Hallo Weihnachtsmann, kannste das noch mitnehmen?

Letztes Jahr hat mich das Geschenke-aus-der-Küche-Fieber gepackt und deshalb gibt’s für die Lieben auch in diesem Jahr wieder jede Menge Selbstgemachtes (ob se nun wolln oder nicht!).

Schwieriger als das Kochen, Backen, Mixen und Eintüten ist für mich der Umgang mit der Bastelschere. Gerade an einer Linie entlang Ausschneiden und so’n Kram ist nicht so meins. Wenn ich jetzt sage, dass ich nicht mal ein Gelbild gerade ausschneiden kann, weiß meine beste Freundin und Diplomarbeitsleidensgenossin genau, was ich meine :-). Zum Glück ist sie auch meine Trauzeugin und daher gezwungen, mir bei der großen Nach-Hochzeitsfeier im nächsten Jahr mit Rat und Tat und Bastelschere zur Seite zu stehen…

Aber zurück zu Weihnachten. In diesem Jahr habe ich also selbst die Schere geschwungen und mein Bestes gegeben. Und ich finde, es kann sich eigentlich sehen lassen. Ein großes Dankeschön übrigens an Shops wie Casa die Falcone, die auch dem schlimmsten Grobmotoriker schönes Verpacken ermöglichen.

Morgen geht’s wieder in die Küche, dann aber für’s Weihnachtsessen – ich bin gespannt, was ihr so zaubert.

Den weltbesten 4. Advent wünsch’ ich euch!

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Lebkuchen-Cantuccini und Orangenkipferl – Lieber Weihnachtsmann, ich wünsch’ mir eine Hose mit Gummizug

Skandal! Wir schreiben schon den 3. Advent und ich habe noch nicht ein einziges Plätzchenrezept gepostet. Aber wer den 1. Advent in der Karibik verbringt (*hüstel), tut sich mitunter schwer, in Weihnachtsstimmung zu verfallen…

Aber keine Sorge, ich habe an mir gearbeitet. Habe also in den letzten zwei Wochen tapfer jede Menge Lebkuchen und Maronen und Schokobananen gegessen, Weihnachtsräucherstäbchen entzündet (gruselig!) und richtig viel Glühwein getrunken. Jetzt bin ich angekommen im Weihnachtsstimmungsland.

Und deshalb präsentiere ich euch gerade rechtzeitig zum 3. Adventswochenende meine Lieblingsplätzchen-Rezepte. Leider sind von den feinen Dingern keine mehr übrig. Die waren einfach unverschämt lecker. Zusammen mit all den anderen Ich-muss-in-Weihnachtsstimmung-kommen-Leckerein haben diese Plätzchen Spuren hinterlassen. Lieber Weihnachtsmann, eine Hose mit Gummizug wäre deshalb in diesem Jahr ein superduper Weihnachtsgeschenk…

Lebkuchen-Cantuccini

Zutaten für ca. 75 Stück:

250 g Mehl
1 TL Backpulver
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 TL Lebkuchengewürz
eine Prise Salz
25 g weiche Butter
2 Eier
100 g ganze Mandeln
60 g Pistazien

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten außer den Nüssen in einer Schüssel mischen. Die Butter in Stückchen schneiden und zusammen mit den Eiern in die Schüssel geben. Mit den Knethaken des Rührgeräts oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. Dann mit den Händen die Nüsse einarbeiten. Den Teig zu 3-4 Rollen und in Frischhaltefolie wickeln. Mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank packen.

Währenddessen den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Teigrollen auf ein Backblech mit Backpapier legen und etwa 15 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen.

Die Rollen schräg in dünne Scheiben schneiden, die Scheiben auf dem Backblech verteilen (ihr braucht jetzt wahrscheinlich 2 Bleche) und nacheinander nochmals etwa 8 Minuten backen.

Nach einem Rezept aus “Lecker Christmas”, Special 2012, Ausgabe 4, Bauer Living GmbH, Hamburg

Orangenkipferl

Zutaten für ca. 40 Stück:

200 g kalte Butter in Stückchen
120 g Zucker
Schale von einer Bio-Orange
2 Eigelb
100 g gemahlene Mandeln
300 g Mehl
1 Prise Salz

Für den Orangenzucker:

75 g Zucker
75 g Puderzucker
Schale von einer Bio-Orange

Tipp: den Orangenzucker ruhig schon ein paar Tage vorher vorbereiten, dann schmeckt er intensiver. Einfach nur alle Zutaten vermischen, fertig ist der Orangenzucker.

Zubereitung:

Butter, Zucker und Limettenschale mit dem Rührgerät vermengen. Eigelbe unterrühren und nacheinander Mandeln, Mehl und Salz dazugeben. Achtung, den Teig nicht zu lange kneten, sonst wird die Butter warm und die Plätzchen werden nicht so schön mürbe. Den Teig zu Rollen formen, in Frischhaltefolie packen und mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Zwei Backbleche mit  Backpapier auslegen. Von den Rollen etwa 1 cm dicke Scheiben abschneiden und Kipferl daraus formen. 12 Minuten backen.

