Picknick für Stadtkinder: warum ich picknicken eher so mittel finde

Picknicken ist nicht so mein Ding. Versteht mich nicht falsch, bei schönem Wetter esse ich gerne im Freien – solange ich dabei auf einem Stuhl oder einer Bank sitzen kann. Ich bin nun mal ein Stadtkind. Das heißt, ich gehe im Sommer gerne in Biergärten, Kneipen und Restaurants, die draußen Sitzgelegenheiten und drinnen Toiletten haben. Eine Decke auf einer ungemähten Wiese auszubreiten finde ich dagegen eher so mittel. Auf dem Boden sitzen ist unbequem und mit der falschen Hose manchmal gar nicht so einfach. Außerdem habe ich im hohen Gras ständig das Gefühl, dass es überall kriecht und krabbelt und Ameisen, Zecken und andere Insekten verderben mir ruckzuck den Appetit. Ich sage es doch: ich bin ein echtes Stadtkind.

Kurzer Rückblick: Vor zwei Jahren saß ich bei Rekordhitze mit dickem Schwangerschaftsbauch auf meinem gefliesten Balkon, die Füße in einem Planschbecken und habe Unmengen Eis und Wassermelone gegessen. Ich konnte mir das Essen einfach aus der Küche holen (oder von meinem Mann bringen lassen), die Toilette war immer in Reichweite (hochschwanger sehr wichtig!) und ich lag gemütlich auf einem Liegestuhl (vom Boden wäre ich wahrscheinlich gar nicht mehr hochgekommen). Es gab also keine Notwendigkeit für ein Picknick in der freien Natur.

Jetzt ist der Sommer plötzlich anders: wir sind zu dritt und der Junge will bespaßt werden. Und er ist inzwischen groß genug, um Spielplätze und Freibäder unsicher zu machen. Das heißt für uns: wir müssen picknicken. Also habe ich mir eine Picknickdecke gekauft, mit beschichteter Unterseite und in fragwürdiger Farbe. Und Hosen, die bis zum Bauchnabel gehen (die braucht man als Neu-Mama übrigens ohnehin dringend, da man vor allem mit Baby die meiste Zeit des Tages auf dem Boden herumkrabbelt). Außerdem habe ich jetzt jede Menge Lunchboxen, die ich mit Broten, Keksen, Obst und allerlei Fingerfood füllen kann. Natürlich würde ich euch jetzt gerne erzählen, dass ich vor unserem Picknick immer lange in der Küche stehe und aufwändig kleine Leckereien zaubere, aber das wäre gelogen. Ehrlich gesagt bin ich froh, wenn ich die Picknicktasche gepackt habe, bevor der Junge komplett die Wohnung auseinander genommen hat oder sich in einem Trotzanfall auf dem Boden wälzt. Also sind wir im Moment mit Stullen, Keksen und Obstschnitzen sehr zufrieden.

Stullentechnisch kann ich aber auch ganz schön auffahren: ich liebe Sandwiches und wenn ich Zeit habe, mache ich gerne ausgefallene Varianten wie das vietnamesische Bánh mì, gedämpftes Gua Bao oder ein Laugenbrötchen mit Pulled Salmon. Auf meinem Blog gibt es eine ganze Menge Super-Stullen in der Reihe „World of Sandwiches“, im richtigen Leben gibt es zur Zeit aber meist Apfelschnitze und Dinkelsticks.

Jetzt bin ich also der Picknicker. Mit einer hässlichen Decke und Hosen, die bis zum Bauchnabel reichen. Mit Lunchboxen und Feuchttüchern für saubere Finger. Wir gehen auf Spielplätze und ins Freibad oder einfach so ins Grüne. Wir legen uns aufs Gras (vorher habe ich unauffällig Insektenschutz verteilt) und wir essen und trinken dort. Dem Jungen ist es herzlich egal, ob Dreck liegt oder Tiere herumkrabbeln und ich gewöhne mich an manches. Und Kinder machen einen ja auch irgendwie entspannter. Außerdem: wenn ich ehrlich bin, sind die Wiesen bei uns in Stadtnähe sowieso meistens gemäht und Toiletten gibt es auch immer irgendwo. Also alles halb so wild. Tief im Herzen bleibe ich aber wohl immer ein Stadtkind. Oder jetzt eben eine Stadtmama.

