Mexiko – Schlaraffenland

Um dem letzten Winter zumindest kurzzeitig zu entfliehen, haben wir uns einen Trip in die Karibik gegönnt. Wir haben uns für Mexiko entschieden, weil kaum ein anderes Ziel in dieser Region so gekonnt weiße Traumstrände und türkisfarbenes Wasser mit eindrucksvoller Kultur verbindet. Und kulinarisch hat Mexiko ja auch einiges zu bieten.

Während unseres Aufenthalts durften wir also einige der beeindruckenden Maya-Stätten besichtigen (dieser akustische Klatschtest in Chichén Itzá ist wirklich unglaublich!). Die Besichtigungspausen haben wir mit genauso (ent)spannenden Aktivitäten gefüllt: Sand zwischen den Zehen spüren. Und jede Menge Essen.

Ich hätte mich theoretisch auch zwei Wochen nur von leckeren Fajitas ernähren können: ein Fleischgericht (meist Hähnchen oder Rind), das in Maistortillas gegessen wird. Dazu kommt Guacamole, Tomatensalsa mit Koriander, saue Sahne, Käse und Jalapenos auf den Tisch. Wer es richtig scharf mag, greift zu Salsa verde oder Salsa roja aus Habaneros (ca. 6000 Scoville).

Ein Rezept, das seit diesem Urlaub auch zu Hause regelmäßig bei uns auf dem Tisch steht 🙂
Auch optisch hat das mexikanische Restaurant viel zu bieten:
Was wäre ein Urlaub am Meer ohne Seafood? In einem wunderschönen kleinen Seafood-Restaurant konnten wir uns jeden Tag an fangfrischen ozeanischen Köstlichkeiten satt essen. 
Ein Tag am Meer – und abends sautierte Jacobsmuscheln und Surf and Turf (ein richtiger Mann bestellt sich eben auch im Seafood-Restaurant ein Steak 🙂

Auch in Mexiko darf man mal italienisch essen. Sonst könnte es womöglich noch zu Pasta-Entzugserscheinungen kommen…

Vor dem italienischen Essen gab es warmes Brot und ein Schüsselchen ganz hervorragendes Olivenöl zum Tunken. Dazu kam ein Kellner mit einem riesigen Parmesanlaib vorbei. Das Schokoladendessert war das beste, das ich jemals gegessen habe. Leider war es schneller verputzt als fotografiert 🙂
Zur Abwechslung gab es auch mal japanisch – das Restaurant war extrem ansprechend ausgestattet! Showkochen ist allerdings nicht ganz so meins, ich hätte lieber in Ruhe ein paar Sushi genossen. Zumindest was das Menü wirklich üppig – die frittierte Eiscreme, die uns der Koch als letztes präsentierte, hätte ich auch für Geld nicht mehr runtergekriegt.

Zum Abschluss von allen fantastischen Menüs:

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Apfel-Chutney

Marmelade zu Fleisch – ein Traum! Ich bin ohnehin verliebt in die Kombination süß und herzhaft und mit einem Chutney kann man mich immer glücklich machen.

Chutney kenne ich hauptsächlich aus der indischen Küche, da findet man es in zahlreichen Variationen. Aber ein klassisches Apfelchutney darf man ruhigen Gewissens auch dann servieren, wenn das Menü nicht unter einem indischen Stern steht.

Zutaten für ein großes Glas:

500 g Äpfel
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
1 Chilischote
50 ml Apfel- oder Weisweinessig
100 g brauner Zucker
2 EL Olivenöl
Currypulver
ein Knubbel Ingwer
Salz
eine Prise Zimt
eine Prise Kumin
wer mag: Rosinen

Zubereitung:

Äpfel schälen und klein würfeln. Ingwer und Knoblauch fein hacken, die Chilischote in Streifen schneiden. Ingwer, Knoblauch und Gewürze in Öl andünsten, anschließend die Apfelwürfel, den Zucker, den Essig und die Chilistreifen dazugeben. Die Masse 15-20 Minuten köcheln und dabei immer wieder umrühren. Zwischendurch mit Salz und Zimt verfeinern.

