepte wie Omas Zwetschgenkuchen. Und statt von einem Event zum anderen zu hetzen, spiele ich lieber mit dem Mini-Cheesecake.
Ich werde in nächster Zeit also nicht mehr viele Stunden Arbeit in einen Blogpost stecken. Dafür bin ich weiterhin aktiv auf Instagram, Twitter und Co. – weil die Social Media-Kanäle auch wunderbar mit einer Hand auf dem Smartphone funktionieren, während ich das Baby auf dem Arm habe.
Bleibt die Frage:

Ist der Blog als Plattform überhaupt noch zeitgemäß?

Kaddi von Kaddis Welt hat mich mit ihrem Beitrag “Wie es grad um meinen Blog steht” darauf gebracht und auch ich merke, dass auf dem Blog kaum noch kommentiert wird. Ich kann es gut nachvollziehen, auch ich kommentiere inzwischen viel lieber auf Instagram und Co. Es ist einfach unkomplizierter und intuitiver und ich habe alles auf einem Blick auf meinem Smartphone (und kann es wie gesagt Baby-freundlich mit einer Hand bedienen…)
Brauchen wir dann überhaupt noch Blogs? Meine Antwort lautet: JA! Als Foodblogger muss ich irgendwo ja auch meine Rezepte unterbringen und dafür bieten mir die Social Media-Kanäle nicht genug Platz. Wir teilen Content auf Twitter, Facebook und Instagram, aber irgendwo muss dieser Content generiert werden und im Moment ist meine Plattform immer noch der Blog. Und auch wenn nicht mehr regelmäßig kommentiert wird, sprechen die Clickzahlen ja dafür, dass die Rezepte und Berichte gelesen werden. Der Blog soll also bleiben. Aber aktiver bin ich definitiv auf Instagram, Twitter – und ich wollte doch endlich mal Snapchat ausprobieren – mache ich dann, wenn der Kleine mal schläft…

Bloggen als Mama – Gibt es in Zukunft hier auch Mama-Baby-Themen?

Ich denke schon eine ganze Zeit lang darüber nach, ob auch Mama- bzw. Baby-Themen hier Platz finden sollen. Grundsätzlich finde ich es gut, wenn ein Blog einem bestimmtes Thema treu bleibt und eine bestimmte Zielgruppe im Visier hat. Aber Interessen ändern sich. Und dieses kleine Wesen bestimmt meinen Alltag nun doch ziemlich dominant, deshalb komme ich natürlich nicht drumrum, mich mit Babykram zu beschäftigen. Mein Horizont erweitert sich und ich habe beschlossen, dass auch mein Blog mitwachsen darf.
Auch wenn der Fokus auf “Food” bleiben soll, wird es hier in Zukunft auch hin und wieder Babythemen geben. Welche Inhalte das genau sein werden und in welchem Umfang kann ich im Moment noch nicht sagen, ich weiß ja noch nicht einmal, wie viele Stunden der Mini-Cheesecake heute Nacht schläft und wie viel er morgen essen will – es wird sich also alles zeigen 🙂

Und der Mini-Cheesecake?

Der wächst und gedeiht, wie er soll – so schnell, dass es mir fast Angst macht. Aber er macht uns mehr Freude, als ich mir je hätte vorstellen können. Und er unterstützt meine Blog-Pläne zumindest unbewusst, indem er brav auf seiner Decke spielt, während ich hier schreibe. Und wer weiß, vielleicht färbt ja was auf ihn ab?
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Endspurt – Warten auf den Mini-Cheesecake

Im Hause New York Cheesecake steht diesen Sommer ein großes Projekt an: Der Mini-Cheesecake ist im Ofen und dürfte demnächst fertig sein. Und wir sind unheimlich aufgeregt!

Es könnte also sein, dass es hier in der nächsten Zeit ein bisschen ruhiger zugeht und es vermutlich auch weniger Rezepte zu sehen gibt.

Ihr wollt trotzdem wissen, wie der Mini-Cheesecake unsere Welt so auf den Kopf stellt? Dann folgt mir doch auf Twitter oder Instagram – dort gibt es dann regelmäßig Updates über unser Leben mit dem Kleinen.

Bis es soweit ist, entspannen der Mini-Cheesecake und ich jetzt noch ein bisschen. Liegen auf der Couch, essen Eis und schauen Serien. Und wenn der Mini-Cheesecake erst da ist, wird er die Titelmelodie meiner Lieblingsserien wahrscheinlich besser kennen als seine Spieluhr 🙂

Sobald wir drei ein eingespieltes Team sind, gibt es hier auch wieder Kuchen, Sandwiches und andere Leckereien. Bis dahin alles Liebe und bis bald!

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Blue or Pink? What do you think?

Der Mini-Cheesecake bekennt Farbe

Heute verrate ich euch, ob der Mini-Cheesecake ein Mädchen oder ein Junge wird. Seid ihr gespannt?
Dann mal los. Blue or Pink? What do you think?

Trommelwirbel….