P.S. Dieser Text ist so ähnlich auch schon im „KochMAGchen“-Magazin der wunderbaren Kochmädchen erschienen, schaut mal rein.

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{Kochen mit Baby – Easypeasy-Rezepte für jeden Tag} Ratzfatz-Nudelsalat mit allem, was der Kühlschrank so hergibt

„Ich höre auf zu bloggen.“ 
Das habe ich meinem Mann gesagt, während wir unseren ersten Familienurlaub mit dem Mini-Cheesecake genossen haben. Als ich da so unter Palmen lag und der Mini-Cheesecake unter dem Sonnenschirm Sandförmchen abgeleckt hat, wusste ich, dass ich meine kostbare Freizeit gerade lieber mit meiner Familie als mit dem Posten von Rezepten verbringen will. Und die Food-Blogger unter euch wissen natürlich, dass die Rezepte beim Bloggen nur die halbe Miete, aber mit Details zur Food-Fotografie, Bildbearbeitung, Blogger Relations, Google Analytics plus Social Media Kanal-Pflege will ich euch nicht langweilen (und damit klingt Bloggen plötzlich auch immer furchtbar nach Arbeit…)
Mein Mann war schockiert und sagte, ich solle es mir nochmal überlegen. Das habe ich gemacht. Und so richtig loslassen konnte ich dann doch nicht. Zuerst habe ich mich ein bisschen gestresst, schließlich komme ich kaum noch zum Schreiben, es ist ewig her, dass ich das letzte Mal einen Kuchen gebacken habe und eigentlich bräuchte der Blog doch ganz dringend mal ein neues Layout! Oder?
Oder muss ich einfach meine Ansprüche runterschrauben? Jede Woche ein neues Rezept posten ist gerade sowieso utopisch. Und Kuchen backen? Sorry! Das gibt es gerade nur an Feiertagen.
Aber es muss ja auch nicht immer Kuchen sein. Seit der Mini-Cheesecake auf der Welt ist, geht es in unserer Küche meist darum, wie wir mit wenig Aufwand lecker und gesund kochen können. Und zwar am besten Gerichte, die man auch am nächsten Tag kalt aus der Schüssel essen kann. Und solche Rezepte braucht doch eigentlich jeder mal.
Deshalb gibt es hier ab sofort Rezepte aus der Reihe Kochen mit Baby – Easypeasy-Rezepte für jeden Tag. Dazu gibt es außerdem: wenig Schnickschnack, wenig Gelaber, wenig Bildbearbeitung. Es braucht nämlich auch nicht jedes Rezept eine Geschichte. Finde ich. So.
Keine Sorge, ich habe fest vor, hier bald auch wieder Kuchen zu zeigen – spätestens dann, wenn der Mann in Elternzeit ist und ich den ganzen Tag Freizeit habe 😉
Übrigens: auch meine Social-Media-Kanäle ruhen gerade ein bisschen. An Instagram habe ich irgendwie die Lust verloren, seit es so viele Hochglanz-Profile gibt und meine Snapchat-Anmeldung steht auf irgend einer To-Do-Liste – habt Nachsicht 🙂

Jetzt aber zum ersten Rezept: Zu Beginn gibt es einen einfachen Nudelsalat mit allem, was der Kühlschrank so hergibt. In der Rezeptliste findet ihr nun die Zutaten, die mein Kühlschrank an dem Tag so hergegeben hat. Ihr könnt alle Zutaten natürlich durch anderes Gemüse/Käse/Nüsse/Kräuter etc. ersetzen, die ihr in eurer Küche findet. Easy peasy!

Zutaten

Für 4 Portionen (oder 2 Tage)

  • Etwa 350 g Nudeln (oder mehr, wenn ihr großen Hunger habt)*
  • Tomaten
  • Oliven
  • Paprika
  • Avocado
  • Mozzarella
  • Rucola oder Basilikum
  • Pinienkerne
*Ich mag Nudeln mit Geschmack und habe für dieses Rezept die neuen Nudeln von Birkel mit Tomate-Basilikum verwendet. Ihr könnt natürlich auch alle anderen Nudeln nehmen.

