Disneyland mit Kleinkind

5 Tipps, wie der Trip ein Erfolg wird

Ich war gerade zum ersten Mal im Disneyland Paris und fand es sensationell! Getarnt war der Ausflug ja als Trip für den Jungen, aber als Disney-Fan träume ich selbst schon seit Jahren von einer Reise ins Disneyland. Vorher waren wir aber unsicher. Der Junge ist zweieinhalb – taugt das überhaupt was für so kleine Kinder? Ein Vorteil ist, dass Kinder unter 3 nichts kosten, weder beim Eintritt noch beim Büffet – und bei den Preisen war das ein ziemlich gutes Argument! Also haben wir es gewagt – mit der Aussicht, dass der Junge sonst eben dort auf den Spielplatz geht und die Mama den Disneyzauber erleben darf.

Wie es uns mit Kleinkind im Disneyland erging und was ich Eltern (und übrigens auch allen Disneyland-Pilgern ohne Kinder!) empfehlen würde, erfahrt ihr hier. 

1. Reisezeit

Eigentlich muss ich das ja nicht extra schreiben, aber wenn es irgendwie möglich ist: vermeidet Ferien, Feiertage und Wochenenden! Für eine 2-Minuten-Attraktion 110 Minuten anstehen (habe ich Samstags gesehen), ist eine Verschwendung von Lebenszeit! Unter der Woche eignen sich alle Tage recht gut, achtet auch auf die Feiertage und Ferien in anderen Ländern. Wir waren Ende März, kurz vor den Osterferien. Es war noch recht kalt, sodass Mützen und Handschuhe mit mussten, aber es war sonnig. Ende März war der Besucherstrom unter der Woche wirklich angenehm und die Preise für das Gesamtpaket waren in der Vorsaison auch noch verhältnismäßig gut.

Einen guten Tipp zur Reisezeit findet ihr hier: Reisezeit Disneyland Paris

 

2. Unterkunft und Extra Magic Hour

Hier kommt mein ultimativer und allerwichtigster Tipp: übernachtet auf jeden Fall in einem Disneyhotel! Die scheinen auf den ersten Blick etwas teurer, sind es aber eigentlich gar nicht. Und die Zeit, die man dadurch gewinnt, ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

Zwei Dinge sind bei der Übernachtung im Disneyhotel für eure Planung essentiell:

Der Eintritt in die Parks ist im Preis inklusive! Scheint euch der Übernachtungspreis auf den ersten Blick zu hoch, rechnet das einmal gegen: ein 4-Tages-Eintritt ins Disneyland hätte 229 € pro Person gekostet – das wären für uns zwei Erwachsene schon fast 500 € gewesen, wenn wir ein Hotel außerhalb gebucht hätten. Das Disneyhotel (wir haben 3 Tage im Newport Bay übernachtet), war nicht ganz billig, aber wenn ich 500 € Eintritt abziehe, war es eigentlich ein echtes Schnäppchen (in unserem Spezialangebot zum 25- Disneyland-Geburtstag war sogar die Halbpension im Preis inklusive, aber zur Verpflegung kommen wir später). 

Der Clou für Hotelgäste: ihr dürft in den Park, bevor er für Tagesgäste öffnet und die sogenannte Extra Magic Hour genießen. Die Extra Magic Hour ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Wir durften um 8.30 Uhr in den Park und sind erstmal 5-6 Sachen gefahren. Der Park öffnet offiziell um 10 Uhr und bis die Massen sich dann verbreitet hatten, war es dann schon so 11.30 Uhr – Zeit für uns, ein Päuschen einzulegen und den Park erstmal zu verlassen (ja, man darf mit dem Ticket raus und später wieder rein).

Auch ein großer Vorteil am Disneyhotel: man kann tagsüber eine Pause auf dem Zimmer machen und sich kurz ausruhen. Die Tage sind sehr lang und laut Schrittzähler haben wir über 20 km am Tag zurück gelegt – einmal kurz Füße hoch legen war wirklich viel wert.

