Nutella-Espresso-Granatsplitter oder Die eleganteste Art, misslungenen Kuchen zu verstecken

Seid der Mini-Cheesecake da ist, steht Kuchen Backen ziemlich weit unten auf meiner Prioritätenliste. Zuerst muss nämlich der Mini-Cheesecake satt werden und dann müssen wir satt werden. Wenn ich also in der Küche stehe, dann meist nicht für lecker Gebäck.
Allerdings kann ich es kaum erwarten, endlich Kindergeburtstags-taugliche Kuchen und Torten zu produzieren und dafür brauche ich ein bisschen Zeit zum Üben.
Diese Zeit habe ich mir die Woche endlich mal genommen und ein neues Rezept ausprobiert – und das ist dann aber ganz gewaltig in die Hose gegangen ist. Geplant war ein Rührkuchen mit einer Form in der Mitte (ich hoffe, ich kann euch irgendwann auch ein gelungenes Objekt zeigen) und am Ende hatte ich eigentlich nur einen Haufen Kuchenbruchstücke – die waren allerdings recht lecker.
Vor dem Kuchentrümmerhaufen stehend ist mir eingefallen, dass mein Mann mal gesagt hat, aus Kuchenresten würde man Granatsplitter machen. Gut. Kann man bestimmt auch aus einem ganzen Kuchen.
Kühlschrank auf, Frischkäse gefunden. Dann noch Nutella und Espresso aus dem Schrank gezogen (hat man ja sowieso immer daheim) und einfach einen Versuch gestartet.
Und ich sag euch: die Granatsplitter waren so sensationell, dass ich jetzt glaube ich öfter mal einen Kuchen ruinieren muss 🙂

Zutaten für 10-12 Stück:

600 g Rührkuchen
300 g Frischkäse
2-3 EL Nutella
3 EL Espresso
200 g Kuvertüre
10-12 runde Kekse (zum Beispiel Haferkekse)
Wer mag: zerstoßene Espresso-Bohnen zum Verzieren

Zubereitung:

Den Rührkuchen zu feinen Bröseln verarbeiten (falls er nicht schon von alleine zusammengefallen ist :). Den Frischkäse mit Nutella und Espresso verrühren. Zu den Bröseln geben, gut vermischen und kleine Türmchen daraus formen. Die Türmchen auf die Kekse setzen, auf einen Teller packen und etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Währenddessen die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und vielleicht ein paar Espressobohnen im Mörser zerkleinern.
Am einfachsten klappt das mit der Kuvertüre, wenn ihr ein großes Stück Alufolie oder Backpapier auslegt, ein Kuchengitter darauf stellt und die Türmchen auf das Gitter plaziert. Die Kuvertüre dann einfach mit einem großen Löffel über die Türmchen laufen lassen. Die Espressobohnen unbedingt noch drauf geben, bevor die Schokolade fest geworden ist 🙂

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2 Kommentare

  1. Boah!!! Das sieht absolut gigantisch aus!!! Erinnert von der Vorgehensweise -entschuldige den Vergleich- an Cake Pops. Die Dingerchen hab ich noch nie gemacht, sind mir persönlich zu perfekt auf den Bildern, das würde mich zu viele Nerven kosten 😀 Aber deine Granatsplitter sind soooo toll! Vom Aussehen und bestimmt auch von der Konsistenz! War das eine Art Marmorkuchen für innen drin?
    Glg und wenn bei den Missgeschicken so tolle Sachen rauskommen, weiß ich nicht, ob du für deinen nächsten Backversuch sonderlich viel Glück brauchst 😉
    Miriam

  2. Die sind der absolute Hammer! Wenn das dabei rauskommt, kannst du gerne öfters einen Kuchen ruinieren! Ich habe einen eingefrorenen Schokokuchenrest verwendet und hatte ratzfatz kleine leckere Schokobomben. Es hat keine 40 Minuten gedauert bis ich fertig war und das Ergebnis kann sich sehen lassen: https://instagram.com/p/BDETrHQl-8-/

    Gerade so als hätte ich stundenlang in der Küche gestanden ;-).

    Liebe Grüße
    Antonie

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