Ja, ich will… Kuchen!

Meine klitzekleine, selbstgemachte Hochzeitstorte mit Schokolade, ganz viel Liebe und so vielen Kalorien wie Astronautennahrung

Nach und nach trudeln die Fotos unserer Hochzeitsfotografin ein und bei jedem Bild bin ich entzückt, gerührt und begeistert, weil mir wieder einfällt, wie unglaublich dieser Tag war. Nach unserer Hochzeit in New York, die wir ja ganz allein bestritten haben, war es unheimlich schön, zuhause nochmal mit all unseren Lieben zu feiern.

Die schönsten Schnappschüsse stelle ich gerade für euch zusammen, aber die Torte kann natürlich nicht warten.

Tadaaaa – ich präsentiere stolz: meine selbstgemachte klitzekleine Hochzeitstorte! Ein Traum aus Schokolade, Espresso, gerösteten Pekannüssen und mit so vielen Kalorien wie Astronautennahrung.

Ich hab‘ wirklich eeeewig drüber nachgedacht, was ich zur Hochzeit backen soll und natürlich dachte ich an diese gigantischen, fünfstöckigen, zuckerüberzogenen, blumenbestückten Torten. Aber ich konnte mich irgendwie nicht damit anfreuden. Ich hab‘ das Ganze in kleinen Portionen mal ausprobiert, aber ganz ehrlich: Fondant ist doch echt bäh!! Schmeckt mir einfach nicht. Und plötzlich hab‘ ich meine Gäste vor mir gesehen, wie sie die unsagbar süß-klebrige Schicht mit der Gabel vom Kuchen kratzen und heimlich unter der Serviette verschwinden lassen.

Und was kommt dann zum Vorschein? Eine fette Buttercreme, die auch nicht unbedingt jedermanns Geschmack ist. Da ich aber sowieso nicht jedermanns Geschmack treffen kann, habe ich beschlossen, zumindest meinen eigenen zu treffen. Ätsch! Und was geht immer? Natürlich Schokolade!

Für alle Gäste, die nicht süchtig nach Schokolade sind, habe ich andere feine Leckereien gezaubert und statt fünfstöckiger Hochzeitstorte eine Candy-Bar kreiert. Mehr davon gibt es in Kürze hier.

Und wie macht man dieses Kalorienbömbchen? Eigentlich ganz einfach 🙂


Zutaten für zwei Böden (die werden dann aufeinander gesetzt) mit je 26 cm Durchmesser:

2x 200 g beste Zartbitterschokolade
2x 5 EL starker Espresso
2x 225 g weiche Butter
2x 225 g brauner Zucker
2x 7 Eier (ja, sieben!)
2x 130 g Pekannüsse
2x 130 g Mehl
2x 2,5 TL Backpulver

Für die Füllung:

200 g beste Zartbitterschokolade
100 g Butter
6 TL starker Espresso
8 EL Crème fraîche
100 g Puderzucker
100 g Pekannüsse

Zubereitung:

Die beiden Böden habe ich nacheinander gebacken. Also erstmal eine Springform einfetten und den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Die Mengenangaben (also z.B. 200 g Schokolade) beziehen sich auf einen Boden.

Die Schokolade zusammen mit dem Espresso im Wasserbad schmelzen. Dann die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Die Masse sieht dann etwas komisch aus, weil sie gerinnt, das ist aber normal. Der Kuchen wird trotzdem fantastisch.

Die Schokolade dazu geben. Zum Schluss die grob gehackten Pekannüsse dazu geben.

Mehl und Backpulver sieben und dann vorsichtig unterheben.

Den Teig in die Form füllen und ca. 50 Minuten backen. Besser aber nach 40 Minuten schon eine Stäbchenprobe machen.

Den zweiten Boden genau so backen.

Die Böden schmecken auch nach ein bis zwei Tagen noch lecker. Die Füllung würde ich aber ganz frisch zubereiten (Achtung: Wartezeit einrechnen! Die Füllung muss eine gute Stunde im Kühlschrank stehen, bis sie streichfest ist).

Dafür Schokolade, Butter, Espresso und Crème fraîche wieder im Wasserbad schmelzen. Vom Herd nehmen und den Puderzucker langsam einrühren. Dann in den Kühlschrank stellen, bis die Füllung streichfest ist (das dauert etwa ein bis zwei Stunden). In der Zwischenzeit die restlichen Pekannüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Die Creme auf beide Böden verteilen, Nüsse drüber streuen und die Böden aufeinander setzen.

Gar nicht so schwer, oder?

Bilder: Kitty von Hochzeitsfotograf Stuttgart

Ihr wollt mehr über unsere Hochzeit in New York erfahren? Schaut mal hier:

Heiraten in New York Part 1: Wir haben es getan!
Heiraten in New York Part 2: Das erste Foto 
Heiraten in New York Part 3: Alle Bilder, alle Fakten
Heiraten in New York – Aftershow-Party: Was kann bei einer Hochzeit eigentlich alles schief gehen?
Heiraten in New York – Aftershowparty: „Schatz, ich hab‘ meinen Ehering verloren“ und andere zentrale Sätze in der Vorhochzeitswoche
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Heiraten in New York: Hochzeitstag

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5 Kommentare

  1. Ich bin ein totaler Fan von so unkonventionellen Hochzeitstorten! Ich hätte ja am liebsten Mamas Apfelkuchen..den von mir aus auch fünfstöckig 😀
    Es ist Euer Tag und das Wichtigste ist doch, dass es Euren ganz persönlichen Geschmack getroffen hat. Nicht an jeder Tradition muss man krampfhaft festhalten – vor allem nicht, wenn die Alternative so köstlich aussieht, wie deine Torte! Ich freue mich schon auf die Candy bar 🙂
    Liebe Grüße und natürlich auch herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit!! Ann-Katrin

  2. Hallo, ich bin so gespannt auf die Fotos. Ich glaube die Entscheidung mit dem wirklich köstlich ausseheneden Kuchen – war die beste überhaupt. Ausserdem muss ich den dringend nachmachen ! Der neue Header ist übrigend auch ganz bezaubernd ! Herzlichste Grüße aus Rainy Berlin
    Backherz Rebecca

  3. Das hast du so schön geschrieben…und Recht hast du!!! Man kann es nicht jedem Recht machen und an so einem Tag sollte man an erster Stelle an sich und seinen Partner denken.
    Und deine Entscheidung hört sich saulecker (Entschuldigung) an! 😉
    Alles Liebe
    Melli

  4. Torten mit Fondant sehen zwar häufig schön, aber nie appetitlich aus, und wenn ich mich entscheiden sollte, dann immer fürs Appetitliche. Dein Törtchen hier ist für mich sogar Appetitlichkeit hoch drei.

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