Was abends schön war: nach dem Feuerwerk muss man nicht mit tausenden anderen gleichzeitig vom Parkplatz fahren, sondern spaziert gemütlich rüber ins Hotel.

 

Disneyland Paris
Alice’s Curious Labyrinth
Disneyland Paris
Peter Pan’s Flight
Disneyland Paris
Pirates of the Caribbean

3. Verpflegung

Die Verpflegung im Park ist so absurd teuer, dass es mir echt die Schuhe ausgezogen hat. Hier ein paar Beispiele: eine kleine Flasche Wasser 4 €, eine Portion Popcorn 5,50 €, ein Fast Food Menü aus Cola, Pommes und Burger ca. 16 €, ein Schoko-Apfel mit Mickey Maus Ohren 6 €.

Da wir für das Gesamtpaket (Übernachtung/ Eintritt) ja schon eine stolze Summe hingeblättert haben, wäre 4 Tage Essen im Park nicht drin gewesen – ich gebe sehr gerne Geld für Essen aus, aber Fast Food für 16 € pro Person, da bin ich einfach zu geizig!

Hier unsere Überlebenstipps:

  • Fahrt nach Möglichkeit mit dem Auto. Wir hatten das Auto bis unters Dach mit Essen und Getränken vollgeladen. Wasserflaschen, Kekspackungen, Obst etc. Alles, was sich ein paar Tage hält. Prinzipiell ist es erlaubt, Verpflegung mit in die Parks zu nehmen, so lange ihr nicht ein richtiges Picknick veranstaltet.
  • Verpflegung im Hotel mitbuchen. Es gibt die Möglichkeit, Halbpension oder Vollpension im Hotel zu buchen – natürlich nur, wenn ihr in einem Disneyhotel übernachtet. Aktuell gibt es ein Angebot zum 25. Geburtstag – hier ist die Halbpension inklusive. Und das lohnt sich sehr!

Wir hatten im Newport Bay Hotel morgens ein ordentliches Früchstücksbüffet und die 2. Mahlzeit haben wir in Form von Gutscheinen erhalten. Diese sind etwas mehr als 30 € pro Person wert und können in den meisten Restaurants im Park und in den Hotels eingelöst werden. Damit sind wir dann abends nochmal zum Büffet gegangen, z.b. im New York Hotel mit eigener kleiner Burger Bar, Hot Dog Stand, riesen Nachtisch-Auswahl – da wurden wir alle drei satt und das Essen war richtig gut.

Achtung: es gibt meines Wissens in der näheren Umgebung keine Supermarkt, um sich vor Ort günstig mit Wasser und Snacks zu versorgen – zumindest habe ich keinen gefunden.

4. Gute Vorbereitung

Das Disneyland in Paris besteht aus zwei Parks (das Disneyland und die Disney Studios), und der Disneyland-Park ist in fünf Themenwelten aufgebaut – Fußwege von 20 km am Tag waren da durchaus drin. Weil es so viel zu entdecken gibt, ist es wichtig, sich schon vorher Gedanken zu machen, was man sehen will. Hilfreich ist ein Tagesplan, die Hauptattraktionen sollte man zum Beispiel gleich morgens besuchen, bevor es voll wird, da man sonst ruckzuck 1-2 Stunden anstehen muss, nahe gelegene Attraktionen sollte man zusammenlegen und man kann sich bei unterschiedlichen Interessen ja auch mal kurz trennen. Im Tagesplan sollten auch Events wie die tägliche Parade gegen 17 Uhr und das Feuerwerk gegen 20.30 Uhr eingeplant werden*

*Alle Zeitangaben sind ohne Gewähr, diese variieren während der Saison und müssen vor Ort angefragt werden.