Die Kipferl nach dem Backen 1-2 Minuten ruhen lassen und dann gleich im Orangenzucker wälzen, solange sie noch warm sind. Das ist wichtig, sonst bleibt der Zucker nämlich nicht kleben. Aber vorsicht: warm sind die Kekse zerbrechlich!

Nach einem Rezept aus Geschenke aus meiner Küche. von Annik Wecker, Dorling Kindersley, München, 2011.

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Sucht ihr noch Weihnachtsgeschenke?

Und? Habt ihr euch schon an einem Adventssamstag durch die Innenstädte geschlagen? Tüten geschleppt, bis euch die Arme geschmerzt haben, dabei die glühweingeschwängerte Luft eingeatmet? So verlockend das klingt, ich muss zugeben, ich bestelle meine Geschenke gerne auch im Internet *hüstel. Am liebsten Sonntag vormittags im Schlafanzug. Mit Tee und Plätzchen.

Egal, wie man an die Geschenke kommt, blöd ist, wenn einem die Ideen fehlen. Deshalb stöbere ich schon seit Wochen in diversen Online-Kaufhäusern, damit auch ja alles rechtzeitig geliefert wird.

Falls euch noch die zündende Idee für jemanden fehlt, der gerne kocht und backt (oder es gerne lernen würde), möchte ich euch die neuen KOSMOS-Kochbücher vorstellen. Ich war schon auf der Buchmesse ganz verliebt in das neue Design. Jetzt habe ich zwei dieser Bücher mal genauer inspiziert und euch das Ergebnis mitgebracht.

Besonders an Herz gewachsen ist mir dieses zuckersüße Buch:
Komm zum Kaffeeklatsch: Einladen, dekorieren, genießen

Das hübsche Buch vereint in Kapiteln wie “Lass die Sonne rein”, “Wir machen es uns gemütlich” und “Komm zur Backparty” feine Rezepte für Süßes mit Dekorationstipps für die Kaffeetafel. In jedem Kapitel gibt es außerdem eine Doppelseite mit den zum Anlass passenden Getränken. Ganz besonders ansprechend finde ich die detailverliebten und zauberhaft inszenierten Fotografien. Das macht direkt Lust, selbst eine Kaffee-/Tee-Party auszurichten. Notiz an mich selbst: dringend mal wieder hübsches Geschirr kaufen! Auch toll: der Hinweis “Das ist wirklich wichtig” an manchen Rezepten. Schließlich muss man wissen, dass z.B. Puderzucker und Mandeln für Macarons UNBEDINGT gesiebt werden müssen…

Alle hippen Rezepte sind da: Cakepops, Whoopie Pies, Macarons, Cupcakes, Minigugl und Eclairs. Trotzdem inspiriert das Buch mit neuen und teilweise auch ausgefallenen Ideen wie Bier-Cremeschnitten, Aprikosenfocaccia und Bratapfel-Natas. Das Lebkuchen-Tiramisu steht ganz oben auf der Liste meiner diesjährigen Weihnachtsdesserts.
Einziger Wehrmutstropfen: zu jeden Rezept gibt es schöne Bilder – die zeigen manchmal aber nur hübsch fotografierte Zutaten und nicht das Ergebnis. Das ist schade, weil ich gerne weiß, wie ein Gericht aussieht, bevor ich es zubereite. 
Trotzdem: absolute Kaufempfehlung für Mädels, die Süßes und Hübsches mögen!
Noch nicht ganz so intensiv begutachtet habe ich das zweite Buch:

Asiatisch gut gekocht! Das Grundkochbuch

Trotzdem steht es auf den ersten Blick dem hübschen Kaffeeklatsch-Buch um nichts nach. Die Fotos sind genauso ansprechend und die Rezepte gut erklärt.
Das Inhaltsverzeichnis erinnert an ein Standard-Asia-Kochbuch mit Kapiteln wie “Suppen”, “Currys” und “Nudeln, Reis und Tofu”. Darüber hinaus gibt es aber interessante Kapitel zu Küchenutensilien und den wichtigsten Zutaten. Auch verschiedene typisch asiatische Zubereitungsarten werden ausführlich erklärt. Ein tolles Kochbuch für Einsteiger also!
Neben dem “Das ist wirklich wichtig” enthält dieses Buch Tipps als kleine “Sprechblasen” in den Fotos – eine sehr schöne Idee!
Interessant sind auch die Länderinformationen zu Japan, Vietnam, Thailand, Korea usw. Insgesamt ein sehr vielseitiges Kochbuch also. Wer die asiatische Küche kennt, wird von den Rezepten nicht sonderlich überrascht sein, aber das ist vollkommen in Ordnung. Schließlich handelt es sich hier um ein “Grundkochbuch” und diesem Titel wird es absolut gerecht. Nur ein Rezept möchte ich hervorheben: wer einmal vietnamesische Frühlingsrollen (hier:”Sommerrollen”) probiert hat, möchte nie wieder andere!
Fazit: ein sehr ansprechendes und umfassendes Grundkochbuch für alle, die noch nicht zig Asia-Kochbücher im Regal stehen haben.
Vielen Dank an den KOSMOS-Verlag, der mir die beiden Bücher freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
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