Disneyland mit Kleinkind

5 Tipps, wie der Trip ein Erfolg wird

Ich war gerade zum ersten Mal im Disneyland Paris und fand es sensationell! Getarnt war der Ausflug ja als Trip für den Jungen, aber als Disney-Fan träume ich selbst schon seit Jahren von einer Reise ins Disneyland. Vorher waren wir aber unsicher. Der Junge ist zweieinhalb – taugt das überhaupt was für so kleine Kinder? Ein Vorteil ist, dass Kinder unter 3 nichts kosten, weder beim Eintritt noch beim Büffet – und bei den Preisen war das ein ziemlich gutes Argument! Also haben wir es gewagt – mit der Aussicht, dass der Junge sonst eben dort auf den Spielplatz geht und die Mama den Disneyzauber erleben darf.

Wie es uns mit Kleinkind im Disneyland erging und was ich Eltern (und übrigens auch allen Disneyland-Pilgern ohne Kinder!) empfehlen würde, erfahrt ihr hier. 

1. Reisezeit

Eigentlich muss ich das ja nicht extra schreiben, aber wenn es irgendwie möglich ist: vermeidet Ferien, Feiertage und Wochenenden! Für eine 2-Minuten-Attraktion 110 Minuten anstehen (habe ich Samstags gesehen), ist eine Verschwendung von Lebenszeit! Unter der Woche eignen sich alle Tage recht gut, achtet auch auf die Feiertage und Ferien in anderen Ländern. Wir waren Ende März, kurz vor den Osterferien. Es war noch recht kalt, sodass Mützen und Handschuhe mit mussten, aber es war sonnig. Ende März war der Besucherstrom unter der Woche wirklich angenehm und die Preise für das Gesamtpaket waren in der Vorsaison auch noch verhältnismäßig gut.

Einen guten Tipp zur Reisezeit findet ihr hier: Reisezeit Disneyland Paris

 

2. Unterkunft und Extra Magic Hour

Hier kommt mein ultimativer und allerwichtigster Tipp: übernachtet auf jeden Fall in einem Disneyhotel! Die scheinen auf den ersten Blick etwas teurer, sind es aber eigentlich gar nicht. Und die Zeit, die man dadurch gewinnt, ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

Zwei Dinge sind bei der Übernachtung im Disneyhotel für eure Planung essentiell:

Der Eintritt in die Parks ist im Preis inklusive! Scheint euch der Übernachtungspreis auf den ersten Blick zu hoch, rechnet das einmal gegen: ein 4-Tages-Eintritt ins Disneyland hätte 229 € pro Person gekostet – das wären für uns zwei Erwachsene schon fast 500 € gewesen, wenn wir ein Hotel außerhalb gebucht hätten. Das Disneyhotel (wir haben 3 Tage im Newport Bay übernachtet), war nicht ganz billig, aber wenn ich 500 € Eintritt abziehe, war es eigentlich ein echtes Schnäppchen (in unserem Spezialangebot zum 25- Disneyland-Geburtstag war sogar die Halbpension im Preis inklusive, aber zur Verpflegung kommen wir später). 

Der Clou für Hotelgäste: ihr dürft in den Park, bevor er für Tagesgäste öffnet und die sogenannte Extra Magic Hour genießen. Die Extra Magic Hour ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Wir durften um 8.30 Uhr in den Park und sind erstmal 5-6 Sachen gefahren. Der Park öffnet offiziell um 10 Uhr und bis die Massen sich dann verbreitet hatten, war es dann schon so 11.30 Uhr – Zeit für uns, ein Päuschen einzulegen und den Park erstmal zu verlassen (ja, man darf mit dem Ticket raus und später wieder rein).

Auch ein großer Vorteil am Disneyhotel: man kann tagsüber eine Pause auf dem Zimmer machen und sich kurz ausruhen. Die Tage sind sehr lang und laut Schrittzähler haben wir über 20 km am Tag zurück gelegt – einmal kurz Füße hoch legen war wirklich viel wert.

Was abends schön war: nach dem Feuerwerk muss man nicht mit tausenden anderen gleichzeitig vom Parkplatz fahren, sondern spaziert gemütlich rüber ins Hotel.

 

Disneyland Paris
Alice’s Curious Labyrinth
Disneyland Paris
Peter Pan’s Flight
Disneyland Paris
Pirates of the Caribbean

3. Verpflegung

Die Verpflegung im Park ist so absurd teuer, dass es mir echt die Schuhe ausgezogen hat. Hier ein paar Beispiele: eine kleine Flasche Wasser 4 €, eine Portion Popcorn 5,50 €, ein Fast Food Menü aus Cola, Pommes und Burger ca. 16 €, ein Schoko-Apfel mit Mickey Maus Ohren 6 €.

Da wir für das Gesamtpaket (Übernachtung/ Eintritt) ja schon eine stolze Summe hingeblättert haben, wäre 4 Tage Essen im Park nicht drin gewesen – ich gebe sehr gerne Geld für Essen aus, aber Fast Food für 16 € pro Person, da bin ich einfach zu geizig!