5. Kleinkinder im Disneyland glücklich machen

Zum Schluss kommen wir zu der Frage, was der Junge mit zweieinhalb von einem Ausflug ins Disneyland hatte: zunächst muss ich erwähnen, dass Kinder unter 3 im Park und auch bei Halbpension nichts kosten und wir deshalb erstmal einen Batzen Geld gespart haben. Was für uns sehr schön war: wir haben zuhause schon ziemlich viele Disneybücher mit Mickey Maus, Peter Pan, Dschungelbuch, Arielle – er konnte mit den überall präsenten Figuren sehr viel anfangen und und hat sich jedesmal irre gefreut, wenn wir eine Figur im Park getroffen haben. Highlight war natürlich die Disneyparade mit allen Charakteren.

Es gibt viele “normale” Karusells, die sich einfach im Kreis drehen oder fliegen (z.B. Dumbos Elefanten), das mochte der Junge sehr. Aber man kann auch mit dem Zug durch den Park fahren oder mit einem Boot durch eine Märchenlandschaft oder mit Autos durch einen Parkur. Weitere Highlights: It’s a small world (kleine Puppen tanzen in verschiedenen Ländern) und Peter Pans Flight (der Flug über das nächtliche London ist anfangs recht dunkel und ich war kurz besorgt, aber der Junge wollte gleich nochmal fahren).

Für Kinder gibt es auch tolle Attraktionen zu Fuß wie das Labyrinth von Alice im Wunderland oder die Höhlen auf der Pirateninsel inkl. Piratenspielplatz.

Das Feuerwerk abends mit der Lichtshow und Musik war für uns ein Highlight, für den Kleinen aber doch zu aufregend, deshalb war das eher ein Event für die Großen. Apropos für die Großen: natürlich sind wir auch Sachen ohne den Jungen gefahren: hier lohnt sich z.B. die “Single Raider”-Schlage – wenn man allein fährt, muss man oft nicht anstehen und kann einfach durchgehen.

Der Trip war also ein voller Erfolg für die ganze Familie! Wir hatten kaum Wartezeiten, gutes bezahlbares Essen und jede Menge Spaß! Und jeder Euro, den wir beim Essen gespart haben, wurde standesgemäß in Souvenirs investiert -hier nochmal der Tipp: kommt mit dem Auto, damit ihr auch die ganzen Geschenke mit nach Hause nehmen könnt.

 

Wart ihr auch schon im Disneyland oder plant ihr einen Trip? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Gute Tipps zur Planung eurer eigenen Disneyreise findet ihr übrigens auch hier: www.dein-dlrp.de

 

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Medienerziehung bei Kleinkindern: Mein Kind spielt mit dem Tablet – na und?

Ich bin ein schlechtes Vorbild. Mein Smartphone ist mit meiner Hand verwachsen und bei dem Gedanken, es zuhause zu vergessen, kriege ich spontan Schnappatmung. Mediennutzung ist für mich enorm wichtig, denn ich bin wahrscheinlich das, was man allgemein einen Digital Native nennt.

Aber was bedeutet das jetzt für mein Kind? Wenn der Junge mich mit dem Smartphone oder dem Tablet sieht, will er schauen, was ich da mache. Und ich finde, das ist voll ok.

Wir müssen offen mit digitalen Medien umgehen und auch schon kleine Kinder für den Umgang damit sensibilisieren. Sie wachsen schließlich in diese digitale Welt hinein. Wichtig ist aber, dass die Erwachsenen den Rahmen festlegen.

Bei uns läuft das so: wenn ich nach einem langen Tag von der Arbeit komme, würde ich mich manchmal am liebsten auch nur noch auf die Couch vor die Glotze hauen – das geht aber leider nicht, weil ich ein Kind habe. Aber wenn ich den Jungen aus der Kita hole, wo er den ganzen Tag getobt hat, er fertig vom Spielen ist und fragt, ob er was schauen darf – dann kann ich verstehen, wie er sich fühlt. Und dann darf er fernsehen, so lange ich den Tisch für’s Abendessen decke. Mit “Fernsehen” meine ich übrigens die Streaming-Portale Netflix/Amazon Prime etc., da im normalen Fernsehprogramm eigentlich nur noch Mist läuft. Außerdem kann ich beim Streamen nicht nur das Programm, sondern auch Anfang und Ende genau festlegen. Der Junge schaut gerne Peppa Wutz, Feuerwehrman Sam oder Leo, den blauen Bagger und das darf er schauen, bis das Essen fertig ist. Zeitlich gibt es bei uns aber Regeln: nach dem Abendessen gibt es kein Fernsehen und kein Tablet mehr.