Für das Dressig:

Ganz einfach ist es, wenn ihr fertige Tomatensauce da habt. Ich habe die Sugo Basilico von Alnatura verwendet.
Das halbe Glas erwärmen. Sugo mit 1 EL Olivenöl und 1 EL Weißweinessig abschmecken. Ich habe noch eine Prise Chili, Salz und Pfeffer dazugegeben.
Wer keine fertige Tomatensauce hat, nimmt ein paar EL Pesto. Oder Olivenöl und Balsamicoessig. Alles ganz easy.
War das jetzt gar kein richtiges Rezept? Weil ich gar keine Mengenangaben und keine genauen Inhaltsstoffe angegeben habe? Genau so funktioniert aber die Easypeasy-Ratzfatz-Küche. Nicht lange nach speziellen Zutaten suchen. Einfach Kühlschrank auf und loskochen. Am Wochenende darf es dann natürlich auch wieder etwas aufwändiger und durchdachter sein – auch dafür findet ihr hier jede Menge Anregungen 🙂
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In meiner Lunchbox: Sushi-Salat

Es ist allerhöchste Zeit, euch mal einen Blick in meine Lunchbox werfen zu lassen, denn ich liebe feine, selbstgemachte Lunchbox-Variationen fürs Büro – übrigens so sehr, dass mir mein Mann zu meinem letzten Geburtstag eine teure japanische Bentobox geschenkt hat, die ich jetzt jeden Tag mit Leckereien befüllen kann.

Voraussetzungen für mein Mittagessen unterwegs sind: schnell muss es gehen und es sollte nicht zu schwer im Magen liegen (weil ich sonst nach dem Essen gern in ein Fresskoma falle). Und da ich die Mittagsschlange an der Büromikrowelle gerne meide, kann man es idealerweise auch kalt essen.

Heute habe ich eine meiner Lieblingskreationen für euch im Gepäck: ein Sushi-Salat! Ich bin ein Sushi-Junkie und könnte das Zeug jeden Tag essen – allerdings habe ich keine Lust, jeden Tag aufwendige Röllchen herzustellen.

Deshalb gibt es diesen genialen Salat: schmeckt wie Sushi, ist aber viel schneller fertig!

Lunch, Bentobox, japanisch, to go

Und so einfach geht’s:

Zutaten für 2 Portionen:

  • 160 g Sushi-Reis (wer mittags großen Hunger hat, nimmt etwas mehr)
  • 1/2 Gurke
  • 1 Karotte
  • 1/2 Avocado
  • 100 g Surimi oder gekochte Krabben oder Räucherlachs
  • 3 EL Reisessig
  • eine Prise Salz
  • 1/2 TL Zucker

Für das Luxus-Dressing:
  • 3-4 EL Sojasauce
  • ein Spritzer Limettensaft
  • 1 TL Sesamöl
  • Wasabi nach Geschmack
  • ein kleines Stück frischer Ingwer, gerieben

Für das schnelle Dressing:
  • Sojasauce

Was noch dazu passt: Edamame, Sesam, kleingeschnittene Nori-Blätter, Rettich, Kresse, Thaibasilikum, Sprossen, Koriander und was euch sonst noch zu Sushi schmeckt

Zubereitung:

Der perfekte Sushi-Reis:

Sushireis in einer Tasse abwiegen. Das ist später für das Kochen hilfreich, denn man braucht pro Tasse Reis 1,5 Tassen Wasser für die perfekte Konsistenz. Den Reis dann in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser waschen, bis das Wasser klar ist. In einen Topf geben und die 1,5-fache Menge Wasser dazu kippen. Dann gilt: starke Hitze bis das Wasser kocht, dann Deckel darauf und bei kleinster Stufe 10 Minuten köcheln lassen – dann sollte das Wasser weg und die Konsistenz perfekt sein.

Den Reisessig mit einer Prise Salz und einem halben TL Zucker verrühren und über den noch warmen Reis geben, Gut unterrühren.

Falls Edamame auf dem Speiseplan stehen, diese kurz in kochendem Wasser blanchieren. Das andere Gemüse kommt roh in den Salat.