….Tadaaaaa

 
Wir erwarten im Sommer einen kleinen Jungen. Und wir freuen uns wie verrückt! Das Bubenzimmer erhält gerade den letzten Schliff und dann kann der kleine Mann kommen. Bis dahin essen wir Kuchen. Zum Beispiel Erdbeer-Kokos-Muffins mit Schokolade. Und trinken Rhabarbersaftschorle. Ob ich immer noch Zeit zum Backen habe, wenn der Mini-Cheesecake da ist? Ich bin gespannt…

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Sushi in der Schwangerschaft? Na klar!

Ich. Liebe. Sushi. Wirklich sehr. 

Wenn ich mir was zu essen wünschen darf, entscheide ich mich in 9 von 10 Fällen für Sushi. Deshalb dachte ich mir schon, dass der Verzicht auf Sushi in der Schwangerschaft ein klitzekleines bisschen schwer für mich werden wird. Und tatsächlich: Sushi links liegen zu lassen war für mich am Anfang sogar noch schwerer, als auf Alkohol zu verzichten – und ich trinke wirklich gerne!
Schnell war klar, dass ich mir was einfallen lassen muss. Und siehe da: Sushi geht auch ohne rohen Fisch und ist trotzdem sehr lecker. Die vegetarische Variante in Restaurants besteht manchmal nur aus Gurke und Avocado, das ist dann ein bisschen fad. Aber glücklicherweise gibt es in Stuttgart Restaurants wie das Origami, die ganz wunderbare vegetarische Sushi-Varianten anbieten, wie z.B. mit grünem Spargel und Paprika-Tempura, Gurke und Avocado werden mit Minze und Koriander aufgepeppt und es gibt auch Maki mit Hähnchen, das fein gewürzt und natürlich durchgebraten ist.

vegetarisch

Außerdem mache ich Sushi sowieso auch gerne zuhause (wenn ihr euch bisher noch nicht an selbstgemachtes Sushi getraut habt: es ist wirklich ganz einfach!) und inzwischen habe ich einige feine schwangerschaftstaugliche Variationen entwickelt.

Schwangerschaftstaugliche Sushi-Füllungen:

  • Gekochte Krabben
  • Japanisches Omelett 
  • Mit Zitronen- oder Limettensaft gebratene Garnelen
  • Mit Knoblauch und Sojasauce gebratener Tofu
  • Dazu passen: Gurken, Karotten, Avocado, Kresse, Frischkäse, Sesam, Spargel, Paprika, Shiitake, Austernpilze, eingelegter Rettich,…
vegetarisch
Ich weiß, einige werden jetzt denken “Das hat doch  mit klassischem Sushi nichts mehr zu tun!” Mag sein. Aber für mich als Sushi-Junkie sind diese Variationen perfekt, um meinen Sushi-Jieper in der Schwangerschaft zu stillen.
Euer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und erlaubt ist, was schmeckt! In diesem Sinne: lasst euch Sushi ruhig auch in der Schwangerschaft schmecken!

vegetarisch

P.S. Unsicher bin ich übrigens bei Surimi. Ich weiß, das Zeug ist gepresstes Krebsfleischimitat und wer weiß, was da wirklich drin ist (mein Mann nennt Surimi deshalb übrigens auch die “Lyoner des Meeres”), aber mir schmeckt das Zeug leider nunmal. Ich glaube, das Krebsfleischimitat ist gekocht, aber ich bin nicht ganz schlau geworden über genaue Zusammensetzung und Zubereitung, deshalb habe ich das in der Schwangerschaft mal vorsorglich von meiner Liste gestrichen. Kennt sich da jemand aus? Bin für Informationen dankbar 🙂

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Übrigens – es gibt Neuigkeiten.

Für den Sommer steht in diesem Jahr ein größeres “Projekt” an, das erst einmal nicht ganz so viel mit den eigentlichen Blogthemen “Food and Travel” zu tun hat. Die Vorbereitungen und Auswirkungen des Projekts beeinflussen mein Blogverhalten aber doch stark (erst kalte Küche und keine Lust auf Süß, dann plötzlich nur noch Lust auf Süß und so weiter…), so dass unser Geheimprojekt langsam aber sicher gelüftet werden muss:
Wir erwarten im Sommer einen weiteren kleinen Esser im Hause New York Cheesecake und sind schon unheimlich aufgeregt, wie wir das Kind denn schaukeln werden.
Bis dahin überlegen wir uns, wohin die ganzen Backformen verstaut werden, weil das Zimmer mit den Back- und Fotografieruntensilien plötzlich voll ist mit lustigen Stofftieren und Spielsachen, Deckchen und Mützchen und jeder Menge anderem Kram, wir wälzen Bücher und Kataloge, sortieren neu und bauen um, stöbern auf Basaren, kaufen massenhaft Zeug – und wir freuen uns wie verrückt!
Ich hoffe, die Küche bleibt aufgrund der Aufregung nicht über lange Strecken kalt und ihr seid immer noch dabei, wenn es hier etwas weniger Rezepte (dafür aber vielleicht andere nette Dinge?) zu bewundern gibt.
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