Warum unser Weihnachten nicht Instagram-tauglich ist

Ein ehrlicher Adventsrückblick

Ich hatte wirklich große Pläne für dieses Weihnachten. Verschiedenste Plätzchenvariationen an den Adventssonntagen backen, den Jungen mit einem liebevoll gestalteten Adventskalender überraschen, Weihnachtskarten verschicken, die Wohnung dekorieren und zu den Feiertagen ein raffiniertes Menü zaubern und hübsch verpackte Geschenke unter einen strahlenden Tannenbaum legen.

So weit der Plan. Morgen ist Heiligabend und bisher habe ich von meiner Liste nicht viel vorzuweisen, denn so lief die Vorweihnachtszeit wirklich ab:

Plätzchen:

Ich habe mir in diesem Jahr extra ein neues Plätzchenbuch “New York Christmas Bakery” (oder so ähnlich) gekauft und hatte zahlreiche Stellen markiert mit “die muss ich dieses Jahr auf jeden Fall backen”. Genau eine Sorte habe ich geschafft, die war aber so aufwändig, dass der Junge das Backen blöd fand und lieber wieder Ausstecher machen wollte. Wir haben in diesem Jahr quasi jeden Sonntag Ausstecher gemacht. Mit ganz viel Streuseln. Irgendwann habe ich den Ausstecher-Teig sogar fertig gekauft. So viel zur diesjährigen Weihnachtsbäckerei.

 

Adventskalender:

Zum Glück bin ich mir meiner Defizite inzwischen ganz gut bewusst und Basteln gehört wirklich nicht zu meinen Stärken. Deshalb habe ich einen Adventskalender mit Taschen gekauft, den ich selbst befüllen kann. Da ich schon nix gebastelt habe, wollte ich die Geschenke wenigstens liebevoll auswählen und hab neben Süßigkeiten kleine Überraschungen wie Knete, Schleichtiere, bunte Karten und lustige Magnete in den Taschen versteckt. Das Ergebnis: immer wenn keine Süßigkeit, sondern ein Spielzeug im Adventskalender war, ist der Junge in Tränen ausgebrochen. Irgendwann hab ich alle Spielsachen rausgenommen und statt dessen Kinder Schokobons in die Taschen gesteckt. Dann war alles gut.

 

Weihnachtskarten:

Ja, die hab ich bei dm drucken lassen, ich war ein bisschen spät dran. Die liegen noch hier. Ich muss die nur noch schnell schreiben. Und zur Post bringen. Morgen ist Heiligabend. Das klappt schon.

 

Weihnachtsdeko:

Ehrlich gesagt bin ich nicht so der Dekotyp. Wir fangen auch erst an, weihnachtlich zu dekorieren, seit der Junge auf der Welt ist. Und irgendwie bin ich da noch nicht so richtig reingekommen. Unser Adventskranz hat LED-Kerzen, weil ich da mit Kleinkind zuhause entspannter bin. Der Junge liebt die kleinen Lichter und macht sie gerne an und aus. Leider sind jetzt nur noch 2 der 4 Kerzen auffindbar und unser Adventskranz wird morgen wohl ein bisschen schwach auf der Brust sein.

 

 

Weihnachtsbaum:

Die letzten Jahre hatten wir immer nur einen Mini-Baum und in diesem Jahr haben wir uns für eine größere Variante entschieden. Was ich leider nicht bedacht habe: wir haben zu wenig Christbaumschmuck. Mit dem, was in unserer Weihnachtskiste liegt, können wir eigentlich nur den halben Baum dekorieren und die Lichterkette ist so kurz, dass sie nur um das erste Drittel reicht. Außerdem hat der Junge entschieden, dass etwa die Hälfte des Baumschmucks auf die Tannenspitze gehört. Ich weiß nicht, ob ich heute noch auf die Schnelle irgendwo Baumschmuck organisieren kann. Eventuell hänge ich ein paar bunte Legosteine vom Jungen dran, davon habe ich auf jeden Fall genug.

 

 

Geschenke einpacken:

Dass Basteln nicht gerade zu meinen Stärken gehört, habe ich ja schon erwähnt und Geschenke einpacken kann ich auch eher so mittelgut. Ich werde vermutlich behaupten, der Junge hätte mir beim Einpacken geholfen und er kann halt noch nicht so gut mit der Schere.

 

Raffiniertes Weihnachtsmenü:

Es gibt Raclette.

 

Ja, unser Weihnachten ist in diesem Jahr ganz und gar nicht Instagram-tauglich. Aber wisst ihr was? Es ist ganz, ganz wunderbar!

 

Ich wünsche euch schöne Feiertage, lasst es euch gut gehen <3!

 

 

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