Fisch und Gemüse in feine Stücke schneiden und zum Reis geben. Alle Zutaten für das Dressing miteinander vermischen und über den Salat geben. Wer keine Zeit oder Lust auf das Luxus-Dressing hat, kann einfach etwas Sojasauce über das Reisgemisch geben, schließlich ist bei Sushi außer Sojasauce und Wasabi auch nichts dran 🙂

Alles, was ihr zu Sushi mögt, könnt ihr auch in den Salat packen – und damit habt ihr in nullkommanix ein Lunchpaket, um das euch alle beneiden werden.

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Superfood-Salat mit Ziegenkäse, Goji-Beeren, Avocado, Granatapfel und Amaranth

Da haben wir den Salat!

Nach dem Weihnachts- und Urlaubsgelage startet der Januar wieder obergesund. Ich bin ein großer Fan von ausgefallenen Salatvariationen und heute stelle ich meine Superfood-Kreation vor: ein Salat mit Granatapfelkernen, Goji-Beeren und Amaranth. Und ich freu‘ mich unheimlich, dass so gesund auch so lecker schmeckt!

Einen Super-Profi-Tipp, wie man Granatapfelkerne ganz easy aus der Schale entfernt, ohne anschließend die Küche tapezieren zu müssen, habe ich auch für euch:

Den Granatapfel in zwei Hälften schneiden und in eine große Schüssel mit kaltem Wasser geben. Jetzt die Kerne unter Wasser mit einem Löffel aus der Schale pulen. Anschließend die Kerne in ein Sieb abgießen und fertig! Spitzsicher und trotzdem aromatisch!

Goji-Beeren und Amaranth gibt es übrigens im Bioladen.

Und so funktioniert der Rest:

Zutaten für 2 Portionen:

  • ein paar große Blätter Kopfsalat
  • 4 Stücke Ziegenfrischkäse
  • 1 kleine Avocado
  • 1 kleiner Granatapfel
  • 2 EL Goji-Beeren
  • 2 EL Amaranth
  • ein halbes Schälchen Kresse

Für das Dressing:

  • 2 EL bestes Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • 3 EL hochwertiger Fruchtessig (z.B. Himbeere oder Mango) oder ein anderer aromatischer Essig
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Den Granatapfel wie oben beschrieben vorbereiten. Den Kopfsalat waschen und die Avocado großzügig in Streifen schneiden. Salat auf Tellern anrichten und mit Avocado und Ziegenkäse belegen. Mit Goji-Beeren, Amaranth, Granatapfelkerne und Kresse bestreuen.
Das Dressing anrühren, abschmecken und direkt vor dem Servieren über den Salat geben.
Und fertig ist der Superfood-Salat!

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Kokos-Eis mit Pistazien-Krokant {Ratz-Fatz und ohne Eismaschine}

Ende Oktober und wir haben richtig Herbst-Sommer! Ich schmeiße mich heute Mittag nochmal auf den Balkon, um in der Sonne zu lesen. Mit dabei: selbstgemachtes Eis! Eis geht meiner Meinung ja das ganze Jahr, aber gerade bei schönem Wetter macht die Eisproduktion besonders viel Spaß!

Ich habe schon ein paar Mal mit Eis auf Kondensmilch-Basis experimentiert und das Ergebnis ist toll, weil das Eis damit auch ohne Eismaschine total cremig wird.

Nachdem ich bei meinen Kondensmilch-Experimenten superleckere Eissorten aus verschiedenen Brotaufstrichen erhalten habe (wie Eis mit Nutella, Erdnussbutter oder Pistaziencreme), habe ich mir diesmal einen Kokosaufstrich („Glück der Tropen“ von Rewe Feine Welt) gekauft. Ja, ich weiß, das kann man auch selbst machen, aber – tut mir leid – manchmal muss es eben schnell gehen (damit ich heute die letzten Sonnenstrahlen auch noch ausgiebig genießen kann).