Hier unsere Überlebenstipps:

  • Fahrt nach Möglichkeit mit dem Auto. Wir hatten das Auto bis unters Dach mit Essen und Getränken vollgeladen. Wasserflaschen, Kekspackungen, Obst etc. Alles, was sich ein paar Tage hält. Prinzipiell ist es erlaubt, Verpflegung mit in die Parks zu nehmen, so lange ihr nicht ein richtiges Picknick veranstaltet.
  • Verpflegung im Hotel mitbuchen. Es gibt die Möglichkeit, Halbpension oder Vollpension im Hotel zu buchen – natürlich nur, wenn ihr in einem Disneyhotel übernachtet. Aktuell gibt es ein Angebot zum 25. Geburtstag – hier ist die Halbpension inklusive. Und das lohnt sich sehr!

Wir hatten im Newport Bay Hotel morgens ein ordentliches Früchstücksbüffet und die 2. Mahlzeit haben wir in Form von Gutscheinen erhalten. Diese sind etwas mehr als 30 € pro Person wert und können in den meisten Restaurants im Park und in den Hotels eingelöst werden. Damit sind wir dann abends nochmal zum Büffet gegangen, z.b. im New York Hotel mit eigener kleiner Burger Bar, Hot Dog Stand, riesen Nachtisch-Auswahl – da wurden wir alle drei satt und das Essen war richtig gut.

Achtung: es gibt meines Wissens in der näheren Umgebung keine Supermarkt, um sich vor Ort günstig mit Wasser und Snacks zu versorgen – zumindest habe ich keinen gefunden.

4. Gute Vorbereitung

Das Disneyland in Paris besteht aus zwei Parks (das Disneyland und die Disney Studios), und der Disneyland-Park ist in fünf Themenwelten aufgebaut – Fußwege von 20 km am Tag waren da durchaus drin. Weil es so viel zu entdecken gibt, ist es wichtig, sich schon vorher Gedanken zu machen, was man sehen will. Hilfreich ist ein Tagesplan, die Hauptattraktionen sollte man zum Beispiel gleich morgens besuchen, bevor es voll wird, da man sonst ruckzuck 1-2 Stunden anstehen muss, nahe gelegene Attraktionen sollte man zusammenlegen und man kann sich bei unterschiedlichen Interessen ja auch mal kurz trennen. Im Tagesplan sollten auch Events wie die tägliche Parade gegen 17 Uhr und das Feuerwerk gegen 20.30 Uhr eingeplant werden*

*Alle Zeitangaben sind ohne Gewähr, diese variieren während der Saison und müssen vor Ort angefragt werden.

5. Kleinkinder im Disneyland glücklich machen

Zum Schluss kommen wir zu der Frage, was der Junge mit zweieinhalb von einem Ausflug ins Disneyland hatte: zunächst muss ich erwähnen, dass Kinder unter 3 im Park und auch bei Halbpension nichts kosten und wir deshalb erstmal einen Batzen Geld gespart haben. Was für uns sehr schön war: wir haben zuhause schon ziemlich viele Disneybücher mit Mickey Maus, Peter Pan, Dschungelbuch, Arielle – er konnte mit den überall präsenten Figuren sehr viel anfangen und und hat sich jedesmal irre gefreut, wenn wir eine Figur im Park getroffen haben. Highlight war natürlich die Disneyparade mit allen Charakteren.

Es gibt viele “normale” Karusells, die sich einfach im Kreis drehen oder fliegen (z.B. Dumbos Elefanten), das mochte der Junge sehr. Aber man kann auch mit dem Zug durch den Park fahren oder mit einem Boot durch eine Märchenlandschaft oder mit Autos durch einen Parkur. Weitere Highlights: It’s a small world (kleine Puppen tanzen in verschiedenen Ländern) und Peter Pans Flight (der Flug über das nächtliche London ist anfangs recht dunkel und ich war kurz besorgt, aber der Junge wollte gleich nochmal fahren).

Für Kinder gibt es auch tolle Attraktionen zu Fuß wie das Labyrinth von Alice im Wunderland oder die Höhlen auf der Pirateninsel inkl. Piratenspielplatz.

Das Feuerwerk abends mit der Lichtshow und Musik war für uns ein Highlight, für den Kleinen aber doch zu aufregend, deshalb war das eher ein Event für die Großen. Apropos für die Großen: natürlich sind wir auch Sachen ohne den Jungen gefahren: hier lohnt sich z.B. die “Single Raider”-Schlage – wenn man allein fährt, muss man oft nicht anstehen und kann einfach durchgehen.

Der Trip war also ein voller Erfolg für die ganze Familie! Wir hatten kaum Wartezeiten, gutes bezahlbares Essen und jede Menge Spaß! Und jeder Euro, den wir beim Essen gespart haben, wurde standesgemäß in Souvenirs investiert -hier nochmal der Tipp: kommt mit dem Auto, damit ihr auch die ganzen Geschenke mit nach Hause nehmen könnt 🙂

 

Wart ihr auch schon im Disneyland oder plant ihr einen Trip? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Gute Tipps zur Planung eurer eigenen Disneyreise findet ihr übrigens auch hier: www.dein-dlrp.de

 

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*