Nutella-Espresso-Granatsplitter oder Die eleganteste Art, misslungenen Kuchen zu verstecken

Seid der Mini-Cheesecake da ist, steht Kuchen Backen ziemlich weit unten auf meiner Prioritätenliste. Zuerst muss nämlich der Mini-Cheesecake satt werden und dann müssen wir satt werden. Wenn ich also in der Küche stehe, dann meist nicht für lecker Gebäck.
Allerdings kann ich es kaum erwarten, endlich Kindergeburtstags-taugliche Kuchen und Torten zu produzieren und dafür brauche ich ein bisschen Zeit zum Üben.
Diese Zeit habe ich mir die Woche endlich mal genommen und ein neues Rezept ausprobiert – und das ist dann aber ganz gewaltig in die Hose gegangen ist. Geplant war ein Rührkuchen mit einer Form in der Mitte (ich hoffe, ich kann euch irgendwann auch ein gelungenes Objekt zeigen) und am Ende hatte ich eigentlich nur einen Haufen Kuchenbruchstücke – die waren allerdings recht lecker.
Vor dem Kuchentrümmerhaufen stehend ist mir eingefallen, dass mein Mann mal gesagt hat, aus Kuchenresten würde man Granatsplitter machen. Gut. Kann man bestimmt auch aus einem ganzen Kuchen.
Kühlschrank auf, Frischkäse gefunden. Dann noch Nutella und Espresso aus dem Schrank gezogen (hat man ja sowieso immer daheim) und einfach einen Versuch gestartet.
Und ich sag euch: die Granatsplitter waren so sensationell, dass ich jetzt glaube ich öfter mal einen Kuchen ruinieren muss 🙂

Zutaten für 10-12 Stück:

600 g Rührkuchen
300 g Frischkäse
2-3 EL Nutella
3 EL Espresso
200 g Kuvertüre
10-12 runde Kekse (zum Beispiel Haferkekse)
Wer mag: zerstoßene Espresso-Bohnen zum Verzieren

Zubereitung:

Den Rührkuchen zu feinen Bröseln verarbeiten (falls er nicht schon von alleine zusammengefallen ist :). Den Frischkäse mit Nutella und Espresso verrühren. Zu den Bröseln geben, gut vermischen und kleine Türmchen daraus formen. Die Türmchen auf die Kekse setzen, auf einen Teller packen und etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Währenddessen die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und vielleicht ein paar Espressobohnen im Mörser zerkleinern.
Am einfachsten klappt das mit der Kuvertüre, wenn ihr ein großes Stück Alufolie oder Backpapier auslegt, ein Kuchengitter darauf stellt und die Türmchen auf das Gitter plaziert. Die Kuvertüre dann einfach mit einem großen Löffel über die Türmchen laufen lassen. Die Espressobohnen unbedingt noch drauf geben, bevor die Schokolade fest geworden ist 🙂

Weiterlesen

{Lieblingsessen-Alarm} Mexikanische Tomaten-Kichererbsen-Suppe mit Chili, Koriander und Limetten

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich mit der lieben Rebecca von Baby Rock my Day eine Suppensause veranstaltet: eine Woche lang gab es jeden Tag ein anderes feines Suppenrezept.
Und jetzt bin ich bei den Temperaturen schon wieder voll im Suppenfieber. Was sich im Vergleich zum letzten Jahr geändert hat: mit Baby muss es ruckizucki gehen, stundenlanges in der Küche Stehen gibt es jetzt nur noch zu besonderen Anlässen 🙂
Deshalb ist mir jedes easypeasy Rezept recht, denn aus den richtigen Zutaten kann man auch in kurzer Zeit feine Gerichte zaubern. Wie diese großartige mexikanische Tomaten-Kichererbsen-Suppe mit Chili, Limetten und Koriander. Steht bei uns gerade jede Woche auf dem Tisch.
Soup, Lunch, Koriander, Limette

Die Rezepte unserer Suppensause findet ihr hier nochmal:

Getrocknete Tomaten-Suppe
Asia-5-Minuten-Terrine
Appenzeller-Käse-Suppe
Laksa mit Garnelen
Kartoffel-Kokos-Curry-Shot
Möhrensuppe mit Orange, Koriander und Cashews