Damit wären wir beim Tablet: es gibt inzwischen zahlreiche Apps für Kinder, die ich sehr gut finde. Im Vergleich zum Fernsehen können Kinder hier aktiv etwas tun, Abläufe lernen, Feinmotorik einsetzen und Geschichten nachspielen. Wir haben auf unserem Tablet einen geschützten Kinderbereich (also ein eigenes Profil ohne Internetzugang, auf dem nur kinderfreundliche Inhalte sind) und der Junge ist inzwischen Profi bei “Dr. Pandas Eisdiele”. Dort kann er selbst Eissorten im Mixer kreieren und Eisbecher befüllen und dekorieren. Dr. Panda kann aber auch kochen, Zähne putzen und ins Schwimmbad gehen – alles Dinge, die der Junge liebend gern spielt.

Das Tablet kommt bei uns eher in Ausnahmesituationen zum Einsatz, wenn der Junge krank ist (oder auch die Mama), wir mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen oder unverhofft in der Notaufnahme stundenlang warten müssen – dafür ist das Tablet mein Retter in der Not und ich lasse den Jungen ohne schlechtes Gewissen spielen.

Medienabstinenz ist nicht Medienkompetenz

“Medienabstinenz ist nicht Medienkompetenz” – das habe ich bei Katharina von Blogprinzessin gelesen und würde das genau so unterschreiben.

Digitale Medien bringen einen Mehrwert, wenn sie verantwortungsbewusst genutzt werden – und genau das müssen wir unseren Kindern beibringen.

P.S. Ja, wir lesen auch Bücher. Und zwar richtig viele. Einige davon haben wir übrigens auch auf dem Tablet, damit wir unterwegs nicht so schwer tragen müssen. Und wir malen und basteln und spielen draußen. Es ist also alles gut.

 

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Warum All inclusive-Urlaub mit Kindern eine prima Sache ist

Versteht mich nicht falsch – ich bin schon  mit dem Rucksack durch Asien, mit dem Mietwagen durch Südafrika und mit dem Interrail-Ticket durch Europa gereist. Immer den Lonely Planet dabei, abends bei einem Bierchen mit anderen Backpackern fachsimpelnd, warum das die einzig wahre Art ist, ein Land zu erkunden.

Heute ist das ein bisschen anders. Erstens fühle ich mich inzwischen wirklich zu alt für Schlafsäle in Hostels mit dem miefigen Geruch fremder Socken und zweitens will ich in meinem Urlaub inzwischen lieber Erholung als Abenteuer. Und dazu gehören dann wirklich so ganz banale Sachen wie “Nicht die Spülmaschine ausräumen müssen”.

Vor ein paar Jahren hatten der Mann und ich einmal getestet, was mein Papa früher immer abfällig als Neckermann- oder Heinz und Hannelore-Urlaub bezeichnet hat: wir haben pauschal einen All inclusive-Urlaub gebucht. Ich hatte den Mann nämlich mit dem Rucksack durch Vietnam geschleppt und er forderte als Ausgleich einen Erholungsurlaub, in dem er keinen Finger krumm machen muss. So trat ich meine erste Pauschal-Reise an, Ziel war ein Adults only-Resort in Mexiko – es war der Himmel auf Erden und so ziemlich der entspannendste Urlaub, den ich je hatte.

