Kindergeburtstagsdeko: Waldtiere {Mach’s dir leicht}

Versteht mich nicht falsch: wenn ihr Freude daran habt, in liebevoller Handarbeit eine Zirkusmanege aus Fondant zu kneten und die thematisch passenden Einladungen für den Kindergeburtstag von Hand zu bemalen, finde ich das prima. Nur ich bin da leider raus. Ich habe zwei linke Hände, wenn es um filigrane Bastelarbeiten geht und außerdem habe ich auf sowas schlicht und ergreifend keine Lust.

Trotzdem finde ich ein Party- und Tischdeko-Motto für einen Kindergeburtstag ganz super. Gern auch schon für Babys. Natürlich haben die ganz Kleinen noch nix vom Motto, aber bei uns gibt es jedes Jahr ein Foto vom Geburtstagstisch und so kann sich der Junge auch noch drüber freuen, wenn er größer ist.

Zum 1. Geburtstag hatten wir ein Motto mit Meerestieren, in diesem Jahr gab es einen Waldgeburtstag, Ehrengast war der Igel. Der Junge ist in der Kita nämlich der Igel (für die, die das noch kennen: jedes Kind ist in der Kita einem Tier zugeordnet, die Tiere hängen dann an der Garderobe, an den Trinkbechern usw.) Und da der Junge genau weiß, dass er der Igel ist, kann er mit diesem Motto schon ganz gut was anfangen und hat sich sehr darüber gefreut.

Jetzt gibt es ja auf Pinterest unzählige superschöne Kindergeburtstagsideen. Tolle Motivtorten und hübsche Basteleien. Leider bin ich Experte auf dem Gebiet „Pinterest Fail“: ein (vermeintlich) einfaches Rezept – und das Ergebnis hat dann so rein gar nix mit dem hübschen Pinterest-Bild gemeinsam. Deshalb mache ich es mir leicht, lasse aufwändig verzierte Kuchenträume links liegen und setze lieber auf Schummel-Werkzeug wie gekaufte Backformen. Aber auch das kann ganz schön in die Hose gehen…

Wie man es sich unnötig schwer macht:

Für den Igel-Kuchen hatte ich extra eine Form gekauft. Easy, dachte ich, machste bisschen Teig rein und raus kommt ein Igel. Pustekuchen. Die Igel-Form aus Metall war so störrisch wie befürchtet. Insgesamt 4 Anläufe habe ich gebraucht, um den Igel wenigstens an einem Stück aus der Form zu bekommen (ja, Trennspray habe ich natürlich verwendet, ja, ich habe sogar verschiedene Kuchenrezepte ausprobiert – die Form war trotzdem Mist).

Egal, nach 4 Runden hatte ich einen Igel, der nur ein bisschen zerbrochen war und mit einer halben Packung Kakao drüber ist das fast nicht mehr aufgefallen. Schnell noch ein paar Augen (gekauft!) und Mikadostäbchen drauf und fertig war das Igel-Tier.

Die Igel-Backform ist nach der Feier direkt in den Müll gewandert. Notiz an mich selbst: für Tiere oder andere Kuchen, die eine bestimmte Form haben sollen, in Zukunft nur noch auf Silikon-Backformen zurück greifen.

Mach’s dir leicht:

Abgesehen vom Tier-Kuchen ist für euren Motto-Geburtstag alles erlaubt, was nicht zu viel Arbeit macht. Kauft hübsche Servietten, Motto-Teller und -Becher und thematisch passendes Futter. Wir hatten zum Beispiel Gummibärchen in Fuchs- und Froschform. Und von Leibnitz gibt es tatsächlich die Butterkeks-Waldtier-Edition mit Eulen, Schnecken, Füchsen und natürlich Igel. Weitere Deko findet ihr vielleicht sogar im Kinderzimmer: passende Lego-Tiere oder ein Lego-Bagger, der einen Schokoladen-Hügel bearbeitet (der Schokoladen-Hügel war ursprünglich ein missratener Igel).

Dazu gab es ein paar Fliegenpilzmuffins (die auf Pinterest übrigens deutlich besser ausgesehen haben, aber wenigstens sind die Kinder auf die Mini-Marshmallows abgefahren) und noch ein paar Tiere (diesmal aus einer Silikonbackform).

Ihr seht: man muss weder ein Backvirtuose noch ein geschickter Bastler sein, um ein nettes Kindergeburtstagsmotto auf den Tisch zu packen.

Wie macht ihr das am Geburtstag so?

 

 

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1 Kommentar

  1. Wie geil, diese Sache mit den Motivformen kommt mir bekannt vor. Bei mir war es ein Schmetterling und aus den missglückten sind (sauaufwändige) Cake Pops geworden 😉

    Schöner Geburtstagstisch, da hätte ich mich als Kind auch gefreut!

    Liebe Grüße
    Julia

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