Eiscreme, ohne Eismaschine, icecream

Dafür habe ich aber schnell noch ein salziges Pistazien-Krokant dazu gezaubert – sehr lecker. Auch toll dazu: Schokoraspeln – das schmeckt dann wie gefrorenes Bounty…

Eiscreme, icecream

Zutaten:


  • eine Dose (400 ml) gezuckerte Kondensmilch (unbedingt die gezuckerte verwenden, die gibt es zum Beispiel von Milchmädchen)
  • 150 g Kokosaufstrich 
  • 2-3 EL Kokosraspel
  • 300 g Schlagsahne
Krokant:
  • 75 g Pistazien, geröstet und gesalzen
  • 70 g Zucker


Zubereitung:


Die Kokoscreme zusammen mit der Kondensmilch in eine Schüssel geben und gut vermischen. Sahne sehr steif schlagen. Die Kokosraspeln unter die Masse heben. Den Rest zum Servieren aufbewahren. Die Masse in eine geeignete Form füllen und mindestens 5 Stunden (am besten über Nacht) kalt stellen.

Für den Pistazien-Krokant Pistazien grob hacken. Dann den Zucker in einer beschichteten Pfanne zum Schmelzen bringen. Die Pistazien auf einem mit Backpapier ausgelegten Teller oder einem Backblech ausbreiten. Die Pfanne vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen (nicht zu lange, sonst wird der Karamell fest!) Dann über die Pistazien gießen und alles mischen (Vorsicht: auf keinen Fall in die Pfanne greifen und mal zu kosten, Karamell wird höllisch heiß!). Trocknen lassen und anschließend in grobe Stücke brechen oder in ein Küchentuch geben und mit dem Nudelholz zerkleinern, bis es fein ist.


Mehr Eis-Rezepte ohne Eismaschine:


Nutella-Eis mit Sesamkrokant
Erdnussbutter-Eis
Pistazien-Eis
Nutella-Semifreddo
Semifreddo di cantuccini
Limoncello-Semifreddo mit Balsamico-Beeren

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Ice Ice Baby: Eiskaffee am Stiel und ein Buch für alle Eis-Fans {Werbung}

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Sommer gerade nur eine klitzekleine Pause macht. Ein bisschen Regen und milde* (* fiese frostige) Temperaturen haben noch keinen umgehauen. Nach der kleinen Abkühlung kommt der Sommer nochmal zurück. Und wenn es dann soweit ist, schadet es nicht, vorbereitet zu sein und das Gefrierfach voller Eis haben.

Ich liebe es wirklich, Eis selbst zu machen. Und das, obwohl ich keine Eismaschine habe. Ich wollte mir immer mal eine kaufen, aber – ganz ehrlich – es gibt so viele, tolle Eisrezepte, die ohne Eismaschine funktionieren, dass ich bisher wunderbar ohne ausgekommen bin (und das Ding deshalb auch erstmal von meiner Wunschliste streiche). Das Tolle an selbstgemachtem Eis: es geht kinderleicht und man kann wirklich alles reinpacken, was einem schmeckt.

Gerne mag ich Parfaits und Semifreddo (zum Beispiel dieses wunderbare Nutella-Semifreddo), die ohne Eismaschine fest werden oder auch Eis auf Kondensmilchbasis (wie wäre es mit Erdnussbutter-Eis?), das unheimlich cremig bleibt. Richtig schnell gehen aber Popsicles! Und in die kleinen Eisförmchen kann man wirklich alles einfüllen: einfach Saft. Joghurt und Obst (wie Erdbeer-Joghurt-Eis mit Basilikum und schwarzem Pfeffer) oder – der neuste Trend – Cocktails (wie Hugo am Stiel).

Und heute gibt es bei mir: Eiskaffee am Stiel mit Schokoüberzug. Die Idee stammt aus dem Buch „Eis“ von Elisabeth Johansson, das ich euch gleich noch vorstelle.

Popsicle, Coffee, Schokolade, Eis

Zutaten für 6 Stück:

300 ml kalter Kaffee
200 ml Milch
ca. 200 g Bitterschokolade (das kommt darauf an, wie groß der Schokoüberzug werden soll)
optional: Zucker

Zubereitung:

Den Kaffee mit der Milch vermischen. Wer mag, kann natürlich Zucker reingeben, aber ich trinke meinen Kaffee immer ohne Zucker (außerdem ist ja nachher Schoki drumrum). In Eisformen füllen und mindestens 4 Stunden durchfrieren lassen. Dann die Schokolade schmelzen und das Eis reintauchen (bepinseln funktioniert auch). Durch das kalte Eis wird der Überzug sofort fest und das Eis kann direkt probiert werden 🙂