All inclusive-Urlaub mit Kindern

Als wir dann plötzlich zu dritt waren und unser Leben von Wäschebergen, wenig Schlaf, Essensresten auf den Boden und an den Wänden regiert wurde, sehnte ich mich zurück nach dieser völligen Entspannung mit Blick aufs Meer und jemandem, der mir einen Cocktail am Strand serviert. Also war klar, dass wir All inclusive auch mal mit Kind ausprobieren müssen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  1. Wir müssen uns um nichts kümmern.
  2. Den ganzen Tag gibt es warmes Essen in allen Variationen (es sollte also auch für den kritischsten Kindergaumen irgend etwas Essbares dabei sein ), es gibt Obst (für das gute Gewissen), Eis (für die schnelle Ruhigstellung der Kinder) und Alkohol (für die Entspannung der Eltern).
  3. Es gibt Wasserparks, Kinderanimation und sogar Kinderbetreuung, die den Kleinen Spaß und den Großen Ruhe versprechen.
  4. Wir müssen uns um nichts kümmern.

 

Familienurlaub, All inklusive, Blue Lagoon Village, Kos

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Warum unser Weihnachten nicht Instagram-tauglich ist

Ein ehrlicher Adventsrückblick

Ich hatte wirklich große Pläne für dieses Weihnachten. Verschiedenste Plätzchenvariationen an den Adventssonntagen backen, den Jungen mit einem liebevoll gestalteten Adventskalender überraschen, Weihnachtskarten verschicken, die Wohnung dekorieren und zu den Feiertagen ein raffiniertes Menü zaubern und hübsch verpackte Geschenke unter einen strahlenden Tannenbaum legen.

So weit der Plan. Morgen ist Heiligabend und bisher habe ich von meiner Liste nicht viel vorzuweisen, denn so lief die Vorweihnachtszeit wirklich ab:

Plätzchen:

Ich habe mir in diesem Jahr extra ein neues Plätzchenbuch “New York Christmas Bakery” (oder so ähnlich) gekauft und hatte zahlreiche Stellen markiert mit “die muss ich dieses Jahr auf jeden Fall backen”. Genau eine Sorte habe ich geschafft, die war aber so aufwändig, dass der Junge das Backen blöd fand und lieber wieder Ausstecher machen wollte. Wir haben in diesem Jahr quasi jeden Sonntag Ausstecher gemacht. Mit ganz viel Streuseln. Irgendwann habe ich den Ausstecher-Teig sogar fertig gekauft. So viel zur diesjährigen Weihnachtsbäckerei.

 

Adventskalender:

Zum Glück bin ich mir meiner Defizite inzwischen ganz gut bewusst und Basteln gehört wirklich nicht zu meinen Stärken. Deshalb habe ich einen Adventskalender mit Taschen gekauft, den ich selbst befüllen kann. Da ich schon nix gebastelt habe, wollte ich die Geschenke wenigstens liebevoll auswählen und hab neben Süßigkeiten kleine Überraschungen wie Knete, Schleichtiere, bunte Karten und lustige Magnete in den Taschen versteckt. Das Ergebnis: immer wenn keine Süßigkeit, sondern ein Spielzeug im Adventskalender war, ist der Junge in Tränen ausgebrochen. Irgendwann hab ich alle Spielsachen rausgenommen und statt dessen Kinder Schokobons in die Taschen gesteckt. Dann war alles gut.

 

Weihnachtskarten:

Ja, die hab ich bei dm drucken lassen, ich war ein bisschen spät dran. Die liegen noch hier. Ich muss die nur noch schnell schreiben. Und zur Post bringen. Morgen ist Heiligabend. Das klappt schon.

 

Weihnachtsdeko:

Ehrlich gesagt bin ich nicht so der Dekotyp. Wir fangen auch erst an, weihnachtlich zu dekorieren, seit der Junge auf der Welt ist. Und irgendwie bin ich da noch nicht so richtig reingekommen. Unser Adventskranz hat LED-Kerzen, weil ich da mit Kleinkind zuhause entspannter bin. Der Junge liebt die kleinen Lichter und macht sie gerne an und aus. Leider sind jetzt nur noch 2 der 4 Kerzen auffindbar und unser Adventskranz wird morgen wohl ein bisschen schwach auf der Brust sein.