Zutaten für 3-4 Portionen:

2 Frühlingszwiebeln
1 kleine rote Chilischote (oder 5-6 Scheiben Chili aus dem Glas)
1/2 Bund Koriander
750 g Tomatenstücke aus der Dose
2 Knoblauchzehen
1 Dose Kichererbsen
1 Limette
Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
100 g Feta

Zubereitung:

Frühlingszwiebeln, Chili und Korianderstängel waschen und klein schneiden. Einen Teil beiseite stellen, damit die Suppe später damit garniert werden kann. Den Rest mit 2 TL Olivenöl in einen großen Topf geben und den Knoblauch dazu pressen. Etwa 2 Minuten anbraten und dann die Tomaten dazugeben. Die Kichererbsen in einem Sieb abtropfen und ebenfalls in den Topf geben. Etwa 500 ml Gemüsebrühe ansetzen und nach und nach dazugeben, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Salz und Pfeffer dazu und die Suppe etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe nochmals abschmecken und mit Frühlingszwiebeln, Chili und Koriander garniert servieren. Wer mag, drückt noch eine Limette darüber aus und streut etwas zerkrümelten Feta darüber.

Dazu passt Brot, Tortillachips mit Guacamole oder im Ofen gebackene Süßkartoffel.

Die Idee für das Rezept stammt aus Jamie Olivers neuem Buch (übrigens eine absolute Kaufempfehlung!):
Jamies Superfood für jeden Tag: GENIAL kochen, GESUND genießen, GLÜCKLICH sein

Weiterlesen

Christmas-Cheesecake mit Spekulatius-Boden, Lebkuchen-Marzipan-Füllung und Glühwein-Guss

Ich weiß, Weihnachten ist schon vorbei, aber dieses sensationelle Rezept kann ich euch unmöglich vorenthalten. Setzt diesen Christmas-Cheesecake mit Spekulatius-Boden, Lebkuchen-Marzipan-Füllung und Glühwein-Guss am besten schon jetzt auf eure Liste für nächstes Jahr 🙂
Mit New York Cheesecake kenne ich mich eigentlich ganz gut aus und hab auch schon ziemlich viele Varianten probiert, aber diese Weihnachtsversion, die ich dieses Jahr bei der wunderbaren Denise von foodlovin‘ entdeckt habe, war wirklich eine Wucht!
Mein Bruder, wirklich kein Kuchenfan, hat den Cheesecake als Nachtisch mehrmals abgelehnt und ich hab ihn genötigt, doch zumindest einmal zu probieren. Er hat dann 3 Stücke verhaftet.
Der Kuchen war tatsächlich so schnell verputzt, dass ich ihn nicht mal blogtauglich ablichten konnte, aber Denise hat mir erlaubt, eins ihrer wunderbaren Fotos zu verwenden:
Sieht schon zum Reinlegen aus? Schmeckt noch besser, glaubt mir! Also, am besten schonmal auf die Liste fürs nächste Weihnachtsfest setzen und sich keine Gedanken mehr über den Nachtisch machen.
Vielen Dank, liebe Denise, für das tolle Rezept und das wunderbare Foto!

Zutaten:


  • 200 g Spekulatius
  • 80 g Butter
  • 1 TL Spekulatiusgewürz
  • 800 g Frischkäse
  • 200 g Marzipan
  • 100 g Zucker
  • 3 Eier
  • 200 g Saure Sahne
  • 1 EL Stärke
  • (alle Zutaten für die Füllung sollten Raumtemperatur haben)
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 50 g Lebkuchen mit Schokolade
  • 1/2 Vanilleschote
  • 250 ml Glühwein
  • 1 Pck. roter Tortenguss
  • Optional: Granatapfelkerne, Rosmarinzweige, Weiße Schokostreusel

 Zubereitung:

  1. Den Boden einer Springform (24 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Den Spekulatius in einem Zerkleinerer oder Mixer zu Bröseln verarbeiten. Mit dem Spekulatiusgewürz mischen. Die Butter schmelzen und zur Bröselmasse geben. Auf den Boden der Springform geben und rundherum gut festdrücken. In den Kühlschrank stellen.
  2. Den Ofen auf 180 °C vorheizen. Ein tiefes Backblech etwa 2 cm hoch mit Wasser füllen. Den Frischkäse mit dem Marzipan und Zucker mit einem Handmixer in einer großen Rührschüssel glatt rühren. Es dauert etwas, bis das Marzipan sich verteilt hat, einfach weiter rühren. Dann die Eier einzeln dazugeben und zum Schluss die Saure Sahne und Stärke unterheben.
  3. Die Frischkäsemasse zu Hälfte in eine andere Schüssel geben. Das Lebkuchengewürz untermischen. Die Lebkuchen in feine Stücke zerbröseln und unterheben.
  4. Marzipan- und Lebkuchenmasse nun abwechseln auf den Spekulatius-Boden geben. Mit einer Gabel von unten nach oben durchziehen, so dass ein Muster entsteht. Die Spingform sehr (!) gut mit Alufolie abdichten, so dass kein Wasser durch den Rand dringen kann. Vorsichtig auf das Backblech mit dem Wasser stellen und im vorgeheizten Ofen ca. 50 Minuten backen bis der Rand des Kuchen fest ist, die Mitte aber noch leicht wackelt.
  5. Den Cheesecake aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Wenn er kalt genug ist, in den Kühlschrank stellen.
  6. Den Tortenguss nach Packungsanleitung mit dem Glühwein und dem Mark einer halben Vanilleschote zubereiten. Zügig über den kalten Cheesecake gießen und den Kuchen zurück in den Kühlschrank stellen. Am besten eine Nacht durchziehen lassen und vor dem Servieren nach Belieben mit kandierten Granatapfelkernen, weißer Schokolade und Rosmarinzweigen dekorieren.
Weiterlesen

Lebkuchen-Latte mit Rentierdeko

Huch, wo ist denn die Zeit bitte hin? Eben noch Rekordsommer und jetzt steht schon Weihnachten vor der Tür?
Ihr habt es gemerkt, statt zu bloggen, habe ich den wunderbaren Herbst genossen und mich ausschließlich um den kleinen Mini-Cheesecake gekümmert – und ich habe keinerlei schlechtes Gewissen 🙂
Bevor jetzt aber alle in den Weihnachtsurlaub abtauchen, will ich euch wenigstens noch einen kleinen Weihnachtsgruß: einen Lebkuchen -Latte mit Rentierdeko
Das „Rezept“ ist so einfach, das schafft man auch mit Baby und der feine Lebkuchensirup versüßt meinen Kaffee eine ganze Woche. Das Rezept für den Sirup hab ich bei Nadine von Dreierlei Liebelei geklaut, die Rentierdeko gab es in der aktuellen Ausgabe der „Lecker Christmas“. Falls ihr die süßen Rentiere Zuhause selbst aus Toffifee, Mini-Salzbrezeln und roten Smarties machen wollt: das sieht zwar easy-peasy aus, war aber ein ganz schönes Gefummel. Die Brezeln brechen superschnell, die Smarties halten nur bedingt und auch nur mit Zuckerguss. Probiert es ruhig aus, aber sagt nicht, ich hätte auch nicht gewarnt 🙂

Zutaten für den Lebkuchensirup:

  • ein paar Spritzer frischer Zitronensaft
  • 150 g Zucker
  • 250 ml Wasser
  • 3 TL Lebkuchengewürz

Zubereitung:
Zitronensaft, Zucker und Wasser aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen, das Lebkuchengewürz einrühren und 2-3 Minuten ziehen lassen. Dann durch einen Teefilter oder durch ein ausgekochtes Geschirrtuch abgießen. Eine Bodum-Kaffeekanne tut es auch. Den Sirup in eine ausgekochte Flasche füllen und kühl lagern.
Je nach Geschmack etwa 2-3 TL in einen Latte Macchiato geben und genießen.
Bevor ich mich verabschiede, muss ich euch unbedingt zeigen, was Weihnachten im Hause New York Cheesecake auf den Tisch kommt: bei der wunderbaren Denise von foodlovin habe ich dieses umwerfende Rezept entdeckt: ein New York Cheesecake mit Spekulatiusboden, Marzipan- und Lebkuchenfüllung und Glühweinguss. Ich flipp schon bei der Vorstellung aus!