Das Chutney hält sich in gut verschlossenen Gläsern bis zu 3 Monate.

Hier Apfelchutney mit Hähnchen, Risotto und Gemüse:

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Typisch New York III: Burger – aber bitte exotisch

Ab und an hat der New Yorker auch mal Zeit, seine Mahlzeit im Sitzen zu sich zu nehmen. Was die Art des Mahls angeht, gibt es wohl kein „Typisch NY“, da man in der Metropole jede Köstlichkeit findet, die das Herz begehrt: Italienisch, Japanisch, Orientalisch, Vietnamesisch und jede Menge experimentelle Küche.
Natürlich kann man auch einfach einen Burger essen. Wer den gewöhnlichen Burgerbelag verschmäht, kann 5napkin Burger in Hell’s Kitchen auch experimentieren. Das ist ein Burger mit einem halbrohen Thunfischsteak und Wasabimayonnaise:

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Key West – noch 90 Meilen bis Kuba

Karibikfeeling in den USA – das gibt es in Key West. Eine wunderschöne kleine bunte Stadt mit Traumstränden am Ende der Florida Keys. Damit trägt die Stadt auch den Titel “Südlichster Ort der USA” – so südlich, dass es nur 90 Meilen bis Kuba sind. Wer sich am weißen Sand und dem türkisblauen Wasser satt gesehen hat oder wen die Lust auf einen Snack oder einen Drink packt, sollte unbedingt einen Spaziergang durch die Innenstadt machen. Restaurants und Bars sind dank der großen bunten Aushängeschilder nicht zu übersehen:

Auch Prominente wie Ernest Hemmingway sind dem Zauber erlegen. Man kann dort sein Haus, aber auch seine Lieblingsbar Sloppy Joe’s bewundern:
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Somen-Nudelsalat mit gebratenem Tofu (oder Huhn oder Rind oder Garnelen)

Endlich mal wieder ein “nach-Lust-und-Laune”-Rezept. Das hier ist nämlich eigentlich gar kein Rezept. Sondern nur der gutgemeinte Vorschlag, beim nächsten Abstecher einfach mal diese leckeren Somen-Nudeln einzupacken. Was ihr daraus macht, sei euch überlassen. (Die eine oder andere Anregung findet ihr natürlich trotzdem in der Zutatenliste.)

Somen sind japanische Fadennudeln aus Buchweizen, die nur recht kurz mit Wasser in Berührung kommen müssen und deshalb ruckzuck fertig sind. Sie harmonieren mit Fleisch, Fisch, Gemüse, Tofu und jeder Menge Gemüsesorten. Ein “nach-Lust-und-Laune”-Essen eben.

Zutaten für den Nudelsalat (Menge je nach Lust und Laune):

Somen-Nudeln
Tofu (wer mit Tofu nichts anfangen kann, darf natürlich auch Huhn, Garnelen, etc. verwenden)
Knoblauch
Sesamöl
ein Knubbel Ingwer
Frühlingszwiebeln
Sojasauce (ich würde Kikkoman empfehlen)
Reisessig
Sesam
Chili
Koriander
Wer mag: Paprika, Gurke, Pilze, Erdnüsse, Cashew-Nüsse, Wasabi etc.
Zubereitung:
Ich brate den Tofu in Sesamöl mit Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Ingwer an. Am besten mit einem Spritzer Sojasauce ablöschen.
Für das Dressing mische ich Reisessig, Sojasauce, Sesam, Chili und Koriander. Ein ein Kleks Wasabi passt hier gut rein.
In den fertigen Salat kann Gemüse (roh oder gebraten) gegeben werden.
Und damit haben wir wieder ein flexibles Rezept. Probiert einfach aus, was euch schmeckt!
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Mandelrisotto

Ein gutes Risotto zu machen ist nicht kompliziert. Aber es gilt: Risotto braucht deine ganze Aufmerksamkeit! Das heißt rühren, rühren, rühren, etwa 20 Minuten. Die Mühe lohnt sich.