 

 

Weihnachtsbaum:

Die letzten Jahre hatten wir immer nur einen Mini-Baum und in diesem Jahr haben wir uns für eine größere Variante entschieden. Was ich leider nicht bedacht habe: wir haben zu wenig Christbaumschmuck. Mit dem, was in unserer Weihnachtskiste liegt, können wir eigentlich nur den halben Baum dekorieren und die Lichterkette ist so kurz, dass sie nur um das erste Drittel reicht. Außerdem hat der Junge entschieden, dass etwa die Hälfte des Baumschmucks auf die Tannenspitze gehört. Ich weiß nicht, ob ich heute noch auf die Schnelle irgendwo Baumschmuck organisieren kann. Eventuell hänge ich ein paar bunte Legosteine vom Jungen dran, davon habe ich auf jeden Fall genug.

 

 

Geschenke einpacken:

Dass Basteln nicht gerade zu meinen Stärken gehört, habe ich ja schon erwähnt und Geschenke einpacken kann ich auch eher so mittelgut. Ich werde vermutlich behaupten, der Junge hätte mir beim Einpacken geholfen und er kann halt noch nicht so gut mit der Schere.

 

Raffiniertes Weihnachtsmenü:

Es gibt Raclette.

 

Ja, unser Weihnachten ist in diesem Jahr ganz und gar nicht Instagram-tauglich. Aber wisst ihr was? Es ist ganz, ganz wunderbar!

 

Ich wünsche euch schöne Feiertage, lasst es euch gut gehen <3!

 

 

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Herbst-Bucket-List – Was mach’ ich mit Kindern den lieben langen Tag?

Vor uns liegt ein laaanges Wochenende. Am Dienstag und Mittwoch ist in Baden-Württemberg Feiertag und am Montag hat die Kita Brückentag. Wir haben jetzt also 5 Tage Familienzeit. Das ist wirklich ganz super. Und es macht mir ein kleines bisschen Angst. Denn es ist November und die Wetteraussichten sind eher so mittel. Als der Junge noch nicht auf der Welt war, hat man ein langes Wochenende mit schlechtem Wetter ja auch gerne mal mit Netflix auf der Couch verbracht (eins mit schönem Wetter übrigens auch, aber verratet es keinem *hüstel). Aber den ganzen Tag fernsehen ist jetzt natürlich raus.

“Mit Kindern muss man auch bei schlechtem Wetter vor die Tür”, höre ich die anderen Mamis schon vorwurfsvoll sagen und ja, das stimmt ja auch. Aber bei Regen sind unsere Ausflüge nach draußen doch eher kürzer angesetzt. Grund genug also, dass ich jetzt (= Samstag Morgen, 6.48 Uhr, Mann und Sohn schlafen noch) kurz ein Brainstorming mache, was dieses Wochenende so anstehen könnte (und am besten gleich eine Liste mit Ideen für weitere verregnete Herbstwochenende anlege).

Meine Ideen für dieses Wochenende: wir backen zusammen Kekse, gehen ins Hallenbad oder ins Naturkundemuseum und in den Zoo. Für Zuhause haben wir außerdem ein neues Memory, Büchernachschub aus der Bücherei und Stempelstifte. Und Knete ist bei uns gerade ganz hoch im Kurs. Das klingt doch schon echt vielversprechend. Und ich bin auch ganz klar gegen zu viel Programm, weil ein Wochenende auch nicht in Stress ausarten soll und Zeit für Freispiel ist ja sowieso immer.