Ich wünsche euch, dass ihr an Weihnachten auch was habt, was euch ausflippen lässt. Wir genießen Weihnachten zum ersten Mal zu dritt und sind superhappy.

In diesem Sinne: lasst es euch gut gehen!
Weiterlesen

Ein Food-Blog mit Baby – geht das? 4 Fragen dazu, wie es nach der Babypause weitergeht

Im August ist der Mini-Cheesecake ist bei uns eingezogen und hat unser Leben wie erwartet ganz schön auf den Kopf gestellt. Deshalb habe ich mir und meinem Blog eine Babypause gegönnt, um den kleinen Menschen richtig kennenzulernen. Nach gut 2 Monaten habe ich jetzt langsam wieder Lust zu bloggen, frage mich aber, ob mein Blog nach der Babypause noch der Food-Blog ist, der er einmal war.

Ein Food-Blog mit Baby – geht das?

Schon das ganze Jahr war es gar nicht so einfach, Rezepte und andere Food-Themen für den Blog zu finden. Anfang des Jahres, also zu Beginn meiner Schwangerschaft, hatte ich sowas von keine Lust zu kochen oder zu backen, weil mir allein vom Geruch mancher Lebensmittel einfach schlecht geworden ist. Im zweiten Drittel hatte ich dann meine alte Form zurück und habe auch fleißig auf Vorrat gearbeitet (deshalb habe ich immer noch ein paar Rezepte in der Hinterhand, die ich noch posten kann), aber am Ende der Schwangerschaft war langes in der Küche stehen auf Dauer einfach zu anstrengend. Ich habe mich lieber ausgeruht, „vorgeschlafen“ (jetzt weiß ich: man kann nicht vorschlafen, glaubt mir!) und mich auf mein großes Projekt „Baby“ vorbereitet – und bei der Rekordhitze im Juli blieb die Küche dann sowieso kalt.
Jetzt habe ich wieder richtig Lust zu kochen und zu backen, aber – seien wir mal ehrlich – der Mini-Cheesecake braucht verdammt viel Aufmerksamkeit und ich bin froh, wenn ich es schaffe, ausgewogen und abwechslungsreich Mittag zu essen. Ausgefallene Kreationen und spannende Blogrezepte stehen im Moment daher nicht auf meinem Speiseplan.
Trotzdem würde ich gerne weiter übers Essen schreiben und Rezepte bloggen. Aber die Prioritäten haben sich verschoben. Nicht nur stundenlanges in der Küche stehen, auch das aufwendige Aufbauen von Fotosets und das langwierige Bearbeiten von Bildern, kann ich mir im Moment nicht so recht vorstellen.
Und das ist nicht alles: bloggen bedeutet viel Arbeit am Rechner, Daten auswerten, Mails beantworten, mit Kooperationspartnern kommunizieren, Events besuchen, Netzwerken, usw. Ich habe das immer mit viel Leidenschaft gemacht, aber die zunehmende Professionalisierung der Blogs schreckt mich ein bisschen ab. Ich hatte nie den Ehrgeiz, professionell zu bloggen und wünsche mir manchmal die Zeit zurück, in der ich einfach über ein Kochbuch schreiben konnte, ohne mir Gedanken zu machen, ob der Post deutlich genug als „Werbung“ gekennzeichnet ist und ob ich mit meinem Kooperationspartner auch richtig verhandelt habe.
Anna von Anna im Backwahn ist selbst erst vor Kurzem Mama geworden und schreibt in ihrem Beitrag „Mein Baby wird 5 Jahre alt“ darüber, wie sie bloggen und Mama sein miteinander vereinbart und ist dabei ganz entspannt. Ich sehe es wie sie: hier gibt es in nächster Zukunft wahrscheinlich keine auf Hochglanz polierten Fotos, sondern einfach ehrliche Rezepte wie Omas Zwetschgenkuchen. Und statt von einem Event zum anderen zu hetzen, spiele ich lieber mit dem Mini-Cheesecake.
Ich werde in nächster Zeit also nicht mehr viele Stunden Arbeit in einen Blogpost stecken. Dafür bin ich weiterhin aktiv auf Instagram, Twitter und Co. – weil die Social Media-Kanäle auch wunderbar mit einer Hand auf dem Smartphone funktionieren, während ich das Baby auf dem Arm habe.
Bleibt die Frage:

Ist der Blog als Plattform überhaupt noch zeitgemäß?

Kaddi von Kaddis Welt hat mich mit ihrem Beitrag „Wie es grad um meinen Blog steht“ darauf gebracht und auch ich merke, dass auf dem Blog kaum noch kommentiert wird. Ich kann es gut nachvollziehen, auch ich kommentiere inzwischen viel lieber auf Instagram und Co. Es ist einfach unkomplizierter und intuitiver und ich habe alles auf einem Blick auf meinem Smartphone (und kann es wie gesagt Baby-freundlich mit einer Hand bedienen…)
Brauchen wir dann überhaupt noch Blogs? Meine Antwort lautet: JA! Als Foodblogger muss ich irgendwo ja auch meine Rezepte unterbringen und dafür bieten mir die Social Media-Kanäle nicht genug Platz. Wir teilen Content auf Twitter, Facebook und Instagram, aber irgendwo muss dieser Content generiert werden und im Moment ist meine Plattform immer noch der Blog. Und auch wenn nicht mehr regelmäßig kommentiert wird, sprechen die Clickzahlen ja dafür, dass die Rezepte und Berichte gelesen werden. Der Blog soll also bleiben. Aber aktiver bin ich definitiv auf Instagram, Twitter – und ich wollte doch endlich mal Snapchat ausprobieren – mache ich dann, wenn der Kleine mal schläft…

Bloggen als Mama – Gibt es in Zukunft hier auch Mama-Baby-Themen?

Ich denke schon eine ganze Zeit lang darüber nach, ob auch Mama- bzw. Baby-Themen hier Platz finden sollen. Grundsätzlich finde ich es gut, wenn ein Blog einem bestimmtes Thema treu bleibt und eine bestimmte Zielgruppe im Visier hat. Aber Interessen ändern sich. Und dieses kleine Wesen bestimmt meinen Alltag nun doch ziemlich dominant, deshalb komme ich natürlich nicht drumrum, mich mit Babykram zu beschäftigen. Mein Horizont erweitert sich und ich habe beschlossen, dass auch mein Blog mitwachsen darf. 
Auch wenn der Fokus auf „Food“ bleiben soll, wird es hier in Zukunft auch hin und wieder Babythemen geben. Welche Inhalte das genau sein werden und in welchem Umfang kann ich im Moment noch nicht sagen, ich weiß ja noch nicht einmal, wie viele Stunden der Mini-Cheesecake heute Nacht schläft und wie viel er morgen essen will – es wird sich also alles zeigen 🙂

Und der Mini-Cheesecake?

Der wächst und gedeiht, wie er soll – so schnell, dass es mir fast Angst macht. Aber er macht uns mehr Freude, als ich mir je hätte vorstellen können. Und er unterstützt meine Blog-Pläne zumindest unbewusst, indem er brav auf seiner Decke spielt, während ich hier schreibe. Und wer weiß, vielleicht färbt ja was auf ihn ab?
Weiterlesen

Endspurt – Warten auf den Mini-Cheesecake

Im Hause New York Cheesecake steht diesen Sommer ein großes Projekt an: Der Mini-Cheesecake ist im Ofen und dürfte demnächst fertig sein. Und wir sind unheimlich aufgeregt!

Es könnte also sein, dass es hier in der nächsten Zeit ein bisschen ruhiger zugeht und es vermutlich auch weniger Rezepte zu sehen gibt.

Ihr wollt trotzdem wissen, wie der Mini-Cheesecake unsere Welt so auf den Kopf stellt? Dann folgt mir doch auf Twitter oder Instagram – dort gibt es dann regelmäßig Updates über unser Leben mit dem Kleinen.