Spätestens jetzt habt ihr es gemerkt: ich bin ein absoluter Eis-Fan! Und mein Lieblingsbuch zu diesem Thema ist das hier:

Eis – Eiscreme, Sorbet, Granité, Eis am Stiel, Eistorten und Parfaits hausgemacht
von Elisabeth Johansson, erschienen im AT-Verlag München, 2013, 19,90 €

Darum geht’s

Um die gesamte Eis-Welt. Das Buch enthält 170 Rezepte mit und ohne Eismaschine. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Semifreddo und einem Parfait? Einem Sorbet und Granita? Wie mache ich eine Eistorte? Und was steckt in mexikanischen Paletas? Das ist in dem Buch alles ausführlich und eindrücklich erklärt.

Was ist besonders?

Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern zum Thema Eis enthält das hier wirklich alles, was mich interessiert. Von klassischer Eiscreme über Popsicles, Eistorten und auch vegane Sorten. Toll ist auch das Kapitel über Saucen, Streusel und andere feine Eis-Garnituren. Auch die Fotos finde ich besonders gelungen.

Rezepte auf der Nachkochliste

Ich muss zugeben, ich habe es noch nicht geschafft, das Cheesecake-Eis zu machen, aber das steht ganz oben auf der Liste! Außerdem Maroneneis, Salz-Karamell, Lakritz-Rocky-Road, Champagner-Granita, und Eis-Mudcake.

Fazit

Für mich ist es das schönste Buch für alle Eis-Selbermacher und die, die es werden wollen!

Vielen Dank an den AT-Verlag, der mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

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So schmeckt der Sommer: Virgin Hugo am Stiel

{Die Super-Erfrischung}

Am Wochenende kommt der Hochsommer – und zwar richtig! Über 30 Grad für alle! Das bedeutet, ich habe wieder eine Verabredung mit meinem Balkon. Da stehen neue Blumen (Hortensien in rosa), ein neuer gelber Sonnenschirm, ein großer Liegenstuhl, eine Tube Sonnencreme und es gibt jede Menge Platz für Cappuccino-Tassen, Schalen mit frischen Erdbeeren und für folgendes Buch, für das ich mich gerade ziemlich begeistern kann: Der Ruf des Kuckucks.

Wofür ich aber unbedingt auch Platz machen muss: für diese superduper-erfrischende Leckerei, mit der ich heute noch mein ganzes Gefrierfach vollstopfe: Hugo am Stiel (aber ohne Alkohol!). Der Sommer kann kommen!

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Zutaten für 4 Stück:

  • 100 ml Holunderblütensirup
  • 250 ml Wasser
  • 1 Biolimette
  • ein paar Blättchen frische Minze

Zubereitung:

Wasser und Sirup gut vermischen. Die Hälfte der Limette in dünne Scheiben schneiden. Die andere Hälfte in das Sirupwasser ausdrücken. Alles in Eisförmchen geben und über Nacht durchfrieren lassen.

 

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Fruchtalarm! Himbeer-Minz-Smoothie und was man auf dem Balkon gerade lesen könnte

Der Sommer ist da! Und bei diesem Wetter verbringe ich den Sonntag gerne auf dem Balkon, einen Latte macchiato in der einen Hand und meinen Kindle in der anderen. Aktuell auf meiner Leseliste: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, Die Geisha, Der Gefangene des Himmels, BookLess: Wörter durchfluten die Zeit, Das Geheimnis der Eulerschen Formel  und Die Bestimmung: Band 1 – ihr seht also, ich habe einiges vor 🙂 (Dieser Abschnitt enthält Affiliate Links)

Nach dem Kaffee darf es dann was erfrischendes sein und da bin ich ein großer Fan von püriertem gefrorenem Obst: ein Smoothie geht irre schnell und schmeckt super erfrischend! Heute im Glas: Himbeeren und Minze.

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Zutaten für 1 Glas:

  • eine Handvoll gefrorene Himbeeren
  • 1 kleine Banane (am besten davor kurz ins Gefrierfach legen)
  • ein paar Blättchen frische Minze
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • 1-2 TL Honig zum Süßen
  • Mineralwasser

Alle Zutaten in einen Mixer geben, pürieren und eiskalt genießen.