Das schöne an Risotto ist ja auch, dass sich Reis mit fast allen Zutaten gut versteht: Ziegenkäse, Meeresfrüchte, Kürbis, Pilze, Fleisch, Gorgonzola, und und und… Man könnte jeden Tag Risotto essen und hätte trotzdem immer was neues auf dem Teller.

Zutaten für 4 Personen:
1 Zehe Koblauch
1 Frühlingszwiebel
3 EL Butter
250 g Risottoreis
1 L Gemüsebrühe
200 ml trockener Weißwein
50 g geschälte Mandeln
40 g Parmesan
Salz
Pfeffer
Zubereitung:
Knoblauch und Frühlingszwiebel in einem EL Butter andünsten. Den trockenen Reis dazu geben und unter Rühren glasig dünsten. Mit Wein ablöschen. Jetzt nach und nach die Brühe dazu und rühren, rühren, rühren. Wenn der Reis gar ist, Mandeln, Parmesan und restliche Butter dazu geben.
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Typisch New York I: Fahrbare Essensstände

„To go“ ist aus der rasanten Metropole New York nicht wegzudenken, denn die New Yorker haben schließlich keine Zeit. Zwischen zwei Terminen schnell einen Grande White Chocolate Mocca und am besten auch ein Mittagessen auf die Hand. An jeder Straßenecke bieten daher die fahrbaren Stände Leckereien aller Art an: Ganz wichtig natürlich der typische NY Hotdog. Aber auch Brezeln, Obst, Pasta und sogar Gourmetsnacks werden inzwischen für verwöhnte Gaumen angeboten. Die „Imbiss“-Verkäufer gehen eben mit der Zeit.
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Thali – All you can eat auf indisch

Thali ist eine indische Mahlzeit, die in vielen kleinen Schälchen serviert wird. In einem rustikalen Restaurant in Udaipur, Nordindien, haben wir diese interessante Darreichungsform genossen und uns für umgerechnet 1,50 € pro Person den Bauch voll geschlagen.
Jede kleine Metallschüssel enthält eine andere Köstlichkeit: Kichererbsen, Spinat, Joghurt, Tofu (in unserem Fall kein Fleisch), und verschiedene indische Brotsorten sowie verschiedene Saucen und Dips. Für jedes Schälchen ist ein anderer Kellner zuständig. Sobald sich der Inhalt eines Schälchens dem Ende neigt, winkt der diskrete „Oberkellner“ aus dem Hintergrund den zuständigen „Schälchenkellner“ heran. Dieser verbeugt sich und wartet auf ein Zeichen des Gastes: Nicken oder Kopfschütteln reicht und das Schälchen wird entsprechend versorgt.
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Markt in Vietnam – eine olfaktorische Melange

Wer schon einmal über asiatische, orientalische oder andere exotische Märkte gewandert ist, kennt die Mischung aus unzähligen Gerüchen ( teils appetitlich, teils weniger appentitlich), aus überraschenden und manchmal für die europäischen Hygienegewohnheiten erschreckenden Anblicken und vielen, vielen Menschen. So ein Marktbesuch ist immer wieder faszinierend.

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Vietnamesischer Kaffee oder Holla die Waldfee

Ihr seid gerade in Vietnam und bestellt einen Kaffee? Hier sei ein Wort der Warnung angebracht, denn vietnamesischer Kaffee ist seeehr stark! Außerdem trinken die Vietnamesen das kräftige Gebräu am liebsten mit gesüßter Kondensmilch und Eiswürfeln.

Bei dieser lokalen Spezialität bin ich leider an meine Geschmacksgrenzen gestoßen und habe zum Frühstück stattdessen lieber eine Tasse Tee bestellt.

Nach dem örtlichen Frühstück habe ich dann einfach eine Filiale der schönen Kaffeekette “Highlands Coffee” aufgesucht und einen Caramel Macchiato bestellt. Manchmal sucht man in exotischen Ländern doch ein kleines Stück Heimat 🙂

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