Bis es soweit ist, entspannen der Mini-Cheesecake und ich jetzt noch ein bisschen. Liegen auf der Couch, essen Eis und schauen Serien. Und wenn der Mini-Cheesecake erst da ist, wird er die Titelmelodie meiner Lieblingsserien wahrscheinlich besser kennen als seine Spieluhr 🙂

Sobald wir drei ein eingespieltes Team sind, gibt es hier auch wieder Kuchen, Sandwiches und andere Leckereien. Bis dahin alles Liebe und bis bald!

Weiterlesen

{World of Sandwiches} Big in Japan mit Teriyaki-Lachs und Wasabi-Joghurt

Tut mir leid, aber ich bin immer noch total auf dem Sandwich-Trip, deshalb mache ich einfach weiter mit meiner World of Sandwich-Serie. Könnt ihr noch eine Runde? Nach The Italian, Monsieur Baguette, dem Orient Express, Pulled Salmon und Gua Bao habe ich heute nochmal ein „Fischbrötchen“ für euch im Gepäck: Lachs meets Japan: in Teriyaki-Sauce mariniertes Lachssteak mit Wasabi-Joghurt – ich bin schwer begeistert!

Zutaten für 4 Portionen:

Auf die Hand, Streetfood, Asia

  • 1 großes Baguette
  • 250-350 g Lachssteak
  • eine große Handvoll Babyspinat


Für die Marinade:

  • 1-2 Knoblauchzehen, gepresst
  • ca. 1 cm frischer Ingwer, gerieben
  • 1 kleine Chilischote, in feine Ringe geschnitten
  • 1 TL Sesamöl
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 TL Fischsauce
  • Saft einer halben Limette
  • frischer Koriander


Für die Sauce:

  • 1 kleiner Becher Vollfett-Joghurt
  • Wasabi-Paste nach Belieben
  • Saft einer halben Limette
  • Salz 


Zubereitung:


Alle Zutaten für die Marinade mischen und den Fisch darin einlegen. Die Marinade mit dem Lachs zusammen am besten in einen Plastikbeutel füllen und für mindestens 1 Stunde kalt stellen.


Alle Zutaten für die Joghurtsauce mischen, Wasabi vorsichtig dosieren und zur Sicherheit abschmecken. Spinat waschen und trocken schleudern.

Den Lachs scharf anbraten, in der Mitte darf das Filet gerne noch ein bisschen glasig sein. Baguette in 4 Teile schneiden. Joghurt-Wasabi-Sauce darauf verteilen, Lachs und Spinat dazu geben und je nach Geschmack noch mit frischem Koriander servieren.

Weiterlesen

{World of Sandwiches} Gua Bao aus Taiwan mit gedämpften Buns und geschmortem Schweinebauch

Nach dem kurzen Ausflug in die Welt des Sports und der 30-Tage-Body-Challenge habe ich immer noch jede Menge Sandwich-Rezepte in petto und eine meiner absoluten Lieblingsvarianten kredenzt mir gerade mein Mann regelmäßig: Gua Bao: eine Art Burger aus Taiwan mit wunderbar weich gedämpften Brötchen und mit fein gewürztem und lange geschmortem Schweinebauch.
Als Kind war ich öfter in den Niederlanden und habe dort Bapao gegessen, ein gedämpfter Knödel mit scharfer Fleischfüllung. Weil ich meinem Mann so oft davon vorgeschwärmt habe, hat er jetzt dieses Rezept aus dem Ärmel geschüttelt – und ich liebe es!
Das Rezept stammt aus dem wunderbaren Buch Auf die Hand – Sandwiches, Burger & Toasts, Fingerfood & Abendbrote von Stevan Paul. Es kommt auf den ersten Blick etwas aufwendig daher, aber es lohnt sich hundertprozentig!
Sandwich, auf die Hand, Streetfood

Zutaten und Zubereitung (ca. 6 Gua Bao):

Schmorfleisch  (2 Stunden und 30 Minuten):