Und jetzt müsst ihr mich entschuldigen, der Balkon wartet auf mich.

Einen wunderschönen Sonntag euch!

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Avocadopasta mit Jacobsmuscheln und warum ich gerade so im Stress bin…

Ihr müsst mich entschuldigen, aber ich habe gerade so gar keine Zeit. Vor einem Jahr war ich bis über beide Ohren mit meinen Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt und fast auf den Tag genau ein Jahr später bin ich Trauzeugin bei meiner besten Freundin – glücklich, aber gestresst! Hochzeitszeitungen wollen gelayoutet und Überraschungen vorbereitet werden. Aber ich bin von all unseren Überraschungen 100% überzeugt und freu mich wie verrückt auf den 10. Mai.

Allerdings freu ich mich jetzt erstmal tierisch auf morgen: der Junggesellenabschied steht an. Und ich muss auch gleich zurück an die Vorbereitungsfront. Derweil hab ich ein Rezept für euch, das ich schon vor einer Weile zaubert habe (genau genommen, seit es die neue Ausgabe der Deli gibt – ihr erkennt die Avocadosauce?) – lasst es euch trotzdem schmecken!

P.S. Ich hoffe, ihr verzeiht mir immernoch, dass es hier gerade keine Kuchen gibt! Knapp 7 Kilo sind runter!

Zutaten für 4 Portionen:

350 g Pasta nach Wahl
2 kleine, reife Avocados
2 EL Olivenöl
eine Handvoll Basilikum
eine Handvoll glatte Petersilie
1 Bio-Limette
Chiliflocken
Salz
8 Jacobsmuscheln
Olivenöl zum Anbraten
3 Frühlingszwiebeln
eine Handvoll Kirschtomaten

Zubereitung:

Avocados halbieren und entkernen. Mit Kräutern und Öl pürieren. Limettenschale abreiben, Saft auspressen. Die Avocadomasse mit Limettenschale, Saft, Salz und Chiliflocken abschmecken. Pasta al dente kochen. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und mit etwas Olivenöl kurz anschwitzen. Jacobsmuscheln von jeder Seite 2-3 Minuten anbraten, die Mitte darf noch glasig bleiben.

Die Pasta mit der Avocadosauce vermengen. Jacobsmuscheln auf die Nudeln geben. Mit Kirschtomaten und Limettensaft servieren..

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Happy Oster-Frühstück: Gebackenes Müsli mit Beeren

Rechtzeitig zum Osterwochenende habe ich heute unser letztes Happy-Osterfrühstück-Rezept für euch im Gepäck. Ich hoffe, Rebecca alias Mrs Baby Rock my Day und ich konnten euch in dieser Woche ein bisschen inspirieren und ihr habt wunderbare Ideen für euren diesjährigen Osterbrunch.

Alle Rezepte könnt ihr hier nochmals nachlesen:

Selbstgemachte Croissants
Quarkschnecken mit Karotten und Frühlingszwiebeln
Belgische Waffeln
Frühstücksei im Brötchen
Die weltbesten Körnerbrötchen

Mein letztes Rezept, ein gebackenes Müsli mit Beeren, ist wirklich ruckzuck und kinderleicht zubereitet und schmeckt unheimlich lecker:

Müsli, Beeren, Joghurt, Frühstück, Brunch

Zutaten für 8 Gläschen:

Müsli, Beeren, Joghurt, Frühstück, Brunch

  • 75 g Haferflocken
  • 25 g Kokosflocken
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 2 EL flüssige Butter

Pro Glas: 2-3 EL Joghurt, Beeren nach Wahl (süß und aromatisch müssen sie sein), Minzblättchen und Zitronenschale zum Verzieren

Zubereitung:

Backofen auf 180°C vorheizen. Die Müslizutaten vermischen und entweder in 8 ofenfeste Weckgläschen füllen oder in eine große Ofenform. Etwa 10 Minuten backen, bis das Müsli schön knusprig ist. Gläschen mit Joghurt auffüllen und mit Beeren garnieren. Wer mag, kann Minzblättchen und Zitronenschale darauf verteilen oder einfach etwas Zucker darüber streuen.

Wir wünschen euch HAPPY OSTERFRÜHSTÜCK und wunderschöne Feiertage!

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