Dann liegt hier auch noch eine Freikarte für den Zirkus. Ich muss aber sagen: Ich.hasse.Zirkus. Ganz in echt. Die schreckliche Tierhaltung, die peinlichen Clowns, Kinder, die statt in die Schule zu gehen, als Artisten übers Land ziehen… Belehrt mich gern eines besseren, aber ich habe schon lange eine Abneigung gegen dieses Konzept. Der Junge würde Zirkus aber bestimmt ganz klasse finden. Seit unserem letzten Urlaub, in dem zwei Clowns die Kinderanimation gemacht haben, ist er – sehr zu unserem Leid – furchtbar fasziniert von diesen mir unheimlichen Geschöpfen.  Der Zirkusbesuch steht hier also mit Fragezeichen. Aber ich mach’ ja manchmal gern auch Sachen, die ich blöd finde, um mich entweder eines Besseren belehren zu lassen oder um nachher sicher zu sein, dass ich es wirklich kacke finde.

Zumindest haben wir für ein langes Regenwochenende einiges auf der Liste. Schnell aufschreiben und für die kommenden Wochenenden merken.

 

Was macht ihr so im Herbst?

 

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Kindergeburtstagsdeko: Waldtiere {Mach’s dir leicht}

Versteht mich nicht falsch: wenn ihr Freude daran habt, in liebevoller Handarbeit eine Zirkusmanege aus Fondant zu kneten und die thematisch passenden Einladungen für den Kindergeburtstag von Hand zu bemalen, finde ich das prima. Nur ich bin da leider raus. Ich habe zwei linke Hände, wenn es um filigrane Bastelarbeiten geht und außerdem habe ich auf sowas schlicht und ergreifend keine Lust.

Trotzdem finde ich ein Party- und Tischdeko-Motto für einen Kindergeburtstag ganz super. Gern auch schon für Babys. Natürlich haben die ganz Kleinen noch nix vom Motto, aber bei uns gibt es jedes Jahr ein Foto vom Geburtstagstisch und so kann sich der Junge auch noch drüber freuen, wenn er größer ist.

Zum 1. Geburtstag hatten wir ein Motto mit Meerestieren, in diesem Jahr gab es einen Waldgeburtstag, Ehrengast war der Igel. Der Junge ist in der Kita nämlich der Igel (für die, die das noch kennen: jedes Kind ist in der Kita einem Tier zugeordnet, die Tiere hängen dann an der Garderobe, an den Trinkbechern usw.) Und da der Junge genau weiß, dass er der Igel ist, kann er mit diesem Motto schon ganz gut was anfangen und hat sich sehr darüber gefreut.

Jetzt gibt es ja auf Pinterest unzählige superschöne Kindergeburtstagsideen. Tolle Motivtorten und hübsche Basteleien. Leider bin ich Experte auf dem Gebiet “Pinterest Fail”: ein (vermeintlich) einfaches Rezept – und das Ergebnis hat dann so rein gar nix mit dem hübschen Pinterest-Bild gemeinsam. Deshalb mache ich es mir leicht, lasse aufwändig verzierte Kuchenträume links liegen und setze lieber auf Schummel-Werkzeug wie gekaufte Backformen. Aber auch das kann ganz schön in die Hose gehen…

Wie man es sich unnötig schwer macht:

Für den Igel-Kuchen hatte ich extra eine Form gekauft. Easy, dachte ich, machste bisschen Teig rein und raus kommt ein Igel. Pustekuchen. Die Igel-Form aus Metall war so störrisch wie befürchtet. Insgesamt 4 Anläufe habe ich gebraucht, um den Igel wenigstens an einem Stück aus der Form zu bekommen (ja, Trennspray habe ich natürlich verwendet, ja, ich habe sogar verschiedene Kuchenrezepte ausprobiert – die Form war trotzdem Mist).

Egal, nach 4 Runden hatte ich einen Igel, der nur ein bisschen zerbrochen war und mit einer halben Packung Kakao drüber ist das fast nicht mehr aufgefallen. Schnell noch ein paar Augen (gekauft!) und Mikadostäbchen drauf und fertig war das Igel-Tier.