  • 1 kg magerer Schweinebauch ohne Schwarte
  • 2 EL Erdnussöl
  • 2 EL brauner Zucker
  • 75 ml Reiswein
  • 150 ml Sojasauce
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 30 g Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe

Das Fleisch in 2-3 cm große Stücke schneiden und in einem Bräter zusammen mit dem Erdnussöl goldbraun braten. Mit dem Zucker bestreuen und unter Rühren 1-2 Minuten karamellisieren. Mit dem Reiswein ablöschen, ein paar Minuten schmoren lassen und dann die Sojasauce dazugeben, Dann 1 Liter heißes Wasser dazugeben. Deckel drauf und etwa 1 Stunde bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Nach einer Stunde Frühlingszwiebel und Knoblauch hacken, Ingwer fein reiben und in den Topf geben. Anschließend den Deckel abnehmen und alles nochmals ca. 20 Minuten schmoren lassen.

Bao-Buns (30 Minuten plus 45 Minuten Gehzeit für den Teig):

  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 10 g frische Hefe
  • 2 EL Zucker
  • 350 g Mehl (Typ 405)
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • eine Prise Salz
Wasser mit Hefe und Zucker verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Dann zu dem Mehl geben und mit Öl und Salz vermischen. Mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen. Anschließend nochmals kurz durchkneten und den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte etwa fingerdick ausrollen. Mit einem Küchentuch bedecken und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Den Dampfgarer oder einen Topf mit Dämpfeinsatz mit Wasser füllen. Aus dem Teig ca. 11 cm große Kreise ausstechen, mit Öl einpinseln und einmal locker falten. Aus Backpapier Untersetzer ausschneiden und die Buns mit dem Backpapier in den Dampfgarer oder den Dämpfeinsatz geben. Etwa 15 Minuten bei geschlossenem Deckel dämpfen. Einmal mit dem Finger reinpieksen. Wenn die Buns fertig sind, hinterlässt der Finger keine Wölbung mehr.
Sandwich, Streetfood, auf die Hand, Taiwan

Pak Choi (15 Minuten):

Auch anderes Gemüse wie Mangold oder Kohlrabi funktioniert gut.

  • 300 g Pak Choi
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 ml Wasser
  • 50 ml Reisessig
  • 25 g Zucker
  • 5 g Salz
Zwiebel und Knoblauch in dünn aufschneiden und mit Wasser, Essig, Zucker und Salz aufkochen und 1 Minute köcheln lassen. Den Pak Choi, ebenfalls dünn aufgeschnitten, dazugeben und eine weitere Minute köcheln lassen.

Zum Anrichten:

  • 2 EL gesalzene, geröstete Erdnüsse, in der Küchenmaschine gemahlen
  • Süße Chilisauce
  • frischer Koriander
Weiterlesen

Die 30-Tage-Body-Challenge Teil 5: Das Fazit – und wie ihr selbst in 30 Tagen in Form kommen könnt! {Werbung}

Der letzte Tag

Es ist so weit: der letzte Tag meiner 30-Tage-Body-Challenge ist angebrochen! Wer gerade erst dazu kommt, kann hier nochmal nachlesen, worum es eigentlich geht:

Ich bin überglücklich, dass ich es geschafft habe: 30 Tage Training! Aber ich denke gar nicht „endlich kein Sport mehr”, sondern ich überlege – kein Scherz! – eigentlich nur, welches Trainingsset ich morgen mache. Es ist wahr, die Challenge ist vorbei und ich will weitermachen. Vielleicht nicht mehr an den Tagen, an denen ich in den Biergarten will, aber sonst schon. Ich hab das Trainingsprogramm in meinen Tag integriert und dort soll es bitte bleiben. Nicht in der Frequenz und auch nicht immer in dieser Form (ich vermisse Yoga und Pilates und Ausdauersport, auch dafür will ich wieder ein Plätzchen finden), aber ich will weiter machen. Nach 30 Tagen habe ich jetzt zwar nicht wesentlich weniger Gewicht, aber mehr Muskeln, mehr Kraft, mehr Kondition – und nicht zuletzt richtig viel Motivation!

Mein Fazit

Nach 30 Tagen habe ich ehrlich gesagt keine Wunder erwartet, deshalb überrascht mich eine Erkenntnis besonders: ich habe noch nie ein Sportprogramm absolviert, das nach so kurzer Zeit so offensichtliche Ergebnisse gezeigt hat. Ich muss aber auch sagen: es war verdammt hart.

Am Anfang schienen mir 30 Tage recht überschaubar, aber während ich mitten in der Challenge steckte und jeden Tag aufs Neue meinen inneren Schweinehund bekämpft habe, war der 30-Tage-Zeitraum plötzlich unheimlich lang. Und die Übungen waren wirklich anstrengend. Ich habe geschwitzt und geflucht und hätte mich an manchen Tagen so gerne um das Training gedrückt, aber das ist bei einer Challenge nicht der Deal.

Jetzt bin ich unheimlich stolz, die Challenge geschafft zu haben und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: ich habe zwar weniger abgenommen, als ich mir gewünscht habe (insgesamt etwa 1,5 Kilo), aber dafür habe ich deutlich mehr Kraft und sichtbar mehr Muskeln. Ganz besonders sieht man es an den Armen, den Beinen und – das sagt zumindest mein Mann – an der Taille. Und siehe da: trotz der überschaubaren Abnahme kann ich plötzlich eine Kleidergröße weniger tragen! Ich kaufe mir direkt ein hübsches tailliertes Kleid und genieße die Komplimente. Ich bin fitter und stärker, schleppe Sprudelkisten und Möbelstücke, sogar meine Haltung scheint sich verbessert zu haben.

Und was ich jetzt definitiv habe ist ganz viel Motivation! Ich will weitermachen! Vielleicht nicht 6 mal die Woche Liegestütze und Beinbizeps, ich vermisse Yoga und Ausdauertraining, aber ich glaube, das alles lässt sich ganz prima kombinieren. Deshalb stelle ich mir jetzt mein eigenes Programm zusammen, das Übungen der Challenge, Yoga, Pilates und Laufen oder Walken vereint (und vermutlich werde ich die Trainingseinheiten von 6-mal pro Woche auf 3-4-mal pro Woche reduzieren).

Für die Zukunft weiß ich: von nichts kommt nichts. Und: eine halbe Stunde Zeit für Sport findet sich fast immer. In diesem Sinne: nicht lange nachdenken, einfach machen!

Hast du auch Lust?

Das Buch zur Challenge mit allen Trainingsplänen und meinen ausführlichen Erfahrungsbericht erscheint am 19. August 2015 im TRIAS-Verlag.

Gewinne dein persönliches Exemplar!


Teilnahme am Gewinnspiel:

  • Hinterlasse bis zum 17.7.2015, 23.59 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag, warum dich die 30-Tage-Body-Challenge reizt und gewinne eins von drei Exemplaren des Buchs.
  • Wenn du anonym kommentierst, hinterlasse bitte auch deine E-Mail-Adresse.
  • Mit der Teilnahme an diesem Event erklärst du dich damit einverstanden, dass ich deine Adresse im Falle eines Gewinns an den TRIAS-Verlag weitergeben darf, damit der Gewinn verschickt werden kann. Eure Adresse wird natürlich nur für diesen Zweck verwendet.
  • Die GewinnerInnen werden per random.org ermittelt und per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Info:

Das Buch Die 30-Tage-Body-Challenge: Bauch, Beine, Po & Arme erscheint am 19. August im TRIAS-Verlag und ich durfte das Trainingsprogramm vorab testen. Mein Erfahrungsbericht wurde in das Buch aufgenommen, deshalb ist die Challenge inzwischen abgeschlossen. Ich habe das Workout also nicht während meiner Schwangerschaft absolviert, das hätte ich dem Mini-Cheesecake nicht zumuten wollen. Allerdings denke ich schon darüber nach, wann ich die Trainingspläne nach der Schwangerschaft hervorkramen kann, um nach der Geburt wieder ein bisschen in Form zu kommen…

Bei den Links zum Buch handelt es sich um Affiliate-Links. Details siehe Impressum.

Weiterlesen