Medienerziehung bei Kleinkindern: Mein Kind spielt mit dem Tablet – na und?

Ich bin ein schlechtes Vorbild. Mein Smartphone ist mit meiner Hand verwachsen und bei dem Gedanken, es zuhause zu vergessen, kriege ich spontan Schnappatmung. Mediennutzung ist für mich enorm wichtig, denn ich bin wahrscheinlich das, was man allgemein einen Digital Native nennt.

Aber was bedeutet das jetzt für mein Kind? Wenn der Junge mich mit dem Smartphone oder dem Tablet sieht, will er schauen, was ich da mache. Und ich finde, das ist voll ok.

Wir müssen offen mit digitalen Medien umgehen und auch schon kleine Kinder für den Umgang damit sensibilisieren. Sie wachsen schließlich in diese digitale Welt hinein. Wichtig ist aber, dass die Erwachsenen den Rahmen festlegen.

Bei uns läuft das so: wenn ich nach einem langen Tag von der Arbeit komme, würde ich mich manchmal am liebsten auch nur noch auf die Couch vor die Glotze hauen – das geht aber leider nicht, weil ich ein Kind habe. Aber wenn ich den Jungen aus der Kita hole, wo er den ganzen Tag getobt hat, er fertig vom Spielen ist und fragt, ob er was schauen darf – dann kann ich verstehen, wie er sich fühlt. Und dann darf er fernsehen, so lange ich den Tisch für’s Abendessen decke. Mit “Fernsehen” meine ich übrigens die Streaming-Portale Netflix/Amazon Prime etc., da im normalen Fernsehprogramm eigentlich nur noch Mist läuft. Außerdem kann ich beim Streamen nicht nur das Programm, sondern auch Anfang und Ende genau festlegen. Der Junge schaut gerne Peppa Wutz, Feuerwehrman Sam oder Leo, den blauen Bagger und das darf er schauen, bis das Essen fertig ist. Zeitlich gibt es bei uns aber Regeln: nach dem Abendessen gibt es kein Fernsehen und kein Tablet mehr.

Damit wären wir beim Tablet: es gibt inzwischen zahlreiche Apps für Kinder, die ich sehr gut finde. Im Vergleich zum Fernsehen können Kinder hier aktiv etwas tun, Abläufe lernen, Feinmotorik einsetzen und Geschichten nachspielen. Wir haben auf unserem Tablet einen geschützten Kinderbereich (also ein eigenes Profil ohne Internetzugang, auf dem nur kinderfreundliche Inhalte sind) und der Junge ist inzwischen Profi bei “Dr. Pandas Eisdiele”. Dort kann er selbst Eissorten im Mixer kreieren und Eisbecher befüllen und dekorieren. Dr. Panda kann aber auch kochen, Zähne putzen und ins Schwimmbad gehen – alles Dinge, die der Junge liebend gern spielt.

Das Tablet kommt bei uns eher in Ausnahmesituationen zum Einsatz, wenn der Junge krank ist (oder auch die Mama), wir mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen oder unverhofft in der Notaufnahme stundenlang warten müssen – dafür ist das Tablet mein Retter in der Not und ich lasse den Jungen ohne schlechtes Gewissen spielen.

Medienabstinenz ist nicht Medienkompetenz

“Medienabstinenz ist nicht Medienkompetenz” – das habe ich bei Katharina von Blogprinzessin gelesen und würde das genau so unterschreiben.

Digitale Medien bringen einen Mehrwert, wenn sie verantwortungsbewusst genutzt werden – und genau das müssen wir unseren Kindern beibringen.

P.S. Ja, wir lesen auch Bücher. Und zwar richtig viele. Einige davon haben wir übrigens auch auf dem Tablet, damit wir unterwegs nicht so schwer tragen müssen. Und wir malen und basteln und spielen draußen. Es ist also alles gut.

 

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Herbst-Bucket-List – Was mach’ ich mit Kindern den lieben langen Tag?

Vor uns liegt ein laaanges Wochenende. Am Dienstag und Mittwoch ist in Baden-Württemberg Feiertag und am Montag hat die Kita Brückentag. Wir haben jetzt also 5 Tage Familienzeit. Das ist wirklich ganz super. Und es macht mir ein kleines bisschen Angst. Denn es ist November und die Wetteraussichten sind eher so mittel. Als der Junge noch nicht auf der Welt war, hat man ein langes Wochenende mit schlechtem Wetter ja auch gerne mal mit Netflix auf der Couch verbracht (eins mit schönem Wetter übrigens auch, aber verratet es keinem *hüstel). Aber den ganzen Tag fernsehen ist jetzt natürlich raus.

“Mit Kindern muss man auch bei schlechtem Wetter vor die Tür”, höre ich die anderen Mamis schon vorwurfsvoll sagen und ja, das stimmt ja auch. Aber bei Regen sind unsere Ausflüge nach draußen doch eher kürzer angesetzt. Grund genug also, dass ich jetzt (= Samstag Morgen, 6.48 Uhr, Mann und Sohn schlafen noch) kurz ein Brainstorming mache, was dieses Wochenende so anstehen könnte (und am besten gleich eine Liste mit Ideen für weitere verregnete Herbstwochenende anlege).

Meine Ideen für dieses Wochenende: wir backen zusammen Kekse, gehen ins Hallenbad oder ins Naturkundemuseum und in den Zoo. Für Zuhause haben wir außerdem ein neues Memory, Büchernachschub aus der Bücherei und Stempelstifte. Und Knete ist bei uns gerade ganz hoch im Kurs. Das klingt doch schon echt vielversprechend. Und ich bin auch ganz klar gegen zu viel Programm, weil ein Wochenende auch nicht in Stress ausarten soll und Zeit für Freispiel ist ja sowieso immer 😉

Dann liegt hier auch noch eine Freikarte für den Zirkus. Ich muss aber sagen: Ich.hasse.Zirkus. Ganz in echt. Die schreckliche Tierhaltung, die peinlichen Clowns, Kinder, die statt in die Schule zu gehen, als Artisten übers Land ziehen… Belehrt mich gern eines besseren, aber ich habe schon lange eine Abneigung gegen dieses Konzept. Der Junge würde Zirkus aber bestimmt ganz klasse finden. Seit unserem letzten Urlaub, in dem zwei Clowns die Kinderanimation gemacht haben, ist er – sehr zu unserem Leid – furchtbar fasziniert von diesen mir unheimlichen Geschöpfen.  Der Zirkusbesuch steht hier also mit Fragezeichen. Aber ich mach’ ja manchmal gern auch Sachen, die ich blöd finde, um mich entweder eines Besseren belehren zu lassen oder um nachher sicher zu sein, dass ich es wirklich kacke finde.

Zumindest haben wir für ein langes Regenwochenende einiges auf der Liste. Schnell aufschreiben und für die kommenden Wochenenden merken.

 

Was macht ihr so im Herbst?

 

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Sommerferien-Bucket-List

21 Ideen für diesen Sommer

Habt ihr noch Sommerferien? Ich bin mit diesem Post ein bisschen spät dran, aber das ist ok – bei uns in Baden-Württemberg dauern die Sommerferien schließlich bis Mitte September.

Wir verreisen erst im Herbst wieder und damit Zuhause keine Langeweile aufkommt, haben wir uns einiges vorgenommen. Meine 21 To-dos für diesen Sommer findet ihr hier:

P.S: Das könnt ihr übrigens auch noch machen, wenn die Sommerferien schon rum sind 😉

 

 

Was habt ihr diesen Sommer gemacht?

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