Die Igel-Backform ist nach der Feier direkt in den Müll gewandert. Notiz an mich selbst: für Tiere oder andere Kuchen, die eine bestimmte Form haben sollen, in Zukunft nur noch auf Silikon-Backformen zurück greifen.

Mach’s dir leicht:

Abgesehen vom Tier-Kuchen ist für euren Motto-Geburtstag alles erlaubt, was nicht zu viel Arbeit macht. Kauft hübsche Servietten, Motto-Teller und -Becher und thematisch passendes Futter. Wir hatten zum Beispiel Gummibärchen in Fuchs- und Froschform. Und von Leibnitz gibt es tatsächlich die Butterkeks-Waldtier-Edition mit Eulen, Schnecken, Füchsen und natürlich Igel. Weitere Deko findet ihr vielleicht sogar im Kinderzimmer: passende Lego-Tiere oder ein Lego-Bagger, der einen Schokoladen-Hügel bearbeitet (der Schokoladen-Hügel war ursprünglich ein missratener Igel).

Dazu gab es ein paar Fliegenpilzmuffins (die auf Pinterest übrigens deutlich besser ausgesehen haben, aber wenigstens sind die Kinder auf die Mini-Marshmallows abgefahren) und noch ein paar Tiere (diesmal aus einer Silikonbackform).

Ihr seht: man muss weder ein Backvirtuose noch ein geschickter Bastler sein, um ein nettes Kindergeburtstagsmotto auf den Tisch zu packen.

Wie macht ihr das am Geburtstag so?

 

 

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Bitte lest dieses Buch: Keine Kinder sind auch keine Lösung

Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, bei dessen Lektüre ich morgens um 6 Uhr in der Bahn auf dem Weg zu Arbeit aufspringen und mit der Faust in der Luft rufen wollte “Jawoll, genau so ist es! Endlich sagt es mal jemand!”

Nina Katrin Straßner alias Juramama hat mit “Keine Kinder sind auch keine Lösung” ein Buch geschrieben, bei dem genau das passiert. Und zwar gerade jeden Morgen.

Hatte ich mir zunächst etwas nette Unterhaltung und ein vielleicht ein paar mehr oder weniger hilfreiche Tipps erhofft (die immer gleichen “Diese Fristen müssen Sie einhalten, wenn Sie Elternzeit anmelden” usw.), halte ich nun das Buch in den Händen, das die Probleme einer ganzen Generation zusammenfasst: klug, kritisch und in keiner Sekunde langweilig befasst sich Nina mit eigentlich spröden Themen wie Vereinbarkeit, Rente und Gleichberechtigung und deckt dabei die Missstände in unserem System gnadenlos auf. 

Wer jetzt aber fürchtet, sich durch langatmige Gesetzestexte, feministische Parolen oder die altbekannten “Wir müssen mehr für unsere Familien-tun”-Rufe lesen zu müssen, der lasse sich eines besseren belehren: dieses Buch ist nicht nur scharfsinnig und emotional geschrieben, es ist gleichzeitig so schreiend komisch, dass ich – ebenfalls gerne morgens in der Bahn – des öfteren laut lachend auf dem Boden liege.

Endlich ist klar, warum die Diskussion “Regretting Motherhood” in die falsche Richtung geht und warum es höchste Zeit ist, dass die Männer endlich auch ihre Fatherhood regretten.

Die Autorin schafft es nicht nur,  die Probleme, die in unserer Gesellschaft so diffus vor sich hindümplen, in treffende Worte zu fassen, sie liefert auch oft schon die Lösungen dazu.

Darum meine Bitte: lest dieses Buch. Vor allem, wenn ihr Eltern seid. Oder es gerne werden wollt. Oder wenn ihr es nicht werden wollt. Wenn ihr Arbeitnehmer seid. Oder Arbeitgeber. Oder Politiker. Vor allem, wenn ihr Politiker seid. Danke.

Ihr wollt das Buch gleich einsacken? Dann bitte hier entlang (Affiliate): Keine Kinder sind auch keine Lösung: Schützenhilfe von der Juramama